Weltweit wird am 24. April der „Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ begangen und auf das unsägliche Leid und Sterben von Abermillionen Tieren in den Labors aufmerksam gemacht.
Die Zahl der Versuchstiere ist noch nicht gesunken. Allein in der EU müssen pro Jahr an die 12 Millionen Tiere für fragwürdige Experimente und Tests ihr Leben lassen. In Österreich stirbt nach wie vor alle drei Minuten ein Labortier.

„Die Politik blockt aber jede gesetzliche Verbesserung zur Reduzierung der Tierversuche ab“, stellt Gerda Matias, Präsidentin des „Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner“ (IBT), dazu fest. So hat etwa die EU-Kommission trotz der erfolgreich durchgeführten Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Stop Vivisection“, die mit mehr als einer Million UnterzeichnerInnen den Ausstieg aus der tierexperimentellen Forschung forderte, keinen entsprechenden Gesetzesvorschlag ausgearbeitet.

 

Damit stehen die TierversuchsgegnerInnen aber nicht alleine da. Die EU-Kommission hat zu keiner einzigen der insgesamt drei erfolgreichen – von bislang 65 eingereichten - EBIs einen Gesetzesakt vorgelegt. Diese Ignoranz ist einem jüngst publizierten Analysebericht der „Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik“ (der hier abrufbar ist) zu entnehmen.

Da die EU-Kommission mit ihrem alleinigen Initiativrecht jede gesetzliche Änderung blockieren kann, zwingt sie die Mitgliedstaaten zu nationalen Alleingängen. So haben die Niederlande nun ein Strategiepapier zu einem Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung und Testung erarbeitet (das hier abrufbar ist). In diesem ist dargelegt, in welchem Bereich, welche konkreten Maßnahmen, in welchem Zeitrahmen gesetzt werden können, um bis zum Jahre 2025 wenn auch nicht den vollständigen Ausstieg, so doch eine sehr weitreichende Reduzierung der Tierversuche zu realisieren.

Der IBT fordert daher auch für Österreich einen konkreten Plan, der einen etappenweisen Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung, Testung und Ausbildung verbindlich vorgibt.

Rückfragehinweis: Gerda Matias, Präsidentin des IBT, Mobil: 0676/600 30 47