Wir sind eine seit 1968 bestehende Tierrechtsorganisation mit Mitgliedern, Freunden und Kontaktstellen in aller Welt. Unser Ziel Ist die Abschaffung aller Tierversuche sowie deren Ersatz durch tierversuchsfreie Methoden.

IBT Bankkonto – Wichtige Info!

Bitte zu Ihrer Beachtung – unser Bankkonto bei der UniCredit Bank Austria steht nicht mehr zur Verfügung!

Wenn Sie uns dankenswerter Weise mit einem Dauerauftrag oder Spenden auf das nunmehr obsolete Konto

Int. Bund der Tierversuchsgegner
Bank Austria – BIC: BKAUATWW
IBAN: AT94 1200 0006 2011 8802

unterstützen, so ersuchen wir Sie höflichst, Ihre Spenden oder Ihren Dauerauftrag auf das folgende Konto umzuleiten:

Int. Bund der Tierversuchsgegner
BAWAG – BIC: BAWAATWW
IBAN: AT21 6000 0000 0775 1819

Vielen Dank für Ihr Verständnis – wir hoffen auch weiterhin auf Ihre Hilfe für unsere Arbeit für die Tiere!

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IBT – Umfrage 2023 / 2024


Zum Jahresabschluss 2023, bzw. Jahresbeginn 2024 möchten wir gerne anonym Ihre Meinung zu Tierschutz- und Tierrechtsthemen in Österreich erheben. Laden Sie den Fragebogen HIER herunter und senden uns Ihre Einschätzungen per Post, per Fax oder per Email zu. Oder Sie antworten hier online im folgenden Formular. Wir freuen uns auf rege Beteiligung!


Wien, im Dezember 2023


1. Wie beurteilen Sie die Art und Weise, in der unsere aktuelle Regierung für den Tierschutz und Tierrechte eintritt:


1 2 3 4 5 6 7 8 9
ungenügend - - - neutral - - - sehr gut

2. Wie beurteilen Sie die Art und Weise, in der die parlamentarische Opposition für den Tierschutz und Tierrechte eintritt:


1 2 3 4 5 6 7 8 9
ungenügend - - - neutral - - - sehr gut

3. Wie beurteilen Sie die Art und Weise, in der die Österreichischen politischen Vertreter bei der EU für den Tierschutz und Tierrechte eintreten:


1 2 3 4 5 6 7 8 9
ungenügend - - - neutral - - - sehr gut

4. Sind Sie für die Abschaffung aller Tierversuche?


ja nein

5. Sollten Tiertransporte und Tierhaltung viel rigoroser kontrolliert werden?


ja nein

6. Werden Sie zukünftige Initiativen und Volksbegehren für Tierschutz unterstützen?


ja nein

7. Sollten Strafen bei Verstößen gegen den Tierschutz härter und konsequenter sein?


ja nein

8. Sind Sie für ein generelles Verbot von Schächtungen in Österreich?


ja nein

9. Sollte die Parteienstellung bei Meldungen zu Tierschutzverstößen eingerichtet werden?


ja nein






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Verleihung des Herbert-Stiller-Preises 2023 für tierversuchsfreie Forschung in Krems, Österreich

Ärzte gegen Tierversuche fördert menschliches Blutgefäß-Modell

Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) verleiht den mit 20.000 Euro dotierten Herbert-Stiller-Förderpreis an Dr. Stephan Harm und sein Team an der Universität für Weiterbildung Krems, Österreich. Der Preis unterstützt die Entwicklung eines innovativen Blutgefäß-Modells aus menschlichen Nabelschnüren für die Erforschung von Regenerationsprozessen und Sepsis (Blutvergiftung). Während der Preisverleihung am Freitag, 10.11.2023 stellte der Preisträger sein Projekt vor und erläuterte, wie dieses Modell sowohl die Blutgefäßforschung als auch die Vermeidung von Tierversuchen vorantreiben kann.

