Rettet die Affen von Mauritius

 

Mach mit

bei der aktuellen Kampagne unseres britischen Partnervereines Cruelty Free International
zur Verhinderung von Tierversuchen auf Mauritius:

Mit einem am 31. Jänner 2017 erfolgten Kabinettsbeschluss sollen die Weichen für die Möglichkeit der Durchführung von Tierversuchen auf Mauritius gestellt werden. Dabei sind die auf Mauritius lebenden Affen besonders gefährdet, da sie wahrscheinlich jene Hauptarten sind, die für Experimente herangezogen werden. Auch ist zu befürchten, dass mit der neuen Regelung Affenversuche, die in anderen Ländern strenger geregelt, ja sogar verboten sind, nach Mauritius ausgelagert werden.

Um dies zu verhindern hat unser britischer Partnerverein "Cruelty Free International" eine Petition ins Leben gerufen, die wir unterstützen. Es wird an den Ministerpräsidenten und an das Parlament von Mauritius appelliert, die Verordnungen des Kabinetts, welche Tierversuche an Affen, Kaninchen, Mäusen und Ratten ermöglichen sollen, nicht zu verabschieden.

Bitte helfen auch Sie mit, diese Tierversuche zu verhindern.
Hier geht es zur Unterzeichnung der Petition "Please do not allow animal experiments to take place in Mauritius".
DANKE!

 

Mauritius, bekannt als traumhaft schöne Urlaubsinsel im Indischen Ozean (östlich von Südafrika und Madagaskar), hat auch eine sehr dunkle Seite. Hier befindet sich die Drehscheibe für das grausame Geschäft mit Affen zu Versuchszwecken. Mauritius ist nach China weltweit der zweitgrößte Exporteur von Affen für europäische, amerikanische und kanadische Tierversuchslabors.

Im Jahre 2015 wurden aus Mauritius insgesamt 7.762 Affen (Langschwanzmakaken/Macaca fascicularis) - in die USA, Kanada und Europa (Großbritannien, Frankreich, Spanien und Deutschland) - exportiert. Die größten Abnehmer sind die USA mit 3.994 Affen und Großbritannien mit 1.371 Affen.
(Im Jahre 2014 wurden 8.992 Affen, 2013: 6.054 Affen, 2012: 6.494 Affen aus Mauritius exportiert; viele davon wurden der Wildnis entnommen.)
Im ersten Halbjahr 2016 (Jänner - Juni 2016) wurden 4.276 Affen exportiert.  Davon 1.983 in die USA, 844 nach Großbritannien, 580 nach Frankreich, 550 nach Spanien, 195 nach Deutschland, 124 nach Kanada. 

In Österreich wurden laut den jährlich publizierten amtlichen Tierversuchsstatistiken seit dem Jahre 2007 keine Affen mehr für Experimente eingesetzt.

 

Das Leiden der Tiere beim Einfangen aus der freien Wildbahn,
bei der Unterbringung, der „Auslese“ und in den Zuchtanstalten

Auf Mauritius werden wild lebende Affen eingefangen, gesammelt und exportiert oder sie landen in Zuchtanstalten, um den Nachschub für die Versuchstierindustrie zu gewährleisten. Das ungeheure Leid der Tiere beginnt schon bei ihrer Entnahme aus der Wildnis. Recherchen und verdeckte Aufnahmen unseres britischen Partnervereins Cruelty Free International (vormals BUAV-British Union for the Abolition of Vivisection) legen davon ein erschreckendes Zeugnis ab: Die Affen werden mittels Fallen gefangen; die Babys müssen ihren Müttern brutal entrissen werden und kommen in die Massenzucht-Tierfabriken.


Sogenannte Überschüsse (z.B. Schwangere oder zu große Männchen) werden brutal entsorgt. Auch davon legen Undercover-Aufnahmen unseres britischen Partnervereins Cruelty Free International, der darüber ein Video gedreht hat, ein erschütterndes Zeugnis ab: In der Affenzuchtfarm Noveprim, die zu 47 % dem amerikanischen Konzern Covance mit seinen Auftragslabors in der ganzen Welt gehört, stapeln sich die toten Affen, viele davon aufgeschnitten oder verstümmelt.

* Hier können Sie das Video einsehen.

 

 

Das Leiden der Tiere beim Transport

Für den Transport werden die Tiere in kleine Holzkisten gepfercht, in denen sie kaum stehen können. Auf den Langstreckenflügen leiden die Affen Hunger und Durst, Angst und Stress durch Lärm, extreme Temperaturschwankungen und schlechte Belüftung. Dazu kommen Umladungen und Verspätungen. Viele Tiere überleben die oft Tage dauernden Torturen nicht.

