In erster Linie, weil die meisten Forschungsgelder noch immer in Forschungsprojekte, die Tierversuche beinhalten, fließen und nur ein ganz geringer Bruchteil in die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Ersatzmethoden. Auf diese Weise kann und wird der Wettlauf „Tierversuch – tierfreie Methode“ nie gewonnen werden. (Zum Vergleich: Ich kann nicht das meiste Geld in die Atomforschung stecken und erwarten, dass dann alternative Energieformen herauskommen und angewendet werden.)

Auch erfolgt die Validierung und letztlich die behördliche Anerkennung einer Ersatzmethode sehr schleppend. (Und nur nebenbei: Der Tierversuch selber wurde nie einer Validierung unterzogen.)

Auch werden laufend (neue) Substanzen/Chemikalien auf neue Eigenschaften/Wirkungen hin untersucht.

Auch die Grundlagenforschung bedient sich gerne der Tiere, da man auf diese Weise relativ leicht ein Projekt durchführen und über dessen Ergebnisse publizieren kann. Genehmigt und gefördert wird dies vor allem aufgrund der großmundigen Heilsversprechen der Projektanträger/Forscher (Heilung von Aids, Krebs, Alzheimer). Ob diese jedoch auch eingelöst werden, ist bislang nicht systematisch überprüft worden.

Auch boomen die Tierversuche insbesondere innerhalb moderner, neuer Technologien wie etwa der Gentechnik und Nano(bio)technolgie.