Wissenschaft statt Tierversuche
WIST-Kongress 2018

 

Der Kongress, organisiert von "Ärzte gegen Tierversuche e.V.", geht der Frage nach, wie aussagekräftig Ergebnisse aus Tierversuchen für den Menschen tatsächlich sind und welche Möglichkeiten die tierversuchsfreie Forschung heute schon bietet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen.

Termin: Samstag, 27. Oktober 2018, 10-18 Uhr
Ort: Maternushaus, Kardinal-Frings-Str. 1-3, 50668 Köln

Die Veranstaltung richtet sich an Forscher, Mediziner, Tiermediziner, Studenten, Behördenvertreter, Politiker sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Alle Infos dazu finden Sie hier: https://www.wist-kongress.de/

 

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 Presseinfo

Wie der jüngst veröffentlichten Tierversuchsstatistik zu entnehmen ist, ist die Anzahl der „verbrauchten“ Versuchstiere in Österreich abermals stark gestiegen. Damit setzt sich der negative Trend – entgegen dem gesetzlichen Auftrag, Tierversuche zu reduzieren - seit nunmehr 18 Jahren ungeniert fort.

Im Jahr 2017 wurden an 264.071 Tieren Experimente durchgeführt, die für die Tiere mit Schmerzen, Leiden, Ängsten oder dauerhaften Schäden verbunden waren und letztlich tödlich endeten. Das sind um 27.612 Tiere bzw. 11,7 % mehr als im Vergleichsjahr 2016.

Am 29. Juni 2018 ist auf der Website des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung die Tierversuchsstatistik 2017 als pdf-Datei publiziert worden, die die Daten der im Jahre 2017 in Österreich „verbrauchten“ Versuchstiere enthält.
Aufgrund der derzeit gültigen Tierversuchsstatistik-Verordnung (TVSV 2013) wurde dem Ministerium von den zuständigen Behörden für das Jahr 2017 die Verwendung von insgesamt 264.071 Versuchstieren gemeldet. Das sind um 27.612 Tiere bzw. 11,7 % mehr als im Vorjahr.

Am 1. Juni hat die niederländische Ministerin für Bildung, Kultur und Wissenschaft Ingrid van Engelshoven eine Erklärung ausgesandt, wonach das „Biomedical Primate Research Center“ (BPRC), das sich im niederländischen Rijswijk befindet und das größte Affenforschungszentrum Europas ist, seine Experimente um 40% zu verringern hat. Ebenso muss die Zucht von Affen mittels Geburtenkontrolle eingeschränkt werden. Das BPRC hat bis 1. Jänner 2019 Zeit, einen diesbezüglichen Reduktionsplan vorzulegen.

Ab dem 1. Januar 2019 dürfen in Europa keine Tiere mehr zur Prüfung auf anomale Toxizität (ATT) verwendet werden.

Bei dem ATT handelt es sich um einen der ältesten gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuche, der vor über 100 Jahren eingeführt und als Sicherheitstest bei der Arzneimittelprüfung vorgeschrieben wurde. Den Mäusen und Meerschweinchen wurde hierbei die zu prüfende Substanz injiziert und dann beobachtet, ob und wie viele Tiere in einem festgelegten Zeitraum sterben. Zur Chargenprüfung wurde der Test schon seit 20 Jahren nicht mehr verlangt, sehr wohl jedoch noch bei der Entwicklung von Arzneimitteln.