Gerade im Bereich der Aus- und Weiterbildung stehen ausreichend Ersatzmethoden* zu Verfügung, so dass hier sofort gänzlich auf Tierversuche verzichtet werden könnte.
Mit einem Umstieg von den Tierversuchen auf die Ersatzmethoden wäre keineswegs die Lehrfreiheit gefährdet, wie oft behauptet wird, weil nicht die Lehrinhalte, sondern die Methodik der Vermittlung geändert wird.

* Beispiele für Ersatzmethoden:
Computersimulationen, die meist interaktiv gestaltet sind, simulieren etwa die Organfunktion und veranschaulichen sehr gut die physiologischen Zusammenhänge. Plastikmodelle von Menschen, Tieren und Organen. Eigens entwickelte Modelle, z.B. das von Wolfgang Künzel von der Veterinärmedizinischen Universität Wien entwickelte Übungsphantom für die rektale Untersuchung des Pferdes oder ein von der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie entwickeltes vollsynthetisches Trainingsmodell für die Koronarchirurgie. Schmerzlose Selbstversuche, z.B. eigene Blutabnahme oder mit dem Myographen zur Muskelelektrik und -mechanik etwa. Die Verwendung von Tieren, die eines natürliches Todes oder durch Unfälle gestorben sind oder wegen unheilbarer Krankheiten in Tierarztpraxen eingeschläfert wurden, und das Üben an Tierpatienten nach vorhergehender Einwilligung durch den Tierhalter (EKG, Reflexe, Venenpunktionen etwa). Beobachtungen der Verhaltensweise und der Symptome.