Nachfrage nach Pelzmode steigt wieder

Vor 25 Jahren hat es in Kärnten noch 20 Kürschner gegeben, jetzt sind es nur noch drei. Der Beruf ist durch die weltweite Anti-Pelz-Kampagne fast ausgestorben. Die Nachfrage nach Pelzen ist aber wieder groß.

Auch Kunden aus Slowenien und Oberitalien

Peter Subosits ist einer der letzten Kürschner in Kärnten. Sein Geschäft in St. Veit an der Glan läuft gut, er musste jetzt sogar eine zusätzliche Mitarbeiterin aufnehmen, damit die Bestellungen rechtzeitig fertig werden. Auch aus Slowenien und Oberitalien kämen viele Kunden, hauptsächlich würden aber günstige Stücke verkauft.

Nachfrage nach “natürlicher Kleidung” steigt

Viele Kunden würden wieder natürliche Kleidung schätzen, sagt Subosits. Dass es in Kärnten nur noch drei Pelzverarbeiter gibt, liege an der Anti-Pelz-Kampagne der vergangenen Jahre, aber auch daran, dass es keinen Nachwuchs bei den Kürschnern gibt.

Subosits wünscht sich wieder mehr Kürschner in Kärnten. Sein Ziel ist, dass es auch in Klagenfurt wieder ein Pelzgeschäft gibt. Das letzte hat vor einem Jahr zugesperrt.

Nerze werden wenig verarbeitet
Die Pelze – wie etwa Nerze – würden nur noch aus kontrollierter Zucht kommen, die Kontrollen seien sehr streng, sagt Subosits.
Nur rund zehn Prozent der verarbeiteten Felle stammen vom Nerz, sagt der Kürschner. Häufiger sei Pelzmode von Bisamratte, Fuchs, Marder, Waschbär und Iltis. Jährlich würden Millionen von Bisamhäuten anfallen. Auch Wachbärhäute seien häufig, da die Tiere in Südamerika gejagt werden, weil sie die Orangenplantagen schädigen.
Viele seiner Felle, etwa vom Fuchs, Iltis und Marder, bezieht der Kürschner aber von den heimischen Jägern.

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