Wir sind eine seit 1968 bestehende Tierrechtsorganisation mit Mitgliedern, Freunden und Kontaktstellen in aller Welt. Unser Ziel Ist die Abschaffung aller Tierversuche sowie deren Ersatz durch tierversuchsfreie Methoden.

PROTEST GEGEN TIERVERSUCHE AN DER JKU LINZ

Wir arbeiten derzeit an einem Schwerpunkt – dem Protest gegen die geplante Etablierung von Tierversuchen an der Johannes Kepler Universität in Linz.

Sie können hier online Ihre Unterstützung zu dieser Protestaktion an uns weiterleiten – nutzen sie bitte dafür das folgende Formular. In den nächsten Tagen stellen wir hier auch unsere Unterschriftenliste für download zum Ausdruck zur Verfügung. Diese Listen können Sie sodann per Post an uns senden. Gerne schicken wir Ihnen auf Wunsch diese Listen auch zu – ein kurzer Anruf oder eine Email genügt.


PROTEST GEGEN TIERVERSUCHE AN DER JKU LINZ
Unterstützungsformular zum Protest an das Rektorat der JKU-Linz gegen die geplante Einrichtung eines Tierversuchslabors.
Wenn Sie nicht Österreich, Deuschland oder Schweiz gewählt haben - bitte angeben
Format: JJJJ / MM / TT
Wir geben Ihre Daten gemäss unserem Impressum nicht an Dritte weiter. Sie können den Erhalt jederzeit telefonisch oder mittels Email stornieren.

Zum Thema hier auch unser Text zum Protest:

An das REKTORAT der
Johannes Kepler Universität
Altenberger Straße 69
4040 LINZ

November / Dezember 2020

BETRIFFT:  PROTEST GEGEN DIE EINRICHTUNG EINES
                  TIERVERSUCHSLABORS AN DER JKU LINZ.

Sehr geehrter Herr Rektor!

Mit den umseitigen Unterschriften bestätigen wir unseren Protest gegen das Vorhaben, an der Johannes Kepler Universität in Linz ein Labor für  Tierversuche zu planen und einzurichten.

Die JKU Linz hat sich bislang zu Recht damit gerühmt, keine Tierversuche zu unterstützen oder durchzuführen, und ist damit im Kreise anderer Institute welche gleichfalls diesen fortschrittlichen und humanen Weg verfolgen ein Vorbild und Wegweiser. Diese wichtige Stellung ist mit Ihren Planungen und Vorhaben in Gefahr – wie dadurch auch die weit gediehenen Forschungen an alternativen Methoden ignoriert und leider wiederum torpediert werden.

Es steht für uns außer Frage, dass Tierversuche aus ethischen und moralischen Gründen abzulehnen sind. Mittlerweile gilt es auch als bewiesen, dass alternative Methoden weitaus zielführendere Ergebnisse liefern und somit das Quälen und Töten von jährlich Tausenden bis Millionen von Tieren jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt.

Wir ersuchen Sie daher, Ihre Planungen und Arbeiten an diesen Vorhaben einzustellen und sich im Gegensatz dazu für alle weiteren Forschungen und Entwicklungen alternativer Methoden einzusetzen. Die JKU Linz sollte in Zukunft nicht nur für „KEINE TIERVERSUCHE“ stehen sondern ein aktives Institut für die Entwicklung solcher alternativen Methoden werden! Für eine derartige Zielsetzung, die Ihr Institut auch seit dem Jahr 2014 breit und medienwirksam verfolgt,  wären die Mittel weitaus besser, humaner und letztendlich erfolgreicher angelegt.

Im Namen der Unterzeichnenden,

Int. Bund der Tierversuchsgegner
Präsidentin Gerda Matias (Initiatorin des Tierschutzvolksbegehrens 1995)

Zum Thema eine Email, welche eine Kollegin vor Ort an zahlreiche Politiker zum Thema im August 2020 verfasst hat:

Ich erlaube mir Sie auf die laut gewordene Kritik des Onkologie-Leiters Dr. Schmitt hinzuweisen. Nicht nur dass er u.a. als Korrespondenzautor in China an grausamen Tierversuchen höchsten Schweregrades beteiligt war, die in anderen Ländern nur schwer genehmigt werden, auch hat er sich bemüht die festgeschriebenen progressiven Prinzipien für tierversuchsfreie Forschung bei Gründung der Linzer Medizinfakultät über Bord zu werfen. (siehe Artikel der Kronenzeitung aus dem Jahre 2014 im Anhang)

