Die Betreuung der ehemaligen Immuno-/Baxter-Versuchsschimpansen (Foto links: Carmen) soll für die kommenden 10 bis 20 Jahre gesichert sein. Denn endlich haben sich der Masserverwalter des in Konkurs gegangenen Safariparkes Gänserndorf GesmbH (dem die Tiere gehören), die Gemeinde Gänserndorf (denen der Grund und Boden und das Gebäude gehören), die Firma Baxter (die sich überwiegend finanziell beteiligt) und das Land Niederösterreich (das für die Unterbringung zu sorgen hat) auf eine Lösung geeinigt, wobei das Gesundheitsministerium als Vermittler fungiert hat.

In Beantwortung einer Parlamentarischen Anfrage der Grünen (2987/AB XXIV. GP) hält Gesundheitsminister Stöger fest:
„Nach langen und schwierigen Verhandlungen kann ich Ihnen nunmehr mitteilen, dass eine Einigung zwischen Bund, Land und der Firma Baxter betreffend die Finanzierung der Affenhaltung in Gänserndorf für die nächsten 10 Jahre besteht. Ebenfalls übereingekommen ist man hinsichtlich der Errichtung von Außenanlagen. Für allfällige weiterführende finanzielle Erfordernisse, die über die nächsten 10 Jahre hinausgehen, besteht eine Grundsatzvereinbarung. So kann man annehmen, dass entsprechend dem heutigen Wissensstand die Unterbringung auf die nächsten 20 Jahre gesichert sein sollte.“

Und weiters: „Die Privat Stiftung Gut Aiderbichl wird hinkünftig mit der Versorgung der Tiere in der Anlage Gänserndorf betraut. Ebenso wird es in ihre Verantwortung fallen, die notwendigen baulichen Maßnahmen am Standort Gänserndorf abzuwickeln.“
Die Resozialisierung der Tiere (das Gut Aiderbichl geht von 40 Schimpansen, einem Schweinsaffen und drei Rhesusaffen aus), wie die Gruppenbildung wird nach wie vor durch die den Affen vertrauten Pflegerinnen erfolgen.

Die Firma Baxter hat nach der Übernahme der Firma Immuno, die jahrelang Experimente mit Affen durchgeführt hat, im November 1999 die Tierversuche eingestellt. In der Folge wurde zur Resozialisierung der Tiere ein Affenhaus im Safaripark Gänserndorf errichtet. Doch als dieser vor über vier Jahren in den Konkurs geschlittert ist, war das Schicksal der ehemaligen Versuchsschimpansen ungewiss.