Dr. Dilyana Filipova (ÄgT, vorn, 2. v. li), Dr. Corina Gericke (ÄgT, vorn, 3. v. li.), Dr. Stephan Harm (Mitte), Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber (Institutsdirektorin, 1. v. re.) sowie Institutsmitarbeiter.    Quelle: Universität für Weiterbildung Krems

 

Am 10.11.2023 erhielt Dr. Stephan Harm von der Universität für Weiterbildung Krems, Österreich, einen der zwei diesjährigen gleichwertigen Herbert-Stiller-Preise für sein innovatives Projekt „Nabelschnur-Gefäßmodell“. Der Preis in Höhe von 20.000 Euro je Projekt wird von Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) für exzellente, menschenrelevante, tierfreie Forschungsprojekte vergeben und wurde durch zweckgebundene Spenden von neun großzügigen Sponsoren finanziert.

Dr. Stephan Harm erforscht die menschlichen Blutgefäße und arbeitet seit über 10 Jahren im Bereich der Sepsisforschung. Bei der Preisverleihung an dem Department für Biomedizinische Forschung an der Universität für Weiterbildung Krems stellte er sein einzigartiges, vielversprechendes Projekt vor. Dabei werden Nabelschnurstücke, die intakte menschliche Venen und Arterien enthalten, innerhalb einer „Blutgefäßkammer“ – eine Art Bioreaktor – über mehreren Wochen am Leben gehalten. Das Modell wird die Untersuchung wichtiger immunologischen Reaktionen und Regenerationsprozesse menschlicher Blutgefäße ermöglichen und soll für die Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutvergiftung eingesetzt werden. „Nach unserem Kenntnisstand ist dies das erste Forschungsmodell seiner Art, das intakte menschliche Blutgefäße aus der Nabelschnur nutzt“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, die vor Ort den Preis an Dr. Harm überreichte.

Das Projekt ist nicht nur für die Humanmedizin relevant, sondern auch für den Tierschutz, denn viele qualvolle Tierversuche werden für die Blutgefäßforschung durchgeführt. Ein Beispiel ist die sogenannte Rückenhautkammer, die Mäusen und Ratten implantiert wird und bei der die Rückenhaut großflächig gedehnt und teilweise entfernt wird. Diese Art von Versuchen sind mit erheblichen Schmerzen und Leid für die Tiere verbunden und enden mit ihrer Tötung. Das komplett tierfreie menschliche Nabelschnur-Gefäßmodell von Dr. Harm bietet ein besseres System zur Untersuchung von Blutgefäßen und kann so das Leben unzähliger Tiere retten.

„Wir freuen uns sehr, das vielseitige Projekt von Dr. Harm zu fördern und so das Wissen über schwere und weit verbreitete Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutvergiftung zu erweitern. Mit der Preisverleihung wollen wir nicht nur helfen, diese bemerkenswerte Arbeit voranzutreiben, sondern auch andere Wissenschaftler darin bestärken, dass die tierversuchsfreie Forschung der Weg in die Zukunft ist“, sagte Dr. Gericke bei der feierlichen Zeremonie.

Ein weiterer Herbert-Stiller-Preis in gleicher Höhe wurde am 12. Oktober an Prof. Dr. Peter Loskill und sein Team an der Eberhard Karls Universität Tübingen für die Entwicklung eines Brustkrebs-auf-dem-Chip-Modells für die Krebsforschung verliehen.

Die beiden Herbert-Stiller-Preise 2023 werden durch die Sponsoren Florian Buchner, Viviane Frey, Ed Destrée, Margrit Vollertsen-Diewerge, Ralf Hennig, Nina Rettberg und drei weitere Personen, die anonym bleiben möchten, finanziert.


Wir – der IBT – gratulieren Dr. Stephan Harm und seinem Team ganz herzlich zu diesem Preis. Wir freuen uns, dass Forscher in Österreich die richtigen Zeichen setzen und mit den Alternativen zu Tierversuchen in die richtige, zukunftsweisende und ethisch einzig vertretbare Richtung handeln.

 

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165.000 Unterschriften gegen Botox-Tierversuche Treffen mit Europäischer Arzneimittelagentur EMA in Amsterdam

Noch immer werden Zigtausende Mäuse qualvoll erstickt, um Botulinumtoxin-Produkte – besser bekannt unter dem Handelsnamen „Botox“ – zu testen, obwohl es seit 12 Jahren tierversuchsfreie Verfahren gibt. Der Mäuse-Test muss aus dem Europäischen Arzneibuch gestrichen werden, so die Forderung der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) heute in Amsterdam. Der Dachverband übergab 165.770 europaweit gesammelte Unterschriften an die Europäische Arzneimittelagentur EMA. Die zuständige Behörde EDQM hatte zuvor die Annahme verweigert.

