Ein Hund auf drei Beinen erweckt meist den Eindruck, dass er gut mit dieser Einschränkung leben kann. Tiere mit einem Handicap scheinen mit ihrer Behinderung nicht zu hadern. Ganz im Gegenteil: Sie strahlen eher Lebensfreude aus.

Häufig stimmt das für den Augenblick, doch auf lange Sicht trügt der Eindruck. Denn dauerhafte Belastungen, bei denen zum Beispiel ein Bein allein die Funktionen erfüllen muss, die normalerweise von zweien übernommen werden, haben meistens schwerwiegende Haltungsschäden und Arthrosen zur Folge.

Der Orthopädietechnikermeister Dieter Pfaff hilft, solche Schäden zu vermeiden. Seine erste Stützschiene fertigte er eher nebenbei für seinen eigenen Hund nach einer Verletzung an. Spaziergänger sprachen ihn darauf an, und Dieter Pfaff begann, sich eingehend mit der neuen Materie zu beschäftigen: orthopädische Hilfen für Tiere. Heute sind 95 Prozent seiner Kunden Tierhalter, Hilfen für Menschen machen inzwischen den geringeren Teil seiner Aufträge aus.

Lösungen gibt es für fast jedes Problem: Ob bei Amputationen, Durchtrittigkeit, Lähmungen an Beinen oder an der Wirbelsäule oder als Wundschutz – helfen können sowohl Prothesen, die fehlende Gliedmaßen ersetzen, als auch Orthesen, also Stützschienen, die stabilisierend und schützend auf den Bewegungsapparat wirken.

Bei Hunden ist das leicht vorstellbar. Dass allerdings auch Katzen damit bestens klarkommen können, ist weniger bekannt. Somalikatze Afishetu hatte sich in einem Netz beide Hinterpfoten abgeschnürt. Ein normales Katzenleben war für sie kaum mehr möglich. Doch mit zwei Prothesen an den Hinterläufen, die Dieter Pfaff anfertigte, kann sich die Katze wie eine ganz „normale“ Freigängerkatze bewegen. Mit den Prothesen läuft, springt und spielt Afishetu fast so, als wären ihre Beine komplett. Die Prothesen sind für jedes Wetter geeignet, eine Einschränkung ist kaum zu bemerken.

Der wesentliche Vorteil von Prothesen ist die Vermeidung von Langzeitschäden. Knochenprobleme, offene Wunden, Verschiebungen des Bewegungsapparates, Arthrosen und Fehlstellungen können wirksam vermieden werden. Tiere mit orthopädischen Hilfen können ebenso alt werden wie ihre gesunden Artgenossen.

 

Bis heute hat Dieter Pfaff vielen Tieren helfen können, selbst ein Esel und ein Storch waren darunter. Anfragen gab es auch schon für Pferde und sogar für einen Hahn. Prothesen kosten bei der Herstellung circa 200 bis 800 Euro, je nach Größe und technischem Aufwand. Viele Lösungen sind Spezialentwicklungen von Dieter Pfaff für besondere Probleme.

 

Doch so gerne Dieter Pfaff den Tieren hilft – eines macht ihm Sorgen: Nach seiner Einschätzung werden bei Tieren Gliedmaßen häufig zu schnell und meistens viel zu großzügig amputiert. Dem Orthopädietechniker sind damit aber sehr häufig die Möglichkeiten genommen, eine Prothese anzupassen. Denn je mehr von der beeinträchtigten Gliedmaße erhalten bleibt, desto besser ist die Befestigungsmöglichkeit für eine Hilfe.

ie Physiotherapie bei Tieren ist inzwischen eine ernst zu nehmende Disziplin. Im Sinne der Tiere könnte auch die Orthopädietechnik einen festen Stellenwert im Behandlungskatalog bei Tieren bekommen. Eine Rücksprache von Ärzten mit dem Orthopädietechniker könnte zum Beispiel bessere Entscheidungen darüber ermöglichen, wie viel einer betroffenen Gliedmaße tatsächlich amputiert werden muss.

