Drucken

Sehr geehrte Geschäftsführung!

Wir appellieren an Sie, keinen Lebendverkauf von Fischen und Schalentieren vorzusehen, denn dieser ist für die Tiere mit unzumutbarem Stress verbunden.

Beim sogenannten "Hältern" werden die Fische je nach Art 3 Tage bis 4 Wochen in dafür vorgesehenen Becken zwischengelagert. Ohne Rückzugsmöglichkeit werden sie für die potentiellen Käufer "zur Schau" gestellt.

In dieser Zeit werden die Tiere vielfach nicht gefüttert, da Futterreste und Kot zu einer Verschmutzung des Beckens und Verringerung des Sauerstoffgehaltes führen können.

Für die Fische ist das Warten auf den Tod im Schaubecken mit großem Leiden verbunden.

Es wird keine Rücksicht auf  die Schreckhaftigkeit der Fische genommen, statt dessen sind die Tiere einer ständigen Überreizung durch Lärm, Licht und schnellen Bewegungen schutzlos ausgeliefert.

Weiters kommt es bei den Fischen bei längerer Verweildauer oft zu Rangordnungskämpfen und Verletzungen. Mitunter werden sogar völlig unverträgliche Fischarten zusammen gehalten (z.B. Raubfische wie Hechte und Friedfische wie Karpfen).

Häufig zeigen die Fische typische Stresssymptome wie Flossenveränderung und apathische Verhaltensweisen.
(Wenn Fische an die Oberfläche schwimmen und nach Luft schnappen oder eine gesteigerte Ventilation zeigen, besteht akuter Sauerstoffmangel oder eine Gasübersättigung im Becken.
In solchen Fällen ist ein Fachtierarzt oder der Fischgesundheitsdienst zu kontaktieren.)

Ebenso ist der Verkauf von Lebendhummer aus ethischer Sicht völlig unvertretbar,
denn die Tiere müssen meist monatelang mit zusammengebundenen Scheren und ohne Nahrung dahinvegetieren.

Um die große Nachfrage nach Hummern in Europa decken zu können werden 80% aus Amerika und Kanada importiert. Dabei gehen beim Fang jährlich zehntausende von Fallen verloren. Und ein Hummer, der in so eine Falle gerät, treibt für den Rest seines Lebens am Meeresgrund und erleidet einen qualvollen Hungertod.

Die anderen eingefangenen Tiere landen schließlich, nach einer langen Reise in einer dunklen Transportkiste, in einem Schaubecken, mit zusammengebundenen Scheren, aufeinandergestapelt.
Auf die Tatsache, dass Hummer normalerweise Einzelgänger sind, wird keine Rücksicht genommen.

Ihr leidvolles Leben endet erst nach einem minutenlangen Todeskampf in kochendem Wasser.

Der Lebendverkauf von Fischen und Schalentieren stammt aus einer längst vergangenen Zeit, in der es keine Möglichkeit zur Kühllagerung gab.
Heutzutage ist er völlig unnötig und unakzeptabel!

Wir ersuchen Sie um Ihre persönliche Unterstützung. Verhindern Sie Tierqualen durch Absetzen des Lebendverkaufes.

 

Mit freundliche Grüßen

Name:

Adresse:


Unterschrift:


Protestbrief als PDF>>


Proteste bitte senden an:

Eurofisch Gourmet
Sagedergasse 18-22
1120 Wien

Weiterführende Links:

Erschreckende Zustände im Eurofisch-Supermarkt