Ab Juni 2008 gilt für alle Hunde Chip-Pflicht. Durch diesen Chip unter der Haut mit relevanten Informationen können Tiere ihren Haltern einfacher zugeordnet werden. Die Daten sind in einer zentralen Datenbank gespeichert

Winziger Informationsträger
Der winzige Mikrochip, auf dem verschiedene Buchstaben und Zahlenkombinationen enthalten sind, wird dem Tier mittels Injektionsnadel unter die Haut gesetzt. Außerdem muss ein Formular ausgefüllt und an eine Datenbank, die von jedem Computer aus abrufbar ist, gesendet werden.

Dadurch soll gewährleistet werden, dass Tiere nicht mehr so leicht ausgesetzt werden beziehungsweise Tierhalter innerhalb kürzester Zeit festgestellt werden können.  
     
Noch nicht verbreitet
Derzeit seien im Burgenland, wo das Chipen von Hunden noch nicht Pflicht ist, Schätzungen zufolge erst rund zehn Prozent mit einer derartigen Marke versehen, sagt Peter Karall, Vizepräsident der Tierärztekammer.  
     
     
Pass und Chip
Derzeit tragen meist nur Rassehunde oder Hunde, die mit ihren Besitzern ins Ausland reisen, einen Mikrochip. Bei Auslandsreisen ist nämlich ein gültiger Heimtierpass mit der Nummer des Chips notwendig.

Könne der Besitzer Pass und Chip nicht vorweisen, gelte es als ein illegaler Import, der nicht stattfinden dürfe, so Karall.  
     
Suche online
"Der größere Nutzen aber - nicht nur, um die Identität des Tieres festzustellen - ist der, dass ab 2009 die Hunde nicht nur gechipt werden müssen. Sondern sie müssen auch in einer zentralen internationalen Datenbank registriert sein, sodass man dann rund um die Uhr über Internet online kurzfristig abfragen kann, wem ein herrenloses Tier gehört und der Besitzer dann ausfindig gemacht werden kann", so der Tierarzt.  
     
     
50 bis 60 Euro pro Hund
Wie realistisch die Registrierung aller Hunde ist, wird sich in Zukunft zeigen, denn sie ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Das Chipen und Registrieren eines Hundes kostet zwischen 50 und 60 Euro. Kosten, die sich nicht jeder Tierhalter leisten will.

Vor allem auf dem Land könnte es gravierende Probleme geben. Denn dort gibt es oft Hunde, die zwar gefüttert werden, aber trotzdem niemandem gehören, wenn für sie bezahlt werden soll.

http://burgenland.orf.at/stories/247251/

05.01.2007

 

Jedes Jahr werden in Österreich viele tausend Katzenbabies erschlagen,
ertränkt oder vergiftet.

Auf dem Lande ist es eine alte "Tradition" den
Katzenüberschuss auf diese Weise zu beseitigen. Dabei wäre dies nicht
nötig. In Österreich gilt für alle Katzen mit Zugang ins Freie die
Kastrationspflicht. Nur für Bauernhofkatzen nicht! Man könne den Bauern
die Kosten für die Kastration nicht zumuten.
Diese Ausnahme ist der Hauptgrund dafür, weshalb das Streunerproblem in
Österreich nicht nachhaltig gelöst werden kann.

Bitte unterstützt die folgende Petition für eine längst überfällige
Änderung der 2. Tierhalteverordnung:


http://www.streunerkatzen.org/petition

10.01.2007

 

Russland - Die Nagetiere waren in Moskau ausverkauft
Ratten als Glücksbringer fürs neue Jahr waren in Moskau so beliebt, dass die Nagetiere binnen kurzer Zeit in den Tierhandlungen ausverkauft waren. Vor allem champagnerfarbene Ratten waren der Renner als Neujahrsgeschenk - inklusive Kleidung und Spielzeugen.
In Russland begeistern sich viele Menschen für die Astrologie aus dem Nachbarland China. 2008 ist das chinesische Jahr der Ratte - und dieses Jahr verheißt Gutes. Russische Zeitungen brachten tagelang Features über chinesische Astrologie, Tipps für die Rattenpflege und Interviews mit Forschern über die Klugheit und Treue der Ratten.
Weil die Nager so schnell ausverkauft waren, griffen viele Moskauer ersatzweise zu Hamstern und Mäusen. Tierärzte äußerten sich besorgt über den Boom - sie befürchten, dass viele Tiere in den nächsten Wochen einfach ausgesetzt werden

www.kurier.at

02.01.2008

 

Florierender Handel mit billigen Hunden aus Osteuropa.
Weihnachten steht vor der Tür, und der sehnlichste Wunsch vieler Kinder ist dabei oft ein Haustier. Doch die Tierschutzorganisation Vier Pfoten warnt eindringlich vor einem übereilten Kauf - und das nicht nur wegen des nötigen Pflege- und Zeitaufwands. Vielmehr ist den Tierschützern der mittlerweile florierende Schwarzhandel mit Hundewelpen ein Dorn im Auge.

Seit einiger Zeit boomt der Handel mit billigen Rassehunden aus Osteuropa. Die Tiere stammen nach Angaben von Experten aus riesigen Zuchtfabriken etwa in Rumänien oder Ungarn, sind gequält, krank, psychisch gestört und nicht geimpft.

Boom durch Schengen-Erweiterung?
Mit der Erweiterung des Schengen-Abkommens und dem Wegfall der Grenzkontrollen Ende Dezember wird der Handel mit der Ware Hund weiter aufblühen, befürchten Tierschützer. Als erstes Land hat Österreich auf die "Hundemafia" reagiert und mit Beginn 2008 den Handel mit Tieren auf öffentlichen Plätzen verboten.

Da die Hunde auch im Internet angeboten werden, versprechen sich die Tierschützer jedoch von dem neuen Gesetz nicht allzu viel.

Einfuhr illegal
"Die Kontrollen waren schon vorher schlecht, mit der Schengen-Erweiterung fallen sie völlig weg", sagt Philipp Strohm von Vier Pfoten in Österreich. Obwohl die Einfuhr der Hunde ohne die von der EU vorgeschriebenen Impfungen, einen Chip und einen Heimtierpass illegal sei, würden die Händler fast nie aufgehalten.

Bis zu 30 Hundelieferungen mit zig Tieren im Kofferraum gehen seinen Schätzungen nach täglich allein über die österreichische Grenze.

Deals auf dem Parkplatz
Der Schnäppchenpreis und das niedliche Welpengesicht verführen viele Menschen, beim Wochenendeinkauf auf dem Supermarkt-Parkplatz mal eben unüberlegt ein Hundebaby mit einzupacken, bestätigen Züchter.

150 statt 1.500 Euro
"Die Tiere kosten nur ein Zehntel des normalen Preises", sagt die Sprecherin des österreichischen Kynologenverbandes, Katja Wolf.

Während künftige Herrchen oder Frauchen bei einem seriösen Händler beispielsweise für einen kleinen Golden Retriever zwischen 1.500 und 2.000 Euro ausgeben müssten, sei der Ostimport bereits für 150 Euro zu haben.

Kostenlawine folgt
Doch mit dem Tier zum Diskontpreis kommen auch die Probleme. "Die Hunde bringen Krankheiten wie Staupe nach Österreich, die es hier kaum noch gegeben hat", sagt ein Wiener Amtstierarzt. Die Behandlung der meist kranken Tieren koste dann mehr, als der Besitzer für einen gesunden Hund hätte zahlen müssen.

Zu früh von Muttertier getrennt
In Österreich dürfen Welpen erst nach acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Das ist die Phase, in der sie die entscheidenden Prägungen erfahren. In den Hundefarmen werden die Welpen dagegen viel früher vom Muttertier getrennt.

Ohne Kontakt mit der Mutter entwickeln die Kleinen oft lebenslang anhaltende Verhaltensstörungen und reagieren oft ängstlich-aggressiv.

Als Folge landen viele nach wenigen Tagen in den immer voller werdenden Tierheimen. "Es ist traurig, mit wie wenig Verstand sich die Leute oft einen Hund kaufen", sagt Strohm.

Nur wenige überleben
Von den Importwelpen erleben nur wenige ihren ersten Geburtstag. Nach Schilderung der Züchterin sehen die Händler die Hunde als reine Ware, die es so billig wie möglich zu produzieren gilt: "Wenn eine Hündin es nach mehreren Würfen nicht mehr bringt oder Komplikationen bei einer Geburt hat, wird sie mit den Welpen schlichtweg entsorgt", sagt Wolf.

Auch die übrig gebliebenen Tiere nach einer Verkaufstour im Kofferraum werden ihrer Schilderung nach umgebracht: "Der Hund ist für die Händler nur etwas wert, solange er niedlich und klein ist - und das ist er eben nur wenige Wochen lang nach der Geburt."

21.12.2007

 

Wer einen Vierbeiner besitzt, kauft ihm in der Regel auch Spielzeug.
Das untermauern Zahlen, die der Zentralverband Zoologischer
Fachbetriebe (ZZF) erhoben hat.

"Tierspielzeug ist ein starker Umsatzbringer", sagt Jörg Türk,
stellvertretender Geschäftsführer des ZZF, und er verhehlt auch
nicht die Schattenseiten des Gewerbes: "Es ist ein Problem, dass
vieles auf den Markt kommt, das mit dem Tierschutz nicht ganz
vereinbar ist." Dem versucht der ZZF zusammen mit dem
Industrieverband Heimtierbedarf (IVH), mit einer "Checkliste über
tierschutzwidriges Zubehör" (im Internet unter www.zzf.de -> Tier-
/Naturschutz) entgegenzusteuern.

ÖKO-TEST wollte wissen, welche Schadstoffe in Tierspielsachen für
Hunde und Katzen stecken. Dafür haben wir 17 Produkte eingekauft und
in verschiedenen Testlaboren untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Die meisten Tierspielsachen gehören nicht in die Pfoten, geschweige
denn zwischen die Zähne von Tieren: Mehr als die Hälfte der Produkte
ist so stark mit Schadstoffen belastet, dass sie mit "ungenügend"
oder "mangelhaft" abschneidet. Bei lediglich drei Spielsachen können
wir im Hinblick auf die Inhaltsstoffe ein "sehr gut" oder "gut"
attestieren.

Die Mehrheit der Produkte enthält zumindest Spuren polyzyklischer
aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK). In zwei Spielsachen stecken
problematische Konzentrationen des zu dieser Stoffgruppe gehörenden
Benzo(a)pyren, das sich im Tierversuch erwiesenermaßen als
krebserzeugend, erbgutverändernd und fruchtschädigend herausgestellt
hat. Daneben fanden sich weitere PAK, die die US-Umweltbehörde EPA
in eine 16 Verbindungen umfassende Liste aufgenommen hat.

In fünf Produkten fand das Testlabor große Mengen bedenklicher
Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate. Während die meisten
Verbindungen in Kinderspielzeug verboten sind, fehlen für
Tierspielsachen entsprechende Regelungen. Problematisch ist dies
auch, da zwischen Mensch und Hunden sowie Katzen nach Auskunft der
Tierärztlichen Hochschule Hannover kein großer Unterschied in der
Schadstoffverträglichkeit besteht.

In drei Produkten fand das Testlabor hohe Mengen Bisphenol A oder
Nonylphenol. Bisphenol A wirkt im Tierversuch hormonell. In sehr
geringer Konzentration hat sich die Substanz zudem in einer
Einzelstudie auch als erbgutschädigend erwiesen. Nonylphenol greift
die Haut an, wirkt im Körper als Hormon und wird für Missbildungen
und Fruchtbarkeitsstörungen verantwortlich gemacht.

ökotest-jahrbuch 2008