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Tierschutzstrategie der EU-Kommission 2012 – 2015 Drucken
TIERVERSUCHE - Meldungen
Geschrieben von: Mag. Romana Rathmanner   
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. März 2012 um 13:26 Uhr

Die Europäische Kommission hat ihre Strategie für den Schutz und das Wohlergehen von Tieren für den Zeitraum 2012 – 2015 dargelegt (siehe auch Begleitdokument und Pressemitteilung dazu).

Hauptsächlich sollen schon bestehende Tierschutzvorschriften (durch Leitlinien, Durchsetzungsmaßnahmen, -bestimmungen und -plänen) optimiert werden. Z.B. sind bis 2013 EU-Leitlinien zum Schutz von Schweinen vorgesehen, wobei Leitlinien jedoch nicht verbindlich umzusetzen sind, sondern lediglich Empfehlungscharakter haben.
Weiters sind etliche Berichte (z.B. über die verschiedenen Methoden zur Betäubung von Geflügel) und einige Studien (z.B. über das Wohlergehen von Zuchtfischen beim Transport) geplant. Maßnahmen, die zunächst am Status quo überhaupt nichts ändern.

Das immer wieder angekündigte und von allen europäischen Tierschutz- und Tierrechtsgruppen geforderte EU-weit gültige Tierschutzgesetz, das vor allem auch gegen die Tötung von Straßen- und Streunertieren und Tötungsstationen vorgeht, wird nicht mit der notwendigen Tatkraft und Zielstrebigkeit in Angriff genommen. Es ist lediglich nur mehr von einem „möglichen“ Vorschlag zu einer gesetzlichen Regelung die Rede („Möglicher Legislativvorschlag für einen vereinfachten EU-Rechtsrahmen für den Tierschutz“).

Zum Tierversuchsbereich findet sich überhaupt keine konkret geplante Maßnahme, obwohl kritisiert wird (Seite 5, Punkt 3), dass die Ergebnisse aus der Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen „nicht im erforderlichen Umfang weitergeleitet“ und die „Forschungsaktivitäten in den Mitgliedstaaten unzureichend koordiniert“ werden.
Laut dem geplanten Maßnahmenkatalog soll lediglich „die Notwendigkeit und Möglichkeit einer Ausweitung der Schulungsaktivitäten auf den Schutz von Versuchstieren“ – gemäß der Laschheit der EU-Kommission - zunächst einmal nur untersucht werden.

Fazit: Alles in allem ein sehr mageres ambitionsloses Programm, das an dem - von den Menschen bewusst verursachten - Leiden und Töten der Tiere in Europa nicht wirklich etwas verändern wird.
Anbei einige Zahlen aus der Mitteilung der Kommission (S. 2):
"Etwa 2 Milliarden Vögel und 300 Millionen Säugetiere werden landwirtschaftlich genutzt. Geschätzte 12 Millionen Tiere werden jährlich für Tierversuche verwendet. Die Zahl der Hunde und Katzen liegt
Schätzungen zufolge bei etwa 100 Millionen; sie werden überwiegend von Privatpersonen gehalten. Die Zahl der innerhalb der EU gehandelten Heimtiere ist schwer zu schätzen. Zur Anzahl der in Zoos und Aquarien gehaltenen Tiere liegen keine Daten auf EU-Ebene vor.

Siehe auch unter Tierschutzaktionsplan der EU-Kommission 2006 - 2010

Erstellt am Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 14:33 Uhr
 
 
 
 
     
 

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