Das Nervengift Botulinumtoxin ist vor allem bekannt für seine Anwendung im kosmetischen Bereich, um etwa Falten im Gesicht zu glätten. Es wird aber auch für medizinische Zwecke eingesetzt, etwa gegen Lidzuckungen oder Schiefhals. Unabhängig von der Anwendung wird jede einzelne Produktionseinheit getestet, bevor sie in den Verkauf gehen darf. Üblicherweise geschieht dies durch den sogenannten LD50-Test an Mäusen. Dabei wird Gruppen der Nager die Substanz in verschiedenen Verdünnungen in die Bauchhöhle gespritzt, um festzustellen, bei welcher Dosis die Hälfte stirbt (LD50 = letale Dosis 50 Prozent). Das Toxin verursacht Atemlähmungen, wodurch es zu einem stundenlangen Todeskampf durch Ersticken kommen kann.

Der Test ist im Europäischen Arzneibuch festgeschrieben, allerdings erlaubt das Regelwerk auch die Nutzung tierversuchsfreier Verfahren. Die drei wichtigsten Hersteller Allergan, Merz und Ipsen haben seit 2011 behördliche Anerkennungen für selbst entwickelte tierversuchsfreie Tests bekommen und verzichten so zumindest zum großen Teil auf die Tiertests. Dennoch müssen immer noch Zigtausende Mäuse allein in Europa für Botox-Produkte leiden und sterben. 2021 wurden in Deutschland Botox-Tests an 22.440 Mäuse genehmigt. In Irland, als dem Schwerpunkt der Botox-Testungen, waren es 2021 über 82.000 Mäuse.

Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), bei dem auch der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche aktives Mitglied ist, führt seit 2009 eine europaweite Kampagne gegen die grausamen Tests und hat mit der Umstellung der größten Hersteller einige Erfolge zu verbuchen. Der Verband fordert die Streichung des LD50-Tests aus dem Europäischen Arzneibuch. Die dafür zuständige Behörde Europäisches Direktorat für die Qualität von Arzneimitteln EDQM hatte den Tierschützern die Annahme der gesammelten Unterschriften verweigert.

Heute traf sich eine dreiköpfige Delegation der ECEAE mit Vertretern der EMA in Amsterdam und überreichte die mehr als 165.000 Unterstützungsbekundungen. Die EMA arbeitet mit der EDQM in vielerlei Hinsicht zusammen und soll ihren Einfluss geltend machen, damit der Botox-Test an Mäusen aus dem Regelwerk gestrichen wird.

Weitere Infos:
Kampagne „Stoppt Botox-Tierversuche“

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/helfen/aktiv-werden/kampagnen/stoppt-botox-tierversuche

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TMM – Tierschutz meets music

 

 

“TIERSCHUTZ MEETS MUSIC” bietet freien Eintritt, bzw. Vergünstigung bei unseren kommenden, regelmässigen Veranstaltungen und Aktionen für ordnungsmässig eingetragene Mitglieder unseres Tierschutz- und Tierechtsvereins.

Wir hoffen auf Eure Teilnahme und bedanken uns schon hier für Eure Unterstützung – wie wir allen, die sich dafür entscheiden, viel Freude mit unseren zukünftigen Angeboten wünschen.

Bitte dem hier unten angeführten Link folgen um die Anmeldung durchzuführen. Alle weiteren Details bzw. die Veranstaltungen und Aktionen findet Ihr ebenfalls auf den Webseiten unseres Partners 3S1.AT

TMM.3S1.AT

 

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Durchbruch: Die Europäische Bürgerinitiative gegen Tierversuche hat über 1,2 Millionen gültige Unterschriften erreicht und ist damit validiert

 

Brüssel / Stuttgart, 26. Januar 2023 – Jetzt ist es amtlich: Die Europäische Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics – Commit to a Europe Without Animal Testing” hat das Quorum von einer Million gültigen Unterschriften durchbrochen und insgesamt 1.217.916 Millionen Unterzeichnungen von Unterstützenden aus der ganzen EU erreicht.

