Einige der größten und renommiertesten Medizinstiftungen in Deutschland, darunter die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Herzstiftung und die Herz-Lungen-Stiftung, finanzieren Tierversuche, wie eine Auswertung der Ärzte gegen Tierversuche zeigt. Auch die nach Gesamtausgaben größte deutsche Stiftung, die VolkswagenStiftung, finanziert Tierversuche in verschiedenen Bereichen wie Neurobiologie, Schmerzforschung, Zoologie und Stressforschung. „So unterstützt diese Stiftung die umstrittenen Hirnversuche an Affen in Tübingen, bei denen die Tiere durch Durst gefügig gemacht und Elektroden in das Gehirn eingeführt werden“, erläutert Dr. med. Katharina Kühner von Ärzte gegen Tierversuche beispielhaft.

 

 

Die nach Kapital größte deutsche gemeinnützige Stiftung, die Else-Kröner-Fresenius Stiftung, deren Verkehrswert sich auf rund 6,2 Mrd. Euro beläuft, fördert tierexperimentelle Forschung in der Transplantationsmedizin, der Nierenforschung und Krebsforschung. Unter den Tierversuche fördernden Einrichtungen finden sich auch: Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V., Studienstiftung des Deutschen Volkes, Daimler & Benz Stiftung, Deutsche Herzstiftung e.V., Deutsche Jose Carreras Leukämie-Stiftung und Dr. Mildred-Scheel-Stiftung.

Medizin-Stiftungen und -Vereine, die eigenen Angaben zufolge Tierversuche ablehnen oder zumindest keine tierexperimentelle Forschung finanzieren, sind unter anderem: Deutsche Arthrose-Hilfe e.V., Deutsche Stiftung Innere Medizin, Robert Bosch Stiftung, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Robert-Enke-Stiftung und Homöopathie-Stiftung des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte. Die Grimmiger-Stiftung für Zoonose-Forschung schließt Tierversuche gar in ihren Statuten aus.

Der Verein bemängelt die fehlende Transparenz, wofür Gelder verwendet werden. „Dass gut gemeinte Zuwendungen in grausame und wissenschaftlich unsinnige Forschung an Tieren fließen, wird vielen Spendern nicht bewusst sein“, so Kühner abschließend.

Ausführliche Informationen zu der Recherche von Ärzte gegen Tierversuche finden Sie hier.