Presseinfo

Die jüngste Tierversuchsstatistik bestätigt die Befürchtungen der TierschützerInnen, dass Tierversuche weiter ansteigen. 2011 mussten 191.288 Tiere in österreichischen Tierversuchslabors ihr Leben lassen - das sind gegenüber dem Vergleichsjahr 2010 um 2,2 % Prozent mehr.

Gerda Matias, Präsidentin des „Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner“ (IBT) bezeichnet dies als ein beschämendes Faktum und einen massiven Rückschlag für den Tierschutz. Zumal dieser verheerende Trend der stetigen Zunahme nun schon über zehn Jahre andauert: Gegenüber dem Jahr 1999 sind die Tierversuche um rund 47 % gestiegen.

Auch vor diesem Hintergrund ist der jüngst vorgelegte Ministerialentwurf zu einem neuen Tierversuchsgesetz entschieden abzulehnen. Schließlich enthält der Entwurf keine einzige konkrete Maßnahme, die eine Reduzierung von Tierversuchen auslösen könnte. Im Gegenteil: Mit diesem Gesetz würden die Tierversuche boomen, u.a. allein deshalb, weil nur mehr für schwer belastende Eingriffe an lebenden Tieren (Elektroschocks, todesangstauslösende Stresstests, vollständige Isolierung, völlige Immobilisierung etc.) eine behördliche Genehmigung notwendig wäre: Nur 1 - 2 % aller Tierversuche wären überhaupt genehmigungspflichtig.

„Wir erwarten, dass die Politik den ethischen Wertevorstellungen unserer Gesellschaft, die Tierversuche mehrheitlich ablehnt, endlich Rechnung trägt. Die Verwendung von Versuchstieren ist restriktiv zu regeln, dem Einsatz tierversuchsfreier Methoden oberste Priorität einzuräumen. Schließlich sind Ersatzmethoden der beste Schutz für Versuchstiere“, erklären die TierversuchsgegnerInnen.

Rückfragehinweis:
Mag. Romana Rathmanner
Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)
Tel.: +43/1/713 08 23-11, Fax: +43/1/713 08 23-10
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Siehe auch unter Tierversuchsstatistik für das Jahr 2011 - eine Analyse