Wieder einmal gibt es einen tragischen Vorfall bei der Testung eines Medikaments in einer klinischen Studie. 19 Babys starben nach der Geburt, nachdem ihren schwangeren Müttern der Viagra-Wirkstoff Sildenafil verabreicht wurde. Dieser sollte die Wachstumsstörungen der Ungeborenen verbessern. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hält es für unverantwortlich, dass solch eine riskante Studie überhaupt zugelassen wurde, denn Tierversuche zu diesem Thema liefern seit vielen Jahren und bei unterschiedlichen Tierarten widersprüchliche Forschungsergebnisse.

Intelligente Computer errechnen die Giftigkeit von neuen Chemikalien anhand von Daten einer riesigen Datenbank. Das geniale System hat ein Team um den Toxikologen Dr. Dr. med. Thomas Hartung von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore entwickelt.

Der neue Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG (VW) Herbert Diess teilte der Tierrechtsorganisation PETA Anfang Juni 2018 schriftlich mit, dass das Unternehmen "keine Tierversuche mehr durchführen wird, sofern keine zwingenden - zum Beispiel gesetzliche - Gründe diese erforderlich machen". Weiters wird VW dies auch in die Ethikrichtlinien („Code of Conduct“) mit aufnehmen, was noch heuer passieren soll.

Alle Versuchs-, Studien- und Forschungsprojekte, in die VW involviert ist, werden noch überprüft. Allein in Deutschland unterhält VW beinahe 1.300 Kooperationen mit mehr als 100 Hochschulen und über 60 Forschungsinstituten. Auch diese Überprüfung soll noch heuer abgeschlossen werden.

In Deutschland werden in der zurzeit weltweit einzigartigen Datenbank „AnimalTestInfo“ des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) allgemeinverständliche Zusammenfassungen über alle genehmigten Tierversuchsvorhaben veröffentlicht. Mithilfe dieser durchsuchbaren Datenbank wird die Öffentlichkeit leicht zugänglich und transparent über Tierversuche informiert.

Fetales Kälberserum (FKS) wird als Nährlösung zur Kultivierung von Zellen genutzt. Seine Gewinnung ist extrem grausam. Dabei gibt es längst ethisch einwandfreie Nährmedien, die etwa aus abgelaufenen Blutspenden hergestellt werden. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche will auf diesen Missstand aufmerksam machen und Zellkulturforscher zum Umdenken bewegen.