Ende 2003 war in einer ZDF-Sendung die unvorstellbar miserable Haltung und rohe und brutale Behandlung von Versuchstieren im Tierversuchslabor der Firma Covance in Münster (Westfalen, Deutschland) gezeigt worden, die der Journalist Friedrich Mülln verdeckt während seiner fünfmonatigen Pflegergehilfezeit dokumentiert hat.

Statt dass die Verantwortlichen für die unhaltbaren Zustände in diesem Labor zur Rechenschaft gezogen werden, wurde Herrn Mülln und Tierschutz- und Tierrechtsvereinen die Verbreitung des aufgenommenen Filmmaterials (40 Stunden!) verboten, das all dies dokumentierte. Erst aufgrund eines jüngst ergangenen Urteils dürfen die Bilder wieder der Öffentlichkeit gezeigt werden. Trotzdem scheuen sich die Medien darüber zu berichten, da sie befürchten müssen, mit kostspieligen Klagen eingedeckt zu werden.


Covance ist eine Zweigstelle eines großen amerikanischen Unternehmens, das Tierversuchsaufträge durchführt und so die bekanntesten Pharmafirmen zu ihren Kunden zählen kann.

Bei Covance in Münster, eines der größten Affenlabors in Europa, fristen etwa 2.000 Affen, hauptsächlich Makaken, in Einzelhaft ihr Dasein in kleinen übereinandergeschichteten Metallkäfigen. Mülln wurde Zeuge der unmenschlichen Routine von Arzneimittel-Giftigkeitstests, des täglichen Leidens der Affen – viele von ihnen hochschwangere Weibchen oder Mütter mit Babys. Doch darüber hinaus wurden die Tiere vom Personal absichtlich erniedrigt und roh misshandelt.