Die Europäische Kommission ist jetzt dazu verpflichtet, sich mit den Urheberinnen und Urhebern der Initiative zu treffen und mit dem Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auseinanderzusetzen. Da über 10 Millionen Tiere jedes Jahr in der EU für Experimente leiden und neue tierfreie Methoden schneller entwickelt werden als je zuvor, ist die Zeit für Veränderung nun endgültig gekommen.

„Die Tage, an denen wehrlosen Tieren Inhaltsstoffe von Kosmetika in den Rachen gepumpt, sie absichtlich mit schwer belastenden Krankheiten angesteckt oder ihnen Löcher in den Schädel gebohrt werden, müssen ein Ende haben“, so Sabrina Engel, Vorsitzende des Organisationskomitees für die Europäische Bürgerinitiative und Fachreferentin für den Bereich Tierversuche bei PETA Deutschland. „Auf EU-Ebene ist jetzt ein radikales Umdenken nötig, das einen echten Wandel unterstützt.“

„Diese Europäische Bürgerinitiative bedeutet eine schlagkräftige Unterstützung für die Forderung des Europäischen Parlaments, Tierversuche endgültig und dauerhaft zu ersetzen“, so die Europaabgeordnete (MdEP) Tilly Metz von der Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz. „Mit den vielen zusätzlichen Stimmen der Bürgerinnen und Bürger, die jetzt in diesen Kanon eingestimmt haben, kann die Kommission die lauten Rufe nach einem schnelleren Übergang zu tierfreier Wissenschaft nicht länger ignorieren.“

„Angesichts der Bedrohung, die die Chemikalienstrategie für Tiere in Laboren bedeutet, kommt die Europäische Bürgerinitiative genau zur richtigen Zeit“, so MdEP Sirpa Pietikäinen von der Europäischen Volkspartei. „Von diesem Tag an sollten keine zusätzlichen Tests an Tieren mehr verlangt werden, um Informationslücken hinsichtlich Chemikalien zu füllen. Wir müssen uns zu einer humaneren und sichereren Risikobewertung von Chemikalien hinbewegen.“

„Die Botschaft der Bürgerinnen und Bürger war nie deutlicher oder stand mehr im Einklang mit Stimmen aus Wissenschaft, Industrie, NGOs und Politikern“, so MdEP Anja Hazekamp von der Linken-Fraktion. „Jeder versteht, dass ein Plan, aus Tierversuchen auszusteigen, eine Win-win-Situation für Menschen, nicht-menschliche Tiere sowie die Umwelt bedeutet. Die Kommission sollte jetzt auf die Bürgerinnen und Bürger hören und den Ausstieg endlich wahrmachen.“

„Europäische Bürgerinnen und Bürger verlangen schon lange nach tierversuchsfreier Kosmetik. Diese Bürgerinitiative ist eine weitere Erinnerung für die Kommission, dass EU-Bürger es nicht hinnehmen, dass legislative Schlupflöcher im eigentlich bestehenden Verbot von Tierversuchen für Kosmetik nicht geschlossen werden“, sagt MdEP Niels Fuglsang von der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten.

Die drei Forderungen der Bürgerinitiative sind eine robuste Umsetzung des Verbots, Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe durchzuführen, ein kompletter Umstieg auf tierfreie Methoden in der Chemikalientestung sowie schließlich die Verpflichtung zu einem Plan zum schrittweisen Ausstieg aus sämtlichen Experimenten an Tieren.

Die Europäische Bürgerinitiative wurde im August 2021 von den Organisationen Cruelty Free Europe, Eurogroup for Animals, der European Coalition to End Animal Experiments, Humane Society International/Europe und PETA mit Unterstützung der internationalen Kosmetikkonzerne The Body Shop und Dove initiiert. Sie wurde seitdem aktiv von Firmen wie Lush sowie einem Zusammenschluss verschiedener Gruppen und Campaignern aus allen Ecken Europas beworben. Auch Hunderte Prominente haben die Kampagne unterstützt, darunter Sir Paul McCartney, Ricky Gervais, die finnische Heavy Metal-Band Lordi, der italienische Sänger Red Canzian, der französische Journalist Hugo Clément und Schauspielerin Evanna Lynch.

