Fetales Kälberserum (FKS) wird als Nährlösung zur Kultivierung von Zellen genutzt. Seine Gewinnung ist extrem grausam. Dabei gibt es längst ethisch einwandfreie Nährmedien, die etwa aus abgelaufenen Blutspenden hergestellt werden. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche will auf diesen Missstand aufmerksam machen und Zellkulturforscher zum Umdenken bewegen.

In der EU müssen gemäß der Chemikalienverordnung (kurz REACH genannt) Chemikalien auf ihre Sicherheit getestet werden. Leider sind hierfür noch immer Tierversuche vorgesehen.
Doch bevor eine Firma zur Beurteilung ihrer Chemikalien Tests an Tieren durchführen darf, müssen diese von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) öffentlich gemacht werden. Danach besteht 45 Tage lang die Möglichkeit, diese Tests zu beeinspruchen. Um dies erfolgreich zu gewährleisten ist sowohl ExpertInnenwissen gefragt als auch umfangreiche Erfahrung für die aufwendige Recherchearbeit vonnöten.

Extreme Abmagerung bei Mäusen mit künstlich ausgelösten Tumoren, infizierte Mäuse, deren Sterbeprozess tagelang dauert, Ratten, die bis zur Erschöpfung schwimmen müssen. Zwei Drittel solcher laut EU „schwer belastenden“ Tierversuche wurden von deutschen Forschern zu niedrig eingestuft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, in der Fachzeitschrift ALTEX erschienenen Studie des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche.

Die japanische Regierung hat die Fangquote für Sei- und Zwergwale erhöht. Der Fang der Seiwale ist überhaupt illegal, weil es hierzu keine Ausnahmegenehmigung (im Rahmen des sogenannten wissenschaftlichen Walfanges zum Zwecke der Forschung) gibt. Nun haben die EU-Mitgliedstatten der IWC Japan aufgefordert, den Walfang einzustellen.

Mit 1. Juli 2017 tritt die Nichtpatentierbarkeit konventionell gezüchteter Pflanzen und Tiere in Kraft. Aber: mit Schlupflöcher.