Wie sehr solche Hilfen den Tieren dann schließlich zugutekommen können, ist an Katze Afishetu und auch an Mischlingsrüde Aquiles, dem Tierheimhund, eindrucksvoll zu sehen. Inzwischen hat Aquiles übrigens mit seiner neuen Prothese ein ganz wunderbares neues Zuhause gefunden.

 

Autor:
Uli Pförtner


http://www.wdr.de/tv/servicezeit/tiere_suchen/sendungsbeitraege/2010/0516/00_prothesen_fuer_tiere.jsp 


Sonntag, 16. Mai 2010

 

Utl.: Reflektoren schützen Hunde in der dunklen Jahreszeit =

Wien (OTS) - Am kommenden Sonntag werden die Uhren um eine Stunde
zurückgestellt, und es wird abends noch früher dunkel. Damit Hunde
sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen, empfiehlt die
Tierschutzstiftung VIER PFOTEN reflektierendes Brustgeschirr.

 

Für Hunde gibt es im Handel blinkendes und extra stark
reflektierendes Brustgeschirr sowie Halsbänder und Leuchtwesten.
Damit fällt das Tier im Straßenverkehr bereits von Weitem auf und ist
weniger durch Autos oder Fahrradfahrer gefährdet. VIER PFOTEN rät zu
Brustgeschirr, da Hunde die an der Leine ziehen durch Halsbänder
verletzt werden können.

   Reflektoren und sogenannte "Blinkis" aller Art sollten jedoch nur
im Straßenverkehr benutzt werden. "Die Lichtreize irritieren Hunde
untereinander und können zu Kommunikationsproblemen führen", sagt
Martina Schnell, Heimtier-Referentin von VIER PFOTEN. "Doch soziale
Kontakte mit Artgenossen sind sehr wichtig für die Hundepsyche, sie
brauchen Zeit zum Spielen und ungezwungenen Toben. Der
verantwortungsbewusste Hundehalter sollte daher seinem Hund auf
Freilaufflächen Halsband und Geschirr abnehmen."

Rückfragehinweis:
   Jürgen Faulmann
   Kampagnenleiter VIER PFOTEN
   Tel: 01 545 50 20 - 0

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Utl.: Tierfreunde werden bei Hundekauf Opfer eines Internet-Betruges =

   Wien (OTS) - Obwohl das Problem schon seit einigen Jahren besteht
kommt es in letzter Zeit wieder verstärkt zu Emails und
Foren-Postings im Internet, bei dem Hunde von Züchtern aus
Afrikanischen Staaten, vor allem Kamerun, angeboten werden.
Rassenhunde werden für einen Bruchteil des Marktwertes angeboten,
teilweise sollen die Tierfreunde sogar nur die Reisekosten
übernehmen.

 

Allerdings bleibt es nicht bei den Reisekosten. Nach und nach
werden andere Kosten eingefordert, wie z.B. Tierarztbesuche,
Versicherungen oder Medikamente. Die Kosten steigern sich oft auf
mehrere Tausend Euro, ohne das die neuen Besitzer mehr als ein Foto
des Hundes gesehen haben. Oft handelt es sich bei den Fotos um Bilder
aus dem Internet.

Mehr als Internet-Foto gibt es nicht

   Bei dem Foto eines Hundes bleibt es dann auch. Die Tierfreunde
erhalten den Hund nie, trotz den hohen Ausgaben. Oft probieren die
Betrüger noch einmal an Geld zu kommen, mit der Behauptung das der
Hund beim Transport am Zoll aufgehalten wurde. Spätestens dann wird
es den meisten Leuten klar, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen
sind. Allerdings ist das Geld bis dahin weg, und die Betrüger
unauffindbar.

   "In unseren Nachbarländern Deutschland und Ungarn werden Leute in
letzter Zeit vermehrt Opfer dieser gewissenlosen Betrüger," so
Johanna Stadler-Wolffersgrün, Programmleiterin der internationalen
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. "Die internationale Kriminalität
nutzt reuelos Menschen aus, die ein Herz für Tiere haben."

