Unterstützerschreiben gegen Botox-Tierversuche

Bitte Appell an Ipsen
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Bitte Appel an Merz
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Sie können die Briefe auch per E-Mail verschicken. Kopieren Sie die jeweiligen Musterbriefe in die jeweilige Mail:

  • Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Ipsen Pharma GmbH, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Mitglieder der Europäische Vereinigung zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) starten nun schon zum 3. Mal eine Aktionswoche gegen Botox-Tierversuche. Zwischen 16. und 21. Juli 2014 werden Aktivitäten gesetzt, welche die Praxis der Botox-Hersteller Ipsen und Merz thematisieren. Denn anders als der amerikanische Marktführer Allergan haben Ipsen und Merz noch nicht auf tierversuchsfreie Botox-Tests umgestellt.

Dabei hat Allergan schon vor drei Jahren in den USA die Zulassung für einen selbst entwickelten tierversuchsfreien Botox-Zelltest erhalten, der im Februar 2012 auch in der EU und dann in der Schweiz behördlich anerkannt wurde und für ihre Produkte BOTOX®, BOTOX®Cosmetics und VISTABEL® gilt.

Für die Botox-Produkte von Ipsen (Dysport®) und Merz (Xeomin® und Bocouture®) werden dennoch weiter tausende Tiere durch den wegen seiner Grausamkeit heftig umstrittenen LD-50-Giftigkeitstest getötet: Dabei wird Mäusen Botox in die Bauchhöhle injiziert, um jene Dosis zu ermitteln, bei der die Hälfte der Tiere stirbt.

Ipsen und Merz beteuern, an eigenen Ersatzmethoden zu arbeiten.
Wir, der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT), österreichischer Partnerverein der ECEAE, appellieren an Ipsen und Merz, eine Lizenz für den tierfreien Allergan-Test zu erwerben und für ihre Botox-Produkte anerkennen zu lassen bis ihre eigenen tierfreien Tests entwickelt und auch behördlich zugelassen sind. Bitte unterstützen auch Sie unsere Forderung.

Bitte Appell an Ipsen
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Bitte Appel an Merz
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Das Bakteriengift Botulinumtoxin wird auch für medizinische Zwecke, aber vor allem zur kosmetischen Glättung von Hautfalten eingesetzt. Zur Testung dieses Nervengiftes werden nach einer Hochrechnung weltweit mindestens 600.000 Mäuse jährlich getötet. Vor drei Jahren, Juni 2011, hat die amerikanische Firma Allergan in den USA und Februar 2012 in Europa die behördliche Anerkennung für einen tierversuchsfreien Zelltest erhalten. Daher sind die Präparate des Herstellers, darunter der Namensgeber Botox, inzwischen ohne Tierqual erhältlich. Dagegen testen die Frankfurter Firma Merz ihre Botulinumtoxin-Produkte Xeomin und Bocouture sowie der britische Hersteller Ipsen sein Präparat Dysport weiterhin im Tierversuch.
Jüngst hat Merz geäußert, Ende 2014 einen gemeinsam mit Ipsen entwickelten Test international zur Zulassung einzureichen. Die Unternehmen rechnen damit, im Laufe von 2015 von den ersten Behörden eine Anerkennung zu erhalten.

Die ECEAE leitet seit vier Jahren eine Kampagne gegen die Botox-Testung an Tieren und hat zu der Aktionswoche, an der sich zahlreiche Mitgliedervereine beteiligen, darunter auch wir, der Internationale Bund der Tierversuchsgegner, aufgerufen, um von den Botulinumtoxin-Herstellern Merz und Ipsen einen unverzüglichen Umstieg auf eine tierversuchsfreie Testung zu fordern.

Bei dem Tierversuch handelt es sich um den sogenannten LD50-Test. Gruppen von Mäusen wird die Substanz in verschiedenen Dosierungen in die Bauchhöhle injiziert, um die Dosis zu ermitteln, bei der die Hälfte der Tiere stirbt. Für die Mäuse ist das mit ungeheuren Qualen verbunden. Das Gift lähmt die Atemmuskulatur, die Tiere ersticken bei vollem Bewusstsein. Merz lässt nach Kenntnis der ECEAE jährlich mindestens 34.000, Ipsen 74.000 Mäuse auf diese Weise töten.

Gerda Matias, Präsidentin des IBT: „Es ist ungeheurlich, dass dieser grausame Vergiftungstest trotz EU-Zulassung einer tierversuchsfreien Methode weiterhin angewandt wird. Merz und Ipsen sowie die Behörden müssen endlich handeln, damit sämtliche Botox-Tierversuche unverzüglich der Vergangenheit angehören“.


Weitere Informationen unter Tierversuche für Botox-Faltenbehandlung
und unter http://www.eceae.org/en/what-we-do/campaigns/botox