Tierversuche - "das schwärzeste von allen schwarzen Verbrechen"

(Mahatma Gandhi im Vorwort von „Sermon on the Sea”: „Vivisection in my opinion is the blackest of all the blackest crimes that man is at present committing against God and his fair creation.“)

Was wird an Tieren getestet?

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass alles, womit der Mensch in Berührung kommt, was er isst oder einnimmt, vorher in irgendeiner Weise an Tieren getestet wurde.

Wer macht Tierversuche?

Hauptsächlich werden in der medizinischen und pharmakologischen Forschung, im universitären Bereich und in der pharmazeutischen Industrie, vor allem aber auch in der chemischen und kosmetischen Industrie, selbst in der wehrmedizinischen Forschung sowie immer mehr in der Ernährungs- und Umweltforschung Tierversuche gemacht.

Warum werden Tierversuche durchgeführt?

"Aus Sicherheitsgründen, um die Menschen vor Schäden zu schützen", lautet hierfür die Begründung. Dass PatientInnen oder KonsumentInnen jedoch durch Tierversuche überhaupt nicht wirksam vor Schadstoffen geschützt werden können, hat sich immer wieder gezeigt:

Trotz ihrer Giftigkeit wurden Formaldehyd, Dioxine, Furane, Pentachlorphenol etc. für den Markt zugelassen.
Im Contergan-Prozess (Contergan, ein Beruhigungsmittel für schwangere Frauen, führte zu Missbildungen der Kinder) wurde der Pharmakonzern aufgrund bestätigter Nichtübertragbarkeit der Tierversuchsergebnisse auf den Menschen von der Haftung für die Schäden an tausenden von Babys entbunden. Im Gerichtsprotokoll ist zu lesen:
"Kein Tierversuch mit einem Arzneimittel, auch wenn er an vielen Tiergattungen einschließlich Primaten unter allen erdenklichen Bedingungen durchgeführt wird, kann eine Garantie dafür geben, daß das so geprüfte Arzneimittel beim Menschen sich gleich verhält; denn der Mensch gleicht eben in vielen Beziehungen nicht dem Tier!"
Tausende von Medikamenten, die durch den Tierversuch gegangen sind, mussten wegen ihrer schädlichen bis mitunter tödlichen Nebenwirkungen eingezogen werden. (Siehe dazu die Liste der Ärzte gegen Tierversuche e.V., unter "Info: Humanmedizin" – "Liste der Risikomedikamente".)

Ein prinzipielles Umdenken und Handeln ist notwendig. Ziel sollte nicht die symptomorientierte Behandlung von Krankheiten mit immer neuen, fragwürdigen Medikamenten der daran verdienenden Pharmakonzerne sein, sondern: "Gar nicht erst krank werden" durch eine selbstbestimmende, vorbeugende, gesunde Lebensweise.

Die Ergebnisse aus dem Tierversuch sind nicht auf den Menschen übertragbar. Es gibt viele Beispiele, bei denen Mensch und Tier völlig unterschiedlich reagieren: z.B. ist Penicillin für den Menschen ein sehr wirksames Medikament, Meerschweinchen sterben jedoch nach wenigen Tagen daran.

Trotz Abermillionen von Tierversuchen nehmen bestimmte Krankheiten massiv zu: Herzinfarkt, Schlaganfall, Allergien, Asthma, Neurodermitis, Krebs (Lunge, Haut, Brust, Zunge, Hirn, Dickdarm etc.), Rheuma, Diabetes und viele andere mehr.

Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) tritt aus wissenschaftlichen und ethischen Gründen für die Abschafftung aller Tierversuche ein.

NEIN
zu Tierversuchen aus wissenschaftlicher, methoden- und (schul-)medizinkritischer Sicht:

Durch Tierversuche können Krankheiten des Menschen weder in ihren Ursachen erforscht noch geheilt werden. Da die Krankheitsbilder des Menschen beim Versuchstier nicht auf natürlichem Weg auftreten, müssen sie künstlich im Labor erzeugt werden. Die so hervorgerufenen Symptome haben aber kaum etwas mit der menschlichen Erkrankung zu tun, die ja meist in einem engen Zusammenhang mit den psychischen, sozialen, ernährungs- und umweltbedingten Zuständen steht. Bedingungen, die zur Entstehung einer Krankheit beim Menschen führen, sind im Tierversuch nicht reproduzierbar. Erst im Nachhinein, nach der Anwendung am Menschen, kann ein Annäherungswert errechnet werden.

NEIN
zu Tierversuchen aus ethischer Sicht:

Der ausbeuterische Umgang der Menschen mit der Natur entspringt einem egozentrischen Herrschafts- und Nützlichkeitsdenken. Eine Ideologie, gegen die wir Tierrechtler ankämpfen: Tiere haben Rechte - das Recht auf Leben, Unversehrheit und Freiheit. Tiere haben ein Recht auf Schutz vor Willkür und Gewalt.