Und das obwohl die JKU mit ihrer technischen Fakultät und guten Beziehungen zur FH für Medizin und Bioinformatik österreichweit über ein vorbildliches Netzwerk verfügt und als Standort des weltweit größten Kongresses über Alternativen zum Tierversuch bekannt ist (EUSAAT). Stattdessen ist jetzt geplant Millionen in ein Tierversuchslabor zu investiert das schon jetzt medizinisch und wissenschaftlich überholt ist und in keiner Hinsicht nachhaltig sein wird. Die Patienten und Patientinnen haben sich nicht nur ausreichend Ärzt_innen sondern auch die besten Diagnoseverfahren und sichersten Therapien verdient!

Bitte helfen Sie mit auf diesen Missstand hinzuweisen. In Linz hat sich dafür bereits eine Bürgerinitiative gegründet, die u.a. von Professor_innen und MedizinerInnen unterstützt wird. Bereits Anfang September 2019 gab es dazu eine Sendung im Dorf-TV, die ich co-moderierte: https://dorftv.at/video/31871 Eine Expertise dazu bieten die Ärzte gegen Tierversuche: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/neuigkeiten/3180-offener-brief-an-den-rektor-der-uni-linz Wir brauchen dringend Ihre starke Stimme. Gerne helfe ich Ihnen als Drehscheibe für gewünschte Expert_innen auf dem Gebiet der tierversuchsfreien Forschung mit Focus auf den Standort Linz.

Zum Thema hier noch der erwähnte Artikel aus der Kronen Zeitung aus dem Jahr 2014:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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EURL ECVAM – Bessere Antikörper ohne Verwendung von Tieren

Diese zusammenfassende wissenschaftliche Empfehlung ist bahnbrechend!
Kurz, klar und schonungslos ehrlich. Leider hat man ein wesentliches Argument unterlassen: Die ESAC-Stellungnahme zur “wissenschaftlichen Gültigkeit von Ersatzstoffen für tierische Antikörper” müßte auf alle gesetzlich immer noch zwingend vorgeschriebenen Tierversuche (Testbereiche) ausgeweitet werden – dies ist Aufgabe der Gesetzgeber. Die Politik kann man hier nicht aus der direkten Verantwortung entlassen.

(eine generelle Einschätzung unserer Expertin, Frau Anneliese Boldizsar – übersetzt aus dem Englischen Originaltext)

 

Bessere Antikörper ohne Verwendung von Tieren

Das EU-Referenzlabor der GFS für Alternativen zu Tierversuchen (EURL ECVAM) hat eine Empfehlung herausgegeben, in der Endnutzer und andere Interessengruppen aufgefordert werden, die wissenschaftliche Gültigkeit nicht von Tieren stammender Antikörper anzuerkennen und die Verwendung von Tieren für die Entwicklung und Produktion von Antikörpern einzustellen.

Die Empfehlung basiert auf der Stellungnahme des Scientific Advisory Committee (ESAC) von EURL ECVAM und besagt, dass Tiere nicht mehr zur Entwicklung und Herstellung von Antikörpern für Forschungs-, Regulierungs-, Diagnose- und Therapieanwendungen verwendet werden sollten. Es stellt auch Missverständnisse in Frage, die in der wissenschaftlichen Gemeinschaft über nicht von Tieren stammende Antikörper bestehen, und hebt die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteile ihrer Verwendung hervor.

In der EU werden jedes Jahr fast 1 Million Tiere zur Erzeugung und Produktion von Antikörpern verwendet, obwohl Technologien verfügbar sind, die den Einsatz von Tieren nicht erfordern. Diese Zahl ist nicht nur hoch, sondern die angewandten Verfahren verursachen häufig schweres Leiden. In der Empfehlung werden konkrete Maßnahmen für wichtige Akteure vorgeschlagen, darunter Endnutzer, kommerzielle Anbieter, Behörden, Forschungsförderungsstellen und Herausgeber von wissenschaftlichen Fachjournalen.