Keine andere Europäische Bürgerinitiative hat je so viel Unterstützung aus so vielen verschiedenen Ländern erfahren. Um Erfolg zu haben, muss eine Europäische Bürgerinitiative mindestens eine Million gültige Unterschriften sowie in mindestens sieben verschiedenen EU-Ländern ein Minimalziel an Unterstützungsbekundungen erreichen. Diese Bürgerinitiative hat das Minimalziel in 22 verschiedenen Ländern erfüllt und zeigt somit, dass ganz Europa den Ausstieg aus Tierversuchen unterstützt.

 Hinweis an die Redaktionen:

  • Die Europäische Bürgerinitiative zur Beendigung von Tierversuchen hat ein Netzwerk aus NGOs und multinationalen Unternehmen aus ganz Europa zusammengebracht. Dies ist das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Anzahl an europäischen Organisationen sich zusammengeschlossen hat, um Tieren in Laboren zu helfen.
  • Nach der Einreichung und der internen Prüfung durch die EU-Kommission wird die Zahl der Unterschriften pro Land aktualisiert und hier veröffentlicht.
  • Nach Erhalt der gültigen Unterschriften werden sich Vertreter der Kommission mit Organisatoren der Initiative treffen, um sich von ihnen die Forderungen und Inhalte im Detail erklären zu lassen. Der Initiative wird außerdem eine öffentliche Anhörung im EU-Parlament gewährt, bevor die Kommission formell darauf antwortet.
  • Weitere Informationen zu Europäischen Bürgerinitiativen finden Sie auf dem Fact Sheet der Website des Europäischen Parlaments.

 

 

 

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ECEAE – Preis für tierfreie Antikörper


 
ECEAE bietet 10.000 Euro für die Entwicklung und den vorbildlichen Einsatz tierfreier Antikörper.

Bis zu einer Million Tiere werden jedes Jahr in der EU für die Herstellung von Antikörpern verwendet und getötet, obwohl es überlegene tierversuchsfreie Methoden gibt. Um das Bewusstsein für die Vorteile dieser Methoden zu schärfen und ihre Anwendung zu fördern, schreibt die European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) einen einzigartigen Preis für die Entwicklung und den exemplarischen Einsatz von tierfreien Antikörpern aus. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll die Empfehlung des EU-Referenzlabors EURL-ECVAM unterstützen, keine tierischen Antikörper mehr zu verwenden und den Übergang von tierischen zu tierfreien Antikörperproduktionssystemen zu beschleunigen.

Antikörper sind vom Immunsystem produzierte Proteine, die einzigartige molekulare Muster (Antigene) erkennen und binden können und die Neutralisierung von Fremdkörpern und Krankheitserregern unterstützen. Aufgrund ihrer spezifischen Bindungseigenschaften sind Antikörper eines der am weitesten verbreiteten Werkzeuge in Forschung, Diagnostik,  Therapeutika und regulatorischen Verfahren. Obwohl moderne und präzise tierversuchsfreie Methoden zur Antikörperbildung, z.B. durch „Phage display“, seit Jahrzehnten zur Verfügung stehen, wird die überwiegende Mehrheit der Antikörper für Forschungszwecke immer noch in Tieren produziert, was zu immensen Tierleiden und dem Verlust von Tierleben führt. Zum Beispiel werden zur Erzeugung monoklonaler Antikörper über die sogenannte “Aszites-Methode” Antikörper produzierende Zellen in lebende Mäuse injiziert, was zu einem tumorartigen Wachstum, einer Entzündung und Sekretion einer antikörperhaltigen Flüssigkeit in der Bauchhöhle (Aszites) führt, was für die Mäuse unerträglich schmerzhaft ist. Sogenannte polyklonale Antikörper werden häufig in Tieren wie Ratten, Kaninchen, Hamstern, Meerschweinchen und auch großen Tieren wie Schafen, Ziegen, Eseln und Pferden produziert. Schätzungsweise etwa 1 Million Tiere werden jedes Jahr allein in der EU für die Entwicklung und Produktion von Antikörpern verwendet (1).

