Bonn (dpa/tmn) - Floh- und Zeckenmittel für Hunde dürfen auf keinen Fall bei Katzen angewendet werden. Denn der Halter riskiert damit eine tödliche Vergiftung, warnt die Bundestierärztekammer (BTK) in Bonn.

 

Der Körper einer Katze bildet nicht die gleichen Enzyme wie der eines Hundes. Deshalb kann er bestimmte Inhaltsstoffe der Mittel nicht abbauen. Die daraus resultierende Vergiftung zeigt sich nach einiger Zeit in Form von epileptischen Anfällen. Laut BTK stirbt etwa die Hälfte aller auf diese Weise falsch behandelten Katzen. Wer frühzeitig bemerkt, dass er seiner Katze ein Flohmittel für Hunde in den Nacken geträufelt hat, muss es so schnell wie möglich abwischen und sofort zum Tierarzt zu gehen.

http://www.lvz-online.de/ratgeber/drrgtn.html?p=4369_115942.html

20.03.08

 

Tierhalter in Los Angeles müssen künftig ihre Katzen und Hunde kastrieren oder sterilisieren lassen.

Das entschied der Stadtrat der südkalifornischen Metropole. Der Bürgermeister habe damit eine der schärfsten derartigen Verordnung in den USA unterzeichnet, berichtete der Sender KABC gestern.

Betroffen sind die meisten Katzen und Hunde im Alter ab vier Monaten. Ausgenommen sind Polizeihunde, Behinderten-Begleithunde, Zuchtschautiere und die Vierbeiner von Züchtern.

Geldstrafe bis zu 500 Dollar droht
Mit der Zwangskastration will die Stadt die Zahl unerwünschter Haustiere, von denen viele in Tierheimen enden und dort getötet werden, eindämmen. Verstöße gegen die neuen Auflagen sollen mit Geldstrafen von bis zu 500 Dollar und gemeinnützigen Diensten geahndet werden. Wer knapp bei Kasse ist, kann den Eingriff in städtischen Tierheimen kostenlos vornehmen lassen.

Los Angeles ist damit die größte Stadt in den USA, die eine Sterilisation ihrer Vierbeiner verlangt. Kleinere Kommunen haben ähnliche Vorschriften erlassen.

www.orf.at

27.02.08

 

Der beste Freund des Menschen legt beim Lernen erstaunliche kognitive Fähigkeiten an den Tag. Das belegen jetzt Tests der Universität Wien.  

Die Forscher zeigten: Hunde äffen nicht nur nach, sondern überlegen sich genau, was Sinn macht – und umgekehrt: welche Fertigkeit sie lieber nicht vom Menschen übernehmen. Für Verhaltensforscher ist das höchst erstaunlich. Sie kennen das Phänomen der „selektiven Imitation“ sonst nur von Kindern.
Das Forscherteam um Friederike Range brachte den Hunden bei, eine Futterbox zu öffnen. Um an die Leckerli zu kommen, mussten die Hunde auf einen Knüppel drücken. Fast alle bewerkstelligten das auf Hundeart: mit dem Maul. Bis auf eine Ausnahme, eine Hündin, die den Stock mit der Pfote bewegte – genau so, wie die Forscher ihr es zuvor antrainiert hatten. Die anderen Hunde imitierten die neue Technik mit Begeisterung – allerdings nur als Alternative, wenn sie ihre Schnauze nicht frei hatten, weil beispielsweise Spielzeug zwischen den Zähnen klemmte. Andernfalls zogen die Tiere die bequemere Variante vor – sie schnappten sich den Stock mit dem Maul. So simpel der Versuch zu sein scheint – den Forschern verrät er Erstaunliches: „Hunde denken zielstrebig. Sie beurteilen für sich, welches Verhalten Sinn macht. Entsprechend wählerisch benehmen sie sich beim Imitieren. Im Tierreich gibt es das so noch nicht“, schreibt Range in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Current Biology“.
 
Die wahren Meister im Nachäffen sind aber Menschenkinder. Forscher des Max-Planck-Instituts für Anthropologie in Leipzig nennen es den „Ratschen-Effekt“. Der ermögliche Menschen, kulturell auf dem aufzubauen, was Generationen vor ihnen erlernt haben – ähnlich wie sich eine Ratsche zwar einen Zacken vor-, aber nicht mehr zurückdrehen lässt. Kinder lernen demnach etwas, was sich die Menschheit zuvor in Tausenden von Jahren angeeignet hat. Diese Evolution von Kultur gibt es nur beim Menschen.

http://www.welt.de/wissenschaft/article836465/Hunde_ahmen_nur_sinnvolle_Dinge_nach.html

 

Wer Angst vor Hunden hat, sollte sich bei Begegnungen mit Vierbeinern ruhig verhalten und den Körper zur Seite drehen. Das sagt ein Hamburger Hundetrainer. Viele Unfälle mit Hunden passieren, weil Besitzer die Körpersprache der Tiere nicht verstehen. Bei extremer Furcht hilft nur ein Psychotherapeut.

Hunde lassen sich durch Ignorieren gut auf Abstand halten. Rast ein Vierbeiner, egal ob in überschwänglicher Freude oder aggressiv, auf einen zu, gilt: stehen bleiben, ruhig verhalten und den Körper zur Seite drehen – dabei auf keinen Fall das Tier anschauen. „Das seitliche Wegdrehen ist in der Sprache der Hunde eine beschwichtigende Haltung und signalisiert Frieden“, erklärt der Hamburger Hundetrainer Benedikt Schmitz. Falsch sei es, dem Tier direkt in die Augen zu schauen. „Vor allem aggressive Hunde fühlen sich herausgefordert und nutzen dann ihre Überlegenheit aus“, sagt Schmitz. Er appelliert an die Hundebesitzer, sich mehr mit der „Tiersprache“ zu beschäftigen. 

 Während zum Beispiel schnelles Schwanzwedeln Freude bedeutet, zeugt langsames Wedeln von Unsicherheit, erklärt Hans Haltermeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau. Für die Ohren gilt: Sind sie nach vorne oder zur Seite gestellt, bedeutet das immer Aufmerksamkeit, es kann aber auch ein Zeichen für Angriffsbereitschaft sein - dann sollte man vorsichtig sein. 

Die meisten Menschen verstünden die Botschaften nicht, die das Rudeltier über Ohren, Augen, Rute und Schnauze zum Ausdruck bringt. „95 Prozent aller Hundebisse sind auf das Fehlverhalten von Menschen zurückzuführen“, so Hundetrainer Schmitz. So sei die schlimmste Reaktion laut zu schreien und wegzulaufen, erklärt Haltermeier. Denn das würde dem Beuteschema des Hundes entsprechen und ihn reizen, zuzubeißen.

Angst vor Hunden lässt sich aber behandeln. Die Lösung: bewusst mit Hunden konfrontieren. So kann man zum Beispiel einen Hundesitter bei seiner Arbeit begleiten, um die Angst besser in den Griff zu bekommen. Wer aber so starke Angst vor Hunden hat, dass er sich kaum noch aus dem Haus traut, sollte eine Therapie bei einem spezialisierten Psychotherapeuten oder Verhaltenstrainer machen.

http://www.welt.de/wissenschaft/article1721283/.html#reqNL

27.02.08