„Die EU-Richtlinie 2010/63 zum Schutz von Tieren, die für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden, ist sehr klar“, betont Maurice Whelan, GFS-Wissenschaftler und Leiter von EURL ECVAM. „Wenn eine wissenschaftlich gültige Alternative verfügbar ist, muss sie einfach angewendet werden. Die Entwicklung und Produktion von Antikörpern durch Immunisierung von Tieren sollte nicht genehmigt werden, wenn keine solide, legitime wissenschaftliche Rechtfertigung vorliegt.“

Technologien zur Gewinnung von Antikörpern ohne Einsatz von Tieren

Antikörper sind spezielle Proteine, die von unserem Immunsystem produziert werden, um zu verhindern, dass „Eindringlinge“ wie Bakterien oder Viren uns Schaden zufügen, wenn wir uns beispielsweise schneiden oder an der Grippe erkranken. Sie werden auch in der biomedizinischen Forschung in großem Umfang zur Identifizierung und Isolierung von Molekülen und zur Entwicklung neuer Arzneimittel eingesetzt und sind für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten von grundlegender Bedeutung. Nicht-tierische Methoden zur Erzeugung und Herstellung von Antikörpern sind seit Jahren verfügbar. Eine solche Methode, die auf der sogenannten Phagendisplay-Technologie basiert, ist äußerst vielseitig und kann verwendet werden, um auf sehr effiziente Weise eine nahezu unendliche Anzahl hochwertiger Antikörper zu erzeugen. Die Erfinder der Technik erhielten 2018 den Nobelpreis für Chemie. Antikörper, die durch Phagendisplay hergestellt werden, sind bereits in mehreren Bereichen, einschließlich Therapeutika, weit verbreitet. Der Antikörper Adalimumab ist beispielsweise ein zugelassenes Medikament, das ein bestimmtes Biomolekül im Körper erkennt und an dieses bindet, um Entzündungen zu reduzieren und Symptome zu lindern, die mit vielen verschiedenen Erkrankungen wie Arthritis, Psoriasis und Morbus Crohn verbunden sind.

Bewältigung der Reproduzierbarkeitskrise in der Wissenschaft

Nicht von Tieren stammende Antikörper weisen typischerweise äußerst wünschenswerte Eigenschaften auf, wie die Fähigkeit, eine starke Bindung mit Zielmolekülen zu bilden (Bindungsaffinität), eine lange Haltbarkeit (Stabilität) und die Fähigkeit, sehr selektiv zu sein (Spezifität) und sind in der Regel in ihren Ergebnissen besser als tierische Äquivalente. Die GFS-Wissenschaftlerin Marlies Halder, Mitautorin der EURL ECVAM-Empfehlung, erklärt: „Von Tieren stammende Antikörper leiden typischerweise unter einer Variabilität von Charge zu Charge und viele zeigen eine geringe Spezifität gegenüber dem Zielmolekül. Diese Probleme können leicht durch die Verwendung von nicht von Tieren stammenden Antikörpern gelöst werden, die durch Phagendisplay-Technologie erzielt werden. Ihre Verwendung wird die Reproduzierbarkeit und Relevanz wissenschaftlicher Verfahren erheblich verbessern und zu einer effizienteren und effektiveren Verwendung von Forschungsmitteln führen.“

Eine schlechte Reproduzierbarkeit von Experimenten ist eine schlechte Nachricht, wenn es um Zeit und Geld geht. Tatsächlich wird geschätzt, dass die biomedizinische Forschungsgemeinschaft versehentlich jährlich viele hundert Millionen Euro für unspezifische und schlecht definierte tierische Antikörper ausgibt. Darüber hinaus entstehen durch die damit verbundene Zeit- und Ressourcenverschwendung und die Weiterverfolgung potenziell irreführender Forschungsergebnisse erhebliche Verluste. Nicht von Tieren stammende Antikörper können zuverlässig in unbegrenzten Mengen hergestellt werden, was im Wesentlichen eine lebenslange Versorgung mit Antikörpern mit identischer Leistung gewährleistet, eine wichtige Voraussetzung für die Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Experimente, die Affinitätsreagenzien erfordern.