Im Jahr 2020 veröffentlichte das EU-Referenzlabor für Alternativen zu Tierversuchen (EURL ECVAM) eine “Empfehlung zu nicht tierischen Antikörpern”, in der es heißt, dass “es eine solide Sammlung von Beweisen dafür gibt, dass es keine allgemeinen oder systematischen Nachteile von nicht tierischen Antikörpern in Bezug auf Eigenschaften wie Affinität, Stabilität/Haltbarkeit und Spezifität gibt”. (2) Die Empfehlung kommt zu dem Schluss, dass Tiere nicht mehr für die Entwicklung und Produktion von Antikörpern verwendet werden sollten und die EU-Mitgliedstaaten diese Verfahren nicht mehr zulassen sollten.

Um das Bewusstsein für die Vorteile tierfreier Antikörper zu schärfen und deren Entwicklung und Anwendung voranzutreiben, freut sich die ECEAE, erstmals einen einzigartigen Preis für tierfreie Antikörper in Höhe von 10.000 Euro auszuschreiben. Ziel ist es, die Vielseitigkeit und Überlegenheit tierfreier Antikörper hervorzuheben und ihre Akzeptanz und Verwendung für Forschungs- und Therapiezwecke zu fördern. Einzelne Forscher, aber auch öffentliche und private Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Europa, die sich auf die Entwicklung oder Anwendung von tierfreien Antikörpern konzentrieren, sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Der Preis wird im März-April 2022 auf einer internationalen Veranstaltung in Brüssel, Belgien, verliehen.

ECEAE hofft, dass dieser außergewöhnliche Preis das Bewusstsein für die ethischen und wissenschaftlichen Vorteile von tierfreien Antikörpern schärfen und mehr Forscher ermutigen wird, die Verwendung von Tieren für die Antikörperproduktion einzustellen.

Weitere Informationen

Link Ausschreibung im Original >>

PDF Diese Information im Originaltext >>

PDF Ausschreibung im Oriiginal >>

Referenzen

  1. EU Science Hub – European Commission: Better antibodies without using animals. 11.5.2020, https://ec.europa.eu/jrc/en/science-update/better-antibodies-without-using-animals
  2. Viegas Barroso JF et al. EURL ECVAM recommendation on non-animal-derived antibodies. Publications Office of the European Union, 2020

 

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Tierversuche in der EU – Pressemeldung ECEAE / IBT im Juli 2021

Die Europäische Kommission veröffentlicht die statistischen Daten zu Anzahl, Arten und Zweck des Einsatzes von Tieren in der Forschung im Jahr 2018 (https://ec.europa.eu/environment/chemicals/lab_animals/pdf/SWD_%20part_A_and_B.pdf ) in 29 Mitgliedstaaten – (einschließlich Norwegen und England, deren neueste verfügbare Daten aus dem Jahr 2015 stammen).

Insgesamt wurden 8.921.758 Tiere ohne Daten der Norwegischen Statistik 2015, bzw. 10.572.305 Tiere mit den Norwegischen Daten aus 2015, bis 2018 in europäischen Labors verwendet. Die Zahlen sind erschreckend hoch, obwohl die EU-Richtlinie 2010/63 vorsieht, dass die Verwendung von Tieren nur der letzte Ansatz sein soll. Politisch und institutionell ist ganz Europa zur Umsetzung von alternativen Methoden und dem Ersatz von Tieren in der wissenschaftlichen Forschung verpflichtet.

Erstmalig enthält diese EU-Statistik auch gentechnisch veränderte Tierlinien sowie deren Entstehung, Betreuung und Verwendung (Richtlinie 2010/63/EU).

Über 1,5 Millionen gentechnisch veränderte Tiere sind die traurige Realität. 16 Prozent davon weisen einen leidenden Phänotyp auf, mit Schmerzen von Geburt an, da sie bewusst herbeigeführte Krankheiten erleiden müssen.

Im Vergleich zu 2015, ist der zunehmende Einsatz von Hunden (+ 29 % – 17.711 Tiere) und Primaten (+ 4% – 8.583 Tiere) sowie besonders geschützten Arten, deren Verwendung streng geregelt ist, äußerst negativ auffallend.
Besonders bei Primaten hatte sich Europa das Ziel gesetzt, nur Tiere aus autarken Kolonien zu verwenden. Die mehrheitliche Herkunft dieser Tiere ist aus Nicht-EU-Ländern, wie z.B. Afrika und Asien, wo massenhafte Fänge von Primaten stattfinden.

