Die derzeit geltenden gesetzlichen Bestimmungen reglementieren lediglich das Tierversuchswesen. Der Tierversuch an sich wird nicht – weder aus ethisch-moralischer noch aus wissenschaftlich-methodischer Sicht – hinterfragt. Es gibt keine Ausstiegsszenarien. Die jetzigen gesetzlichen Regelungen haben nicht das Potential, Tierversuche zumindest zu verringern (obwohl dieses Lippenbekenntnis immer wieder abgelegt wird), geschweige denn überflüssig zu machen.
Wir fordern gesetzliche Regelungen, die konkrete Vorgaben zur Verminderung und zur Abschaffung der Tierversuche beinhalten. Z.B. einen Zeitplan für einen etappenweisen Ausstieg aus allen Tierversuchen mit Primaten oder ein Verbot von Eingriffen, bei denen es zu länger andauernden und nicht zu lindernden starken Schmerzen, schweren Leiden oder Ängsten kommt oder einer rückblickenden Bewertung aller Tierversuche (wurde das vorgegebene Ziel auch erreicht?).
Aus diesem Grund unterstützten wir die derzeit laufende EU-Bürgerinitiative, die eine Reform der EU-Tierversuchsrichtlinie und einen Ausstieg aus den Tierversuchen anstrebt.