Beim Pyrogentest werden injizierbare Arzneimittel auf das Vorhandensein von pyrogenen (= fieberauslösenden) Stoffen, untersucht. Bislang wurde diese international gesetzlich vorgeschriebene Prüfung an Kaninchen durchgeführt, wobei ein teilweiser Ersatz mit dem sog. LAL-Test möglich war, bei dem jedoch auch Tiere, nämlich Pfeilschwanzkrebse, verwendet wurden.

Endlich wurde nun von der Europäischen Arzneimittelkommission beschlossen, den längst entwickelten und bereits EU-weit validierten Ersatztest, den sog. In-vitro-Pyrogen-Test (IPT) mit menschlichem Blut, ins Europäische Arzneibuch 2010 (das alle gesetzlich vorgeschriebenen Testmethoden auflistet) aufzunehmen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Tests mit Tieren gemäß den gesetzlichen Tierversuchsbestimmungen verboten sind.
 
Der IPT-Test wurde an der deutschen Universität in Konstanz in der Gruppe von Albrecht Wendel und Thomas Hartung zusammen mit dem weltweit operierenden US-Unternehmen Charles River Laboratories entwickelt, das diesen Ersatztest nun auch vermarktet.

Der IPT-Test basiert auf menschlichem Vollblut, wobei dieses mittels einer neu ausgearbeiteten Methode auch konservierbar gemacht werden kann.