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In der EU müssen gemäß der Chemikalienverordnung (kurz REACH genannt) Chemikalien auf ihre Sicherheit getestet werden. Leider sind hierfür noch immer Tierversuche vorgesehen.
Doch bevor eine Firma zur Beurteilung ihrer Chemikalien Tests an Tieren durchführen darf, müssen diese von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) öffentlich gemacht werden. Danach besteht 45 Tage lang die Möglichkeit, diese Tests zu beeinspruchen. Um dies erfolgreich zu gewährleisten ist sowohl ExpertInnenwissen gefragt als auch umfangreiche Erfahrung für die aufwendige Recherchearbeit vonnöten.

 

Deshalb setzt unser europäischer Dachverband gegen Tierversuche, die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), seit Jahren ToxikologInnen für diese Tätigkeit ein, die von den 25 Partnerorganisationen, selbstredend auch von uns - dem Internationalen Bund der Tierversuchsgegner (IBT) - unterstützt werden.
Bislang konnten die ExpertInnen der ECEAE 540 Testvorhaben kommentieren, wovon sie in 50 erfolgreich waren, sodass diese Tierversuche nicht durchgeführt wurden und dabei über 35.000 Tieren der grausame Vergiftungstod erspart werden konnte.
Weitere Tierversuche konnten verhindert werden, indem z.B. Firmen gemeinsam mit den ExpertInnen der ECEAE gegen Auflagen der EU-Chemikalienagentur, die Tierversuche verursacht hätten, vorgingen.
Auch konnten die TierversuchsgegnerInnen erreichen, dass im Mai 2016 der Haut- und Augenreizungstest an Kaninchen aus REACH gestrichen wurde. Diese Maßnahme rettet 18.000 Kaninchen vor dem Labortod.
Wir bedanken uns im Namen der geretteten Tiere bei den ExpertInnen für diese erfolgreiche Bilanz.