Seit Jahrzehnten fordern weltweit TierschützerInnen die Schließung der Affenzucht- und Affenexportfarm Mazor, die sich in der Nähe von Tel Aviv befindet. Denn Mazor belieferte Tierversuchslabore in ganz Europa und den USA mit Affen, die teils aus der eigenen Zucht stammten und teils aus Mauritius importiert wurden, wo sie der freien Wildbahn entnommen wurden.

 

 

Zuletzt hatte Mazor Lieferschwierigkeiten, weil sich die israelische staatliche Fluggesellschaft „El Al“ weigerte, Affen für Versuchszwecke zu transportieren. Der Oberste Gerichtshof gab El Al Recht, zumal in Israel seit 2015 der Export von Wildtieren für Tierversuche verboten ist.

Nun hat ein reicher Tierfreund, der auch eine Katzen- und Hundeauffangstation gegründet hat, die rund 1.300 Affen, die sich auf Mazor befinden, gekauft. Bis ein neues Heim für die Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können, aufgebaut wird, müssen sie noch auf Mazor bleiben.