“Wintercheck” für Haustiere

Wie auch beim Menschen, bedeutet die Vorweihnachtszeit für Haustiere mehr Stress als Ruhe. Auch die niedrigen Temperaturen machen den Tieren zu schaffen. Machen Sie daher einen “Wintercheck” für ihr Haustier.

Menschenmassen verschrecken Hunde
Häufig werden Hunde zur Erledigung von Weihnachteinkäufen mitgenommen. Die Menschenmassen sind aber vor allem für ängstlichere Hunde sehr bedrohlich. Die unterschiedlichen Gerüche und die Enge macht sie nervös.

Fast jeder Hund braucht vorerst eine gewisse Distanz zu fremden Dingen und Personen, eine Annäherung muss für ihn langsam erfolgen. Dafür ist in einer Einkaufsstrasse keine Zeit, man kann beobachten wie die Hunde meist hin und herzerren und sich ständig umschauen. Dazu kommen dann noch gestresste Besitzers.

Hunde nicht zum Einkaufen mitnehmen
Die Folge ist oft, dass ein sonst völlig gutmütiger Hund schnappt. Am Besten also den Hund wenn irgendwie möglich zu Hause lassen (nicht im Auto). Der etwas ausgedehntere Spaziergang im Wald sollte auch nicht zu Gunsten eines Punschstandbesuches wegrationalisiert werden.

Temperaturschwankungen stressen Tiere
Gerade November und Dezember sind Monate, in denen es bekanntlich noch zu stärkeren Temperaturschwankungen kommen kann. Von Plus 15 bis Minus 5 Grad ist alles möglich. Dazu kommen noch die Luftdruckveränderungen, das alles macht Haustiere gereizt und unruhig.

Auch Haustiere können Schnupfen bekommen
Der Temperaturwechsel schwächt auch das Immunsystem, der Fellwechsel ist ebenfalls für den Tierkörper anstrengend gewesen.

Schnupfen, Husten, oft sogar Mandel und- Kehlkopfentzündungen sind möglich. Die Infektion läuft bei Mensch und Tier gleich ab: Durch die kurzzeitige Unterversorgung der Schleimhäute mit Blut, ist an diesen Stellen auch kein Antikörperschutz parat und ein Virus kann eindringen.

Was tun bei Schnupfen?
Am häufigsten ist die so genannte Tröpfcheninfektion, also eine Ansteckung über die Luft durch niesen oder husten. Dabei ist auch eine Übertragung von Mensch auf Tier und umgekehrt möglich.

– Geringgradige Entzündungen heilen schnell ab, wichtig ist es dem Tier zu helfen seine Nasenöffnungen freizuhalten. Das eingetrocknete Sekret vorsichtig mit einem Wattebausch mit Käspappeltee oder warmen Wasser lösen, nachher eine Fettcreme um die Nasenöffnungen schmieren.

– Die Umgebungstemperatur kann ruhig etwas kühler sein, maximal 20 Grad, eine höhere Luftfeuchtigkeit ist das Allerwichtigste. Durch schleimhaut-abschwellende Mittel (z.B. die für Menschen gedachten Mittel Otrivin und Nasivin funktionieren auch bei den Tieren) wird die Sekretion vermindert und die Öffnungen in die Nebenhöhlen wieder freigegeben.

– Physiologische Kochsalzlösung für Babys mehrmals täglich in die Nase getropft, hält die Schleimhäute feucht und verhindert so Sekundärinfektionen (mit Eiterbakterien, Pilzen) Niemals bei Tieren ätherische Öle verwenden, auch nicht zur Inhalation. Auch verschiedene homöopathische Mittel können verwendet werden, z.B. Euphorbium und Echinacea.

Asthmaschub durch Ätherische Öle
Die von uns Menschen liebgewonnene Angewohnheit uns in der Vorweihnachtszeit mit Duftkerzen, Räucherstäbchen und verdampfenden ätherischen Ölen zu verwöhnen, kann vor allem bei anfälligen Katzen einen Asthmaschub auslösen.

Auch die trockene Raumluft tut das ihre dazu, also immer gut lüften und Luftfeuchtigkeit durch nasse Handtücher auf der Heizung erhöhen.
Passivrauchen ist für unsere Haustiere sehr schädlich. Asthma, chronische Kehlkopfentzündungen und eine hartnäckige Bronchitis sind häufige Folgen.

Zweige auf Adventkränzen teilweise giftig
Eibenzweige, Weihnachtssterne, Mistel-, Stechpalmen- und Efeubeeren werden häufig auf den vorweihnachtlichen Adventsgestecken und den Adventkränzen verwendet. Die Blätter, Blüten und Beeren und sind aber giftig, teilweise sogar tödlich. Auch Kleinkinder sind hier übrigens gefährdet.

Vorsicht bei Eibe und Buchsbaum

– Eibe: Katzen, Hunde und auch Zwergkaninchen haben sich schon am äußerst gefährlichen Eibengrün vergiftet, weshalb dieses lieber gemieden werden sollten. Bei Aufnahme kleineren Mengen kommt es zu Entzündungen der Magen-, Darmschleimhaut sowie von Nieren und Blase. Größeren Mengen bewirken schnell eine Herz-, und Atemlähmung.

– Vom Buchsbaum braucht ein Hund nur 5 g Blättern pro Kilogramm Körpergewicht fressen, damit eine tödliche Dosis erreicht ist. Erste Symptome sind Erbrechen, Durchfall und Koliken. Bei Aufnahme einer genügenden Menge entstehen Krämpfe und schließlich Lähmungen.

– Der Weihnachtsstern ist besonders giftig für Katzen, hier reicht das Fressen weniger Blätter um eine Vergiftung mit tödlichen Verlauf auszulösen.

Aufpassen bei Naschereien für Hund und Katze
Ein “Zuviel” an Naschereien wirkt sich beim Hund meist in Form eines unheimlichen Juckreizes aus, der zwar nicht gefährlich ist, aber bei manchen Hunden und Katzen zu Erbrechen oder Durchfall führen kann.

Süßes für Tiere ist Vergleich zum Festtagsbraten harmlos, hier gilt wie überall: Ein kleines Stück Kuchen schadet nicht. Unbedingt Vorsicht nur bei Schokolade, sie ist für Haustiere giftig.

Pfoten vor Salz schützen
Salz auf den Strassen greift die Pfoten an und macht sie einerseits rissig, andererseits kann es durch Belecken der Pfoten und dadurch bei oraler Aufnahme Reizungen des Magen-Darmtrakts auslösen. Pfoten also vor allem bei Hunden immer gut abwaschen. Vor dem Spaziergang mit einer Fettcreme einschmieren hält ebenfalls Schmutz und Salz ab.

Mantel für frierende Hunde
Wenn man das Gefühl hat, dass der Hund friert sollte man ihm einen Mantel gönnen. Hunde, die hauptsächlich in Wohnungen gehalten werden, können kein Winterfell ausbilden.

Den Hund keinen Schnee fressen lassen, keine Schneebälle beim Spielen werfen. Der kalte Schnee kann Magen- Darmentzündungen hervorrufen. Gegen die lästige Schneeballbildung zwischen den Pfoten bei Neuschnee hilft nur ein Kürzen der Haare.

 

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