Übergang zu nicht tierischen Antikörpern

Mehrere Faktoren tragen zu einem langsamen Übergang der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu nicht von Tieren stammenden Affinitätsreagenzien bei. Zum einen ist die kommerzielle Verfügbarkeit von Affinitätsreagenzien, die nicht von Tieren stammen, begrenzt, da die Mehrheit der Anbieter immer noch Antikörper durch Immunisierung von Tieren erzeugt. Leider gibt es auch in der wissenschaftlichen Gemeinschaft viele Missverständnisse über die Qualität und Gültigkeit von Affinitätsreagenzien, die nicht von Tieren stammen. Ein Problem, das durch den Mangel an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Benutzer verschärft wird, um ein besseres Verständnis und eine bessere Wertschätzung der nicht von Tieren stammenden Affinitätsreagenzien zu erlangen und zu erfahren, wie sie letztendlich ihrer Arbeit zugute kommen können. João Barroso, GFS-Wissenschaftler und Mitautor der EURL ECVAM-Empfehlung, erklärt: „Endverbraucher müssen sich besser über die Vorteile der Verwendung von nicht tierischen Antikörpern informieren und diese speziell von Lieferanten anfordern.“

Mit dem richtigen Aufbau dauert die Auswahl von Antikörpern unter Verwendung einer universellen Phagendisplay-Bibliothek einige Wochen, während die Erzeugung von Antikörpern tierischen Ursprungs typischerweise mehrere Monate dauert. Akademische Einrichtungen sollten daher die Bemühungen koordinieren, nicht von Tieren stammende universelle rekombinante Bibliotheken einzurichten und Entwicklungs- und Produktionsdienstleistungen zur Unterstützung ihrer Forschungsaktivitäten bereitzustellen. Darüber hinaus sollten sich Hersteller und Zulieferer bemühen, in ihren Katalogen nicht von Tieren stammende Antikörper anzubieten. Auch Redakteure, Rezensenten und Herausgeber wissenschaftlicher Arbeiten spielen eine wichtige Rolle. Laut João sollten die Autoren aufgefordert werden, die Quelle der von ihnen verwendeten Affinitätsreagenzien anzugeben, unabhängig davon, ob sie von Tieren stammen oder nicht von Tieren stammen, wie sie charakterisiert wurden und wie ihre Qualität (z. B. Affinität, Spezifität) korrekt überprüft wurde.”

Hintergrund

Die EURL ECVAM-Empfehlung wird als JRC Science for Policy Report veröffentlicht und basiert auf einer unabhängigen wissenschaftlichen Begutachtung durch das Scientific Advisory Committee (ESAC) von EURL ECVAM. Die ESAC-Stellungnahme zur “wissenschaftlichen Gültigkeit von Ersatzstoffen für tierische Antikörper” und der dazugehörige Bericht der ESAC-Arbeitsgruppe sind dem Empfehlungsbericht beigefügt. Während der Ausarbeitung der Empfehlung konsultierte EURL ECVAM andere Kommissionsdienststellen und einschlägige EU-Regulierungsagenturen, das Beratungsgremium von EURL ECVAM für die vorläufige Bewertung der regulatorischen Relevanz (PARERE), das EURL ECVAM-Stakeholder-Forum (ESTAF) und Partnerorganisationen der Internationalen Zusammenarbeit zu alternativen Testmethoden (ICATM).

 

JRC ECVAM Contact
European Commission
Directorate General Joint Research Centre
Directorate F – Health, Consumer and Reference Materials
Chemical Safety and Alternative Methods Unit (F.3)
EU Reference Laboratory for Alternatives to Animal Testing (EURL ECVAM)

 

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Die Politik und unsere Erklärung zu Tierversuchen und der aktuellen Situation zum Corona-Virus

Wir haben unsere “ECEAE-Erklärung zum Coronavirus – Schneller als Tierversuche” an die zuständigen Sprecher der im Parlament vertretenen Partein, an die Klubs der im Parlament vertretenen Parteien und an die zuständigen Ministerien gesendet.

Ohne jegliche Gewichtung (wir verstehen uns überparteilich und ohne Nähe zu irgendeiner politischen Formation) hier das im Grossen und Ganzen traurige und bedauernswerte, aber seit geraumer Zeit übliche Feedback:

Ministerien die mit Wissenschaft und dem Tierschutz betraut sind:   KEINE REAKTION.

Klub der ÖVP und die Sprecher für Wissenschaft und Tierschutz der ÖVP:  KEINE REAKTION.

Klub der SPÖ und die Srecher für Wissenschaft und Tierschutz der SPÖ: eine Eingangsmeldung des Mail-Roboters mit Vergabe einer