Zu den am häufigsten aus Nicht-EU-Ländern in die Europäische Union importierten Arten gehören auch Katzen (38%) und Hunde (46%).
46 Prozent der Tiere wurden in der Grundlagenforschung eingesetzt, die keinen klar definierten gesetzlichen Regeln unterliegen. Tatsächlich wurden nur 18% der Tierversuche für die Beantwortung von Anfragen verwendet. An fast der Hälfte der Tiere (4.732.546 Individuen) finden Eingriffe in den beiden höchsten Schmerzklassen (mittelschwer und schwer) statt. Die Wiederverwendung (durch die neue Richtlinie von 2013 erlaubt) umfasst 2% der Tiere und betrifft in der Praxis insbesondere Pferde, Esel, Schafe, Hunde, Katzen und Primaten.

Die EU-Kommission hat die erste statistische Datenbank zu Tierversuchen “UE ALURES“ veröffentlicht, die freien Zugang zu weiteren Informationen über die Verwendung von Tieren in der EU anbietet:
https://ec.europa.eu/environment/chemicals/lab_animals/alures_en.htm

 

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Bedenken hinsichtlich der Ausweitung des Handels mit Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis) auf Mauritius und ihre Gefangennahme aus der Wildnis.

Unsere aktuelle EU-Aktion:

An

die Österreichischen EU-Abgeordneten

via Email

Wien, im Juni 2021

Betreff: Bedenken hinsichtlich der Ausweitung des Handels mit Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis) auf Mauritius und ihre Gefangennahme aus der Wildnis.

Richtlinie 2010/63/EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere Mit dieser Richtlinie wird die Richtlinie 86/609/EWG ersetzt und aufgehoben. Directive 2010/63/EU on protecting animals used for scientific purposes It replaces and repeals Directive 86/609/EEC.

Sehr geehrte EU-Abgeordnete!

Unser Schreiben betrifft die Notlage der Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis) in Mauritius. Mauritius ist der Hauptlieferant von Affen für Forschungszwecke in die EU – von dort werden jährlich viele tausende Tiere exportiert.

Für das Jahr 2020 liegen diesbezüglich folgende Zahlen vor:

 Spanien (2.126)

 Frankreich (1.027)

 Niederlande (290)

 Deutschland (29)

Im EU-Raum angekommen, werden die Tiere wahrscheinlich zur Umverteilung weitertransportiert – so zum Beispiel durch das Unternehmen SILABE (Simian Laboratory Europe) mit Sitz in Niederhausbergen / Frankreich. Diese Firma unterhält eine Depot- und Lieferanlage und ist dafür bekannt, Langschwanzmakaken aus Mauritius zu importieren und weiter an Labore in Italien und Deutschland zu verkaufen.

Wir möchten mit diesem Schreiben Ihr Augenmerk auf die jüngste Genehmigung der Regierung von Mauritius für die Erweiterung einer der Primatenhandelsanlagen der Biosphere Trading Ltd. richten – damit verbunden ist auch eine Erhöhung der Fangquote von Wildtieren bis zu 1.000 Langschwanzmakaken für Zuchtzwecke. (Ref. 1 und 2 am Ende des Schreibens).

Des Weiteren wurden im Jahr 2019 174 Langschwanzmakaken mit dem Quellcode „W“ (wild) von Mauritius in die USA exportiert (Ref. 3 am Ende des Schreibens) – relevante Daten für das Jahr 2020 sind noch nicht verfügbar.

Laut Medienberichten beabsichtigt Biosphere Trading Ltd., die lokale Bevölkerung für das Fangen von Affen heranzuziehen, indem Grundeigentümer und Pächter mit Fallen versorgt werden, um der Tiere habhaft zu werden. Biosphere Trading Ltd. kauft dann in der Folge ausgewählte Tiere (Ref. 2 am Ende des Schreibens). Ein solcher Ansatz und derartige Praktiken zur Jagd auf wilde Affen ist alarmierend und wirft massive Bedenken hinsichtlich des Tier- und Artenschutzes auf.

