Vor allem aufgrund der eingefahrenen Strukturen (auch Denk- und Geistesstrukturen) und der mangelnden Ausbildung hinsichtlich der Anwendung von anderen Methoden als die des Tierversuches. (Ein Tierexperimentator ist spezialisiert auf das Tiermodell und nicht z.B. auf Computer- oder statistische Rechenmodelle.)
Und auch: weil sich Tierversuche leicht manipulieren lassen (siehe dazu Antwort zu Punkt 9).
Auch stützen sich viele Hersteller (von Medikamenten oder auch anderen Produkten wie etwa Lacke oder Stoffen wie etwa Lebensmittelzusatzstoffe) gerne auf Tierversuchsergebnisse aufgrund der Produkthaftungsregelung. Denn unter Berufung auf die durchgeführten Tierversuche entziehen sich bei uns die Firmen relativ leicht einer eventuellen Haftungsklage durch eine durch das Produkt geschädigte Person.
Sie argumentieren damit, dass ihre durchgeführten Tests z.B. an Ratten keine unerwünschten (Neben-) Wirkungen wie etwa eine allergische Reaktion, so wie sie von der geschädigten/klagenden Person behauptet werden, ergeben haben.
Dabei können sie durchaus verschweigen, dass dieselben Tests z.B. an Meerschweinchen sehr wohl allergische Reaktionen ausgelöst haben. Da sind wir dann wieder beim Thema der Manipulierbarkeit von Tierversuchsergebnissen wie bei der Frage Welche Unternehmen profitieren am meisten von den Versuchen am Tier? ausgeführt.

Siehe dazu auch Der wahre Zweck von Tierversuchsstudien