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In der Europäischen Union sind Tierversuche für Kosmetika seit 2013 verboten. Auch dürfen seither Produkte, die in Tierversuchen getestet worden sind, nicht mehr innerhalb der EU verkauft und auch nicht mehr in die EU importiert werden.
Doch in 80 % der Länder weltweit sind weiterhin Tierversuche für Kosmetika zulässig.

Nachdem die EU-Abgeordneten des Umweltausschusses mehrheitlich, mit nur einer Enthaltung, einen Entschließungsantrag (hier unter Top 14 abrufbar; siehe auch Presseaussendung des Umweltausschusses vom 20.02.2018) zu einem  w e l t w e i t e n  Verbot von Tierversuchen für kosmetische Mittel verabschiedet haben, hat am 3. Mai 2018 auch die Mehrheit der Abgeordneten im Plenum - nämlich 620 von den insgesamt 751 - dieser Entschließung zugestimmt. Auch soll der weltweite Verkauf tiergetesteter Kosmetika unterbunden werden. (Siehe auch Pressemitteilung des Europäischen Parlaments vom 03.05.2018). 

Laut der Entschließung sollen sich die Präsidenten der EU-Organe bei ihren Treffen mit ihren Amtskollegen, insbesondere mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, für das weltweite Verbot einsetzen. Weiters sollen die Kommission, der Rat und die Mitgliedstaaten ihre diplomatischen Netzwerke nutzen und Allianzen für ein weltweites Verbot bilden und bis 2022 im Rahmen der Vereinten Nationen eine internationale Konvention gegen Tierversuche für Kosmetika in die Wege leiten.

Die Initiative für ein weltweites Verbot der Tierversuche für Kosmetika geht von unserer britischen Partnerorganisation gegen Tierversuche Cruelty Free International aus, die eine diesbezügliche Kampagne gestartet hat, die wir mitunterstützen. (Hier geht es zur Unterzeichnung der Petition an die Vereinten Nationen mit der Forderung, eine internationale Konvention zur weltweiten Beendigung der Tierversuche für Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffen zu beschließen.)
Wir freuen uns, dass auf unsere Anfrage hin auch die einzige österreichische EU-Abgeordnete im Umweltausschuss, Frau Karin Kadenbach, ihre volle Unterstützung bei der Umsetzung des weltweiten Verbotes der Tierversuche für Kosmetika zugesagt hat.