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Liebe UnterstützerInnen unserer Robbenunterschriftenlisten !

  

 

 

 

 

 

Foto: copyright IFAW/S. Cook

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir im Jahr 2008 über 5000 Unterschriften gegen die Robbenjagd an die Kanadische Botschaft schicken konnten und möchten hiermit allen TierfreundInnen danken, die Unterschriften gesammelt, bei der Botschaft angerufen oder selbstgeschriebene Zeilen der Empörung beigelegt haben.
Das Frühjahr naht und wieder sollen unzählige wehrlose Robben grausam
erschlagen oder erschossen werden. Und auch dieses Jahr möchten wir dieses Massaker nicht stillschweigend hinnehmen.

Unterstützen Sie unsere Unterschriftenaktion !! >>

 Im Juni 2008 erhielten wir aufgrund unserer
Unterschriftenaktion ein Schreiben von der Kanadischen Botschaft. Dieses beinhaltete ihre Sicht zur Robbenjagd und Informationsmaterial vom kanadischen Fischereiministerium.

Wir haben den IFAW um eine Stellungnahme zu dem Schreiben von der Botschaft gebeten und wir möchten Ihnen nun Auszüge davon präsentieren.


Der International Fund for Animal Welfare (IFAW) arbeitet bereits seit 30 Jahren aktiv gegen die Robbenjagd. Sie dokumentieren die Jagd und legen alle Verstöße der Polizei dar.
Weitere Informationen, Bilder und Videodokumentationen finden Sie unter:
www.ifaw.org
oder: www.stopptdierobbenjagd.de

K.B.(Kanadische Botschaft):"Wir erhalten in letzter Zeit Ihre Unterschriftenlisten betreffend die Robbenjagd in Kanda. Die kanadische Regierung respektiert jegliche Meinung zu diesem Thema, aber es ist uns auch sehr wichtig, dass sich die Menschen eine eigene Meinung aufgrund von Fakten und nicht auf Basis von missverständlicher Rhetorik und sensationellen Bildern, die nur einen Teil der Realtität - und das oft falsch - wiedergeben." 

IFAW: "Säugende Babyrobben dürfen nicht getötet werden, d.h. nicht in den ersten 12 Tagen ihres Lebens. Eine dreiwöchige Robbe darf getötet werden und das ist immer noch ein hilfloses Tier, ein Baby." 

K.B.: "Es wird streng darauf geachtet, dass die Jagd nachhaltig und tierschutzgerecht durchgeführt wird. "

IFAW: "Die Kontrollen scheinen sehr marginal zu sein, die Jagdbeobachter des IFAW haben selten Kontrolleure gesehen. Man muss sich vergegenwärtigen, dass die Jagd in einem ungeheuer großen Gebiet stattfindet. Dieses mit ein paar Leuten flächendeckend zu kontrollieren, ist schlicht nicht möglich.
Es wird überhaupt nicht darauf geachtet, dass die Jagd tierschutzgerecht ist. Viele der Tiere werden nur angeschossen und nicht getötet."

Anm. IBT: Ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass die kanadischen Tierschutzstandards nicht genügen. Die kanadische Fischereibehörde klassifiziert Robben als Fische*! Das Gutachten empfiehlt Robben als empfindungsfähige Meeressäuger anzusehen, die Schmerz, Stress und Angst erleiden können.

K.B.: "Natürlich verstehen wir die Empörung vieler Menschen, denn Bilder einer Robbenjagd können sehr barbarisch wirken. Es werden jedoch ungefähr 95% der Tiere mit Hochleistungsgewehren erlegt, und Wissenschaftler haben gezeigt, dass auch der sogenannte "Hakapik" eine schmerzfreie und rasche Jagdmethode ist."

   

 

 

 

 

 


Foto: copyright IFAW/S. Cook

IFAW: "Die Jagd mit dem Gewehr ist genauso grausam wie mit dem Hakapik, da Tiere häufig nicht mit dem ersten Schuss getötet werden und häufig schwerverletzt fliehen." 

 

K.B.: "Die Regierung von Kanda hat heuer noch strengere Maßnahmen verlautbart, damit sichergestellt wird, dass die Jagd auf tierschutzgerechte Weise durchgeführt wird, ..."

IFAW:  "Die strengeren Maßnahmen 2008 wurden in den von uns beobachteten Fällen meist nicht beachtet. Für uns war kein Unterschied zu den vorherigen Jahren in der Vorgehensweise der Jäger zu erkennen."

 

K.B.: "Anbei finden Sie Informationsmaterial, das die Mythen und Fakten über die kandadische Botschaft darlegt ..."

K.B.: "Mythos: Die Robben werden lebend gehäutet."
"... Manchmal scheint sich eine erlegte Robbe noch zu bewegen. Tote Robben können tatsächlich noch Zuckungen haben, die dem "Schwimmreflex" zuzuschreiben sind. Dieser Reflex vermittelt den falschen Eindruck, das Tier sei noch am Leben, obwohl es eindeutig tot ist. Dieses Phänomen ist vergleichbar mit dem Reflex, der bei toten Hühnern zu beobachten ist."

IFAW:  "Unsere Jagdbeobachter haben häufig gesehen, dass Robben lebendig gehäutet wurden. Sie können sehr wohl beurteilen, ob es sich dabei um Schwimmreflexe handelt oder nicht. Wir haben häufig Bewegungen bei Tieren beobachtet, die sich klar vom Schwimmreflex unterscheiden."

K.B.:"Mythos: Die Keule – oder "Hakapik" – ist ein barbarisches Instrument, das nicht mehr in die heutige Welt passt.
Realität: Die kanadische Robben- und Robbenjagdkommission hat die Jagdmethoden untersucht und ist zum Schluss gekommen, dass die Jagd mit der Keule bei korrekter Anwendung nicht grausamer und oft sogar humaner ist als die Schlachtmehoden kommerzieller Schlachhöfe, die von großen Teilen der Bevölkerung akzeptiert werden."

Anm. IBT: Wir möchten darauf hinweisen, dass Robben nicht gezüchtet und domestiziert sind. Die Tierquälerei von Nutztieren ist ebenso unakzeptabel, jedoch ein völlig anderes Kapitel als das Robbenmassaker. Robben sind Wildtiere, sie sind die menschliche Nähe nicht gewöhnt. Das Jagen und Erschlagen von wehrlosen Wildtieren sollte nicht durch den Vergleich mit anderen Grausamkeiten relativiert werden.

K.B.: "Mythos: Das kandadische Fichereiministerium (MPO) subventionert die Robbenjagd.
Realität: Das Fischereiministerium subventioniert die Robbenjagd nicht. Die Robbenjagd ist ein wirtschaftlicher Erwerbszweig ..."

IFAW: "Es gibt keine direkten Subventionen, aber indirekte wie Eisbrecher, Lobbyreisen kanadischer Delegationen und wissenschaftliche Studien."

K.B.:Mythos: "Die Mehrheit der Kanadier ist gegen die Robbenjagd.
Realität: Die Tierschutzorganisationen, die gegenwärtig Kampagnen gegen die Robbenjagd durchführen, verweisen auf die Ispos-Reid-Umfrage 2004, laut der die meisten Kanadier gegen die Robbenjagd sein sollen. Tatsache ist jedoch, dass die Kanadier die Robbenjagdpolitik der Regierung unterstützen. Eine IsposReid-Umfrage von Februar 2005 ist zu entnehmen, dass 60% der Kanadier eine verantwortungsvolle Jagd befürworten."

IFAW: "Der IFAW hat eine Umfrage von Juni 2008, die zeigt, dass 58% der Kanadier gegen die kommerzielle Robbenjagd in Kanada sind."

28.02.2009