Unterstützen auch Sie die Kampagne der Ärzte gegen Tierversuche gegen zwei geplante Tierversuchslabors in München und verhindern Sie somit die Ausweitung der grausamen und unsinnigen tierexperimentellen Forschung.

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Am Klinikum rechts der Isar im Stadtteil Haidhausen soll ein 50 Millionen teures Tierversuchslabor entstehen. In dem geplanten Forschungszentrum für Translationale Onkologie sollen unter anderem genmanipulierte Mäuse und Ratten für die Krebsforschung ihr Leben lassen. Der Baubeginn ist für Anfang 2014 vorgesehen, ein konkreter Bauantrag liegt den Behörden noch nicht vor.

Im Norden des Campus der Ludwigs-Maximilians-Universität München in Großhadern/Martinsried entsteht derzeit das 125 Millionen teure neue BioMedizinische Zentrum (BMC). Nach offiziellen Angaben sollen hier vor allem Mäuse und Ratten, aber auch Fische und Frösche für die Grundlagenforschung leiden und sterben. Ab 2015 soll mit den Tierversuchen begonnen werden.

Beide Neubauten werden von Bund und Land finanziert. Bereits jetzt sterben jedes Jahr fast 340.000 Tiere in bayerischen Labors. Die für beide Labors angegebenen Haltungskapazitäten für allein schon über 90.000 Mäuse und Ratten werden nach Aussage der Ärztevereinigung zu einer Ausweitung der tierexperimentellen Forschung in Bayern um fast 30 % führen. „Unter dem Vorwand des angeblichen medizinischen Nutzens werden für den Bau der beiden Tierversuchslabors mindestens 175.000 Millionen Euro aus der Tasche des Steuerzahlers in einen kranken und grausamen Forschungszweig investiert, wofür Tiere unsäglich leiden müssen,“ kritisiert Dipl.-Biol. Silke Bitz, Sprecherin der Ärztevereinigung. Demgegenüber stehen bundesweit jährlich nur rund vier Millionen Euro, die der Staat für innovative, tierversuchsfreie Forschung bereitstellt.

Nach Aussage der Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche sind die Ergebnisse von Tierexperimenten nicht auf den Menschen übertragbar. Der Unterschied zwischen Mensch und Tier in Anatomie, Physiologie und Krankheitsarten ist zu groß. Zudem werden im Tierversuch lediglich manche Symptome menschlicher Krankheiten nachgeahmt, die mit der tatsächlichen Erkrankung nichts zu tun haben. Neben der ethischen Unvertretbarkeit von Tierversuchen warnt die Ärztevereinigung schon lange vor den Gefahren, die die Übertragung von tierexperimentellen Ergebnissen auf den Menschen birgt. So gehen allein in Deutschland jedes Jahr fast 60.000 Todesfälle auf das Konto von an Tieren erprobten Arzneien. Die tödlichen Nebenwirkungen blieben in den zuvor durchgeführten Tierversuchen unentdeckt.

Der Ärzteverein fordert die Abwendung vom Tierversuch. Stattdessen sollen die für den Neubau bereit gestellten Gelder für eine ethisch vertretbare Medizin und Wissenschaft verwendet werden, welche Ursachenforschung und Prävention von Krankheiten, sowie tierversuchsfreie Testmethoden wie Zellforschung, Computersimulationen und Bevölkerungsstudien beinhaltet.