Biosphere Trading Ltd. setzt definitiv ein Kopfgeld für die Affen aus. Neben dem Leid durch Gefangennahme und Eingrenzung dieser Individuen muss man auch große Sorge um das Schicksal jener eingefangenen Affen haben, die in der Folge nicht von Biosphere Trading Ltd. gekauft werden!

In der überarbeiteten Fassung der Richtlinie der Europäischen Union 2010/63/EU (Ersatz für 86/609 / EWG) zum Schutz von für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tieren, wurde anerkannt, dass sich Probleme durch die Gefangennahme nichtmenschlicher Primaten aus der Wildnis hinsichtlich Tierschutz, Tiergesundheit und ethischer Belange ergeben. Zwecks Beendigung des Einfangens von Wildtieren für wissenschaftliche Belange und Zuchtzwecke, wird in der Richtlinie als eines der Ziele festgelegt, nach einer angemessenen Übergangszeit nur mehr die Verwendung von nichtmenschlichen Primaten in der Forschung zuzulassen, sofern es sich um Nachkommen von Tieren handelt, die in Gefangenschaft gezüchtet wurden (F2 / F2 + Generation) oder wenn die Tiere aus autarken Kolonien (SSC) stammen (Ref. 3 am Ende des Schreibens).

2017 wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, in der ein Umsetzungsdatum für die Richtlinie im Jahr 2022 festgelegt wurde (Ref. 4 und 5 am Ende des Schreibens).

In dieser Machbarkeitsstudie wurde festgestellt, dass 50% der nichtmenschlichen Primaten, die erstmals im Jahr 2014 in der EU-Forschung zur Verwendung kamen, auf Mauritius geboren wurden. In Stellungnahmen von Primatenzuchtfirmen auf Mauritius wird dargelegt, dass bis etwa in das Jahr 2008 Zuchttiere aus der Wildnis entnommen wurden – danach, so wird behauptet, wurden die autarken Kolonien geschlossen und nur mehr mit Zuchttieren gehandelt.

Im Gegensatz zu diesen Behauptungen ist jedoch aufgrund der oben erwähnten jüngsten Entwicklungen klar, dass Mauritius den Handel mit in der Wildnis gefangenen Langschwanzmakaken für die Zucht und den Export wieder aufgenommen hat. Dies könnte zur Wiederaufnahme großflächiger, kommerzieller Fallenstellungen führen, was einen enormen Rückschritt in Bezug auf den Tierschutz zur Folge hat. In einer Zeit, in der die Europäische Union die Verwendung von wild gefangenen nichtmenschlichen Primaten und deren Nachkommen in erster Generation in der Forschung beendet, ist es somit unvereinbar, wenn die EU Affen aus einem Land importieren sollte, welches nicht nur die Grausamkeit und das Leid von wild gefangenen Tieren zwecks Handel duldet, sondern es auch zulässt, dass dieser Handel ausdehnt wird.

Darüber hinaus stellen wir die Frage, welche Vorkehrungen die EU trifft, um zu gewährleisten, dass aus Mauritius importierte Affen Nachkommen von in Gefangenschaft gezüchteten Tiere sind und nicht aus Betrieben stammen, die am Fang von wilden Langschwanzmakaken zu Zuchtzwecken oder zum direkten Export beteiligt sind.

Wir hoffen, dass Sie diese Bedenken im Europäischen Parlament, in der Europäischen Kommission und im direkten Austausch mit Mauritius zur Sprache bringen.

Bitte lassen Sie uns wissen, falls wir Sie mit weiteren Informationen diesbezüglich unterstützen können.

Wir würden uns über Ihre Stellungnahme zu diesem brisanten Thema freuen, mit freundlichen Grüßen

Gerda Matias (Präsidentin des IBT)

Referenzen :
2. Export à des fins de recherche médicale: feu vert du GM au plus Grand Projet d’élevage. https://defimedia.info/exportation-des-fins-de-recherche…
3. UNEP-WCMC CITES-Datenbank
4. 2010/63 / EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2010 am Schutz von Tieren, die zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet werden (Artikel 10) Richtlinie: https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2010/63/oj
5. Die Machbarkeitsstudie (Referenz: 07.0201 / 2014 / SI2.690759 / SER / ENV.A3) gemäß Anforderung in Artikel 10 der Richtlinie 2010/63 / EU über den Schutz von Tieren, die zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet werden.“ – 2017

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