Augen auf beim Hundekauf

   Wer ein Herz für Tiere hat und auf der sicheren Seite sein will
besorgt sich ein Tier aus dem Tierheim, so Stadler-Wolffersgrün
weiter. Hier findet man auch Rassenhunde die sehnlichst auf neue
Halter warten. Zudem kann man die Tiere kennen lernen, bevor man sich
auf die finanzielle und emotionale Verpflichtungen des Hundehaltens
einlässt. Information zum Hundekauf bietet die VIER PFOTEN Website
www.vierpfoten.at.

Rückfragehinweis:
   Dylan Whiting
   Pressesprecher VIER PFOTEN
   Tel: 0664 308 63 03
   Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Utl.: Der Österreichische Tierschutzverein fordert ein Verbot von
      gewerblichen Haustiertransporten =

   Wien (OTS) - Künftig werden schlaue Tierhändler sich einfach an
der österreichischen Grenze erwischen lassen, die Österreicher
wickeln den Verkauf ab und der ausländische Züchter kassiert. Hier
scheint eine massive Gesetzeslücke vorhanden zu sein, denn die
Tiertransporte sind so gut wie nie in Ordnung, dafür noch Geld
zurückzuzahlen ist ein glatter Schlag ins Gesicht für den Tierschutz.

 

Immer noch floriert der Handel mit Welpen, die entweder nach
Österreich importiert oder lediglich durchgeschleust werden.
Leider viel zu selten wird ein Transport gestoppt und kontrolliert
und fast immer stellt sich heraus - die Tiere sind zu jung und krank.
So auch beim letzen Transport mit 137 Welpen, der in Rudersdorf
angehalten wurde auf dem Weg von der Slowakei nach Spanien - das
Unfassbare: Die Hunde wurden von der zuständigen Behörde über einen
Tierschutzverein verkauft und der Erlös abzüglich aller Kosten
entfällt an den Züchter in der Slowakei.

   Das Gleiche Spiel bei einem Hundetransport aus Ungarn -
Bestimmungsland Italien, hier behielt die Bezirkshauptmannschaft
Jennersdorf den Erlös abzüglich Behandlungskosten etc. als
Sicherheitsleistung für die noch zu verhängenden Strafen ein.

   Der Österreichische Tierschutzverein hat eine diesbezügliche
Anfrage an das Ministerium gestellt und fordert gleichzeitig ein
Verbot von Haustiertransporten für gewerbliche Zwecke.

Rückfragehinweis:
   Österreichischer Tierschutzverein
   Marion Löcker
   01/8973346
   www.tierschutzverein.at

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Leider keine Seltenheit: Unendlich lange Wochen des Wartens und der Qual für Tier und Mensch müssen manchmal vergehen, bis manche Katze nach langem Suchen dann doch endlich gefunden wird. Im aktuellen Fall war die Katze nach sechseinhalb Wochen im Öl-Keller des Nachbargrundstückes gefunden wurde. Das Tier war offensichtlich durch ein offenes Glasbausteinfenster in den Keller geraten und konnte sich selbst nicht mehr befreien. Erst im Todeskampf gab das Tier dann Laute von sich und wurde daraufhin entdeckt. Obwohl der angrenzende Waschraum fast täglich benutzt wurde, haben die Bewohner nichts von der Katze gemerkt. „Katzen melden sich nicht einfach wie ein Hund“, weiß Evelyn Weilbächer aus jahrelanger Erfahrung in der TASSO Notrufzentrale. Wenn  das Tier eingesperrt ist, hilft ein Rufen so gut wie gar nichts. Eine Katze verkriecht sich in der Regel verschreckt in den letzten Winkel. Zirka 60 Prozent aller vermissten Katzen sind laut Erfahrung der Tierschutzorganisation TASSO in Kellern, Garagen oder Schuppen eingesperrt. Da hilft nur ein intensives Suchen.

TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 ● 65795 Hattersheim ● Germany
 Telefon: +49 (0) 6190.937300 ● Telefax: +49 (0) 6190.937400
 eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ● HomePage: www.tasso.net