Jahrelange und ständige Proteste von uns TierversuchsgegnerInnen haben dazu geführt, dass immer weniger Luftlinien bereit sind, Affen zu Versuchszwecken zu transportieren.
Zuletzt hat sich die israelische staatliche Fluggesellschaft „El Al“ geweigert, 90 wild eingefangene Makakenweibchen für Arthroseforschungen in die USA zu transportieren. Auch fand sich keine andere ausländische Fluglinie, welche dieses grausame Geschäft übernehmen wollte. Die betroffene Affenzuchtfarm „Mazor“ sieht sich nun in ihrer Existenz bedroht. Sie hat in der Nähe von Tel Aviv derzeit um die 2.000 Makaken untergebracht, die für Tierversuchszwecke teils gezüchtet wurden und teilweise aus Mauritius stammen, wo sie der freien Wildbahn entnommen wurden.

 

„Air France“ ist die einzige europäische Luftlinie,
die noch immer Affen an die Tierversuchsindustrie transportiert.

 

Bitte beteiligen Sie sich an der Online-Petition der ECEA:
Nein zu Air France

 

 

 

 

Das Leid der Tiere in den Labors

Kein Tier verlässt lebend das Versuchslabor. Hier werden die Affen – bis zu ihrem Tod – Tests und Experimenten z.B. für die sehr grausamen Hirnforschungen, ausgesetzt, die immer mit Angst, Schmerzen und Leiden verbunden sind.
Offenbar soll nun auch auf Mauritius die Durchführung von Tierversuchen etabliert und die Ansiedlung von Tierversuchslabor erleichtert werden. Denn jüngst wurde ein Gesetzesentwurf vorgelegt, die Pre-Clinical Research Bill, das Tierversuche legalisieren soll. Es ist zu befürchten, dass die immer heftiger umstrittenen Affenversuche von Europa nach Mauritius verlagert werden sollen.

Unsere britische Dachorganisation gegen Tierversuche, die ECEAE (The European Coalition to End Animal Experiments), hat sich mit ihren 19 Mitgliederorganisationen der Kampagne „Save our Monkeys“ von Cruelty Free International, des britischen Partnervereines, angeschlossen. Wir, der Internationale Bund der Tierversuchsgegner, Mitglied der ECEAE und des Partnervereines von Cruelty Free International, tragen diese Kampagne voll mit: Gemeinsam wollen wir ein Ende des grausamen Handels mit Affen auf Mauritius erreichen.

Auch am Max-Planck-Institut befinden sich Makaken, die aus Mauritius stammen. Transportiert wurden die Tiere von der Fluglinie Air France.

 

Wir fordern ein Verbot des Einfangens wild lebender Affen sowie der Zucht und des
Transports von Affen und ein Verbot von Tierversuchen mit Affen.

Wir bitten Sie, uns dabei zu helfen!

  • Hier geht es zu dem Video "Vaanaron Ka Udhaar" ("Rettet die Affen") mit einem Lied auf Hindi, in dem an die Hindus appelliert wird, sich für die Affen auf Mauritius einzusetzen. Der Hinduismus ist auf Mauritius die am weitesten verbreitete Religion, der 50 % der Bevölkerung angehören. Im Hinduismus sind die Affen dem indischen Gott Hanuman zugeordnet und gelten deshalb auch als heilig. In Indien ist der Export von Affen zu Forschungszwecken schon seit 1978 verboten.

1.) Bitte folgende zwei Online-Petitionen zu unterstützen:

a) Online-Petition von Cruelty Free International (auf Englisch), die sich an den mauritischen Premierminister Navin Ramgoolam wendet und auffordert, das Einfangen und den Export von Affen zu verbieten.

 

b) Online-Petition von „Save Animals“ (auf Englisch), einer Tierschutzorganisation in Mauritius, die sich ebenfalls an den mauritischen Premierminister Navin Ramgoolam wendet und auffordert, die Tierversuche auf Mauritius mit dem Pre-Clinical Research Bill nicht zu legaliseren.


2.) Bitte E-Mails oder Briefe verschicken (einfach den Text der Musterbriefe kopieren) an

* das österreichische (Honorar-) Konsulat (auf Deutsch)
* an den Premierminister und die zuständigen Minister auf Mauritius (auf Englisch)
* an den mauritischen Hotelierverband (auf Englisch)

 

  • an das österreichische (Honorar-) Konsulat

Honorarkonsulat der Republik Mauritius
Herr Mag.Dr. Peter FREISSLER (Honorarkonsul)
Führichgasse 6/16, A-1010 Wien
Tel: 01/ 513 22 73, Fax: 01/ 513 22 74
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Sehr geehrter Herr Honorarkonsulat Mag. Dr. Peter Freissler,

ich bin entsetzt, zu erfahren, dass Mauritius immer noch Fang, Zucht und Export von Tausenden von Affen erlaubt. Verdeckt gemachte Aufnahmen zeigen den grausamen Umgang mit den Tieren. Anstatt diese Praktiken sowie Tierversuche zu unterbinden, will die Regierung mit der Pre-Clinical Research Bill ein Gesetz erlassen, das dieses grausame Geschäft noch stärkt.

In Europa und überall in der Welt mehren sich die Bedenken gegenüber Tierversuchen an Primaten. Es ist absolut inakzeptabel, dass Mauritius Affenexperimente fördert. Es dürfte Ihnen klar sein, dass der grausame Umgang mit Affen dem internationalen Image massiven Schaden zufügt.
Abgesehen von den ethischen Erwägungen sind Tierversuche generell mehr als fragwürdig, da aufgrund der wesentlichen biologischen Unterschiede zwischen Tier und Mensch die Ergebnisse nicht übertragen werden können.

Ich bitte Sie nachdrücklich, sich bei den Zuständigen und Verantwortlichen dafür einzusetzen, anstelle von archaischen Tierversuchen tierversuchsfreie Technologien zu fördern. Zucht und Handel mit Affen fürs Tierversuchslabor müssen gestoppt und die gefangenen Affen in die Freiheit entlassen werden.

Mit freundlichen Grüßen

 

  • an den Premierminister und die zuständigen Minister auf Mauritius

Bitte die Mails einzeln versenden:
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Postadresse des Premierministers: Dr The Honourable Navinchandra Ramgoolam, Prime Minister's Office, New Treasury Building, Intendance Street, Port Louis, Mauritius

 

Dear Hounourable Minister,

I am shocked to learn that Mauritius allows the trapping, breeding and export of primates for research. I am furthermore deeply concerned by the impending Pre-Clinical Research bill, which if adopted, will promote the use of animals in research in Mauritius itself; in particular the long-tailed macaque which is likely to be the main species to be used in the research facilities.
At a time when the use of primates in research is increasingly being challenged in Europe and elsewhere, the establishment of primate testing facilities in Mauritius will simply encourage further use of these animals.

In addition to the ethical objections regarding the use of primates in research, there are also strong scientific arguments against their use. Because of biological differences between humans and other species, the results of such research cannot be safely and reliably extrapolated to humans.

I appeal to the Government of Mauritius to take immediate action to end the cruel trade and lead the way by adopting modern non-animal alternative technologies rather than encouraging the archaic and cruel practice of animal testing to continue.

Sincerely yours

 

  • an den mauritischen Hotelierverband AHRIM

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Postadresse: AHRIM, Association des Hôteliers et Restaurateurs de l'île Maurice
5th Floor, Barkly Wharf, Caudan Waterfront, Port Louis, Mauritius

Dear Sir/Madam,

I am shocked to learn that Mauritius allows the trapping, breeding and export of primates for research. I am furthermore deeply concerned by the impending Pre-Clinical Research bill, which if adopted, will promote the use of animals in research in Mauritius itself; in particular the long-tailed macaque which is likely to be the main species to be used in the research facilities.
At a time when the use of primates in research is increasingly being challenged in Europe and elsewhere, the establishment of primate testing facilities in Mauritius will simply encourage further use of these animals.

In addition to the ethical objections regarding the use of primates in research, there are also strong scientific arguments against their use. Because of biological differences between humans and other species, the results of such research cannot be safely and reliably extrapolated to humans.

Please urge your Government to take immediate action to end the cruel trade and lead the way by adopting animal alternative technologies rather than encouraging the archaic and cruel practice of animal testing to continue.

Sincerely yours

 

Siehe auch:

  • "Der lange Weg der Affen aus Mauritius" (Eine Reportage aus dem Jahre 2006, die leider nach wie vor aktuell ist. Der ehemalige Präsident des Deutschen Tierschutzbundes Wolfgang Apel hat Manfred Karremann bei Dreharbeiten auf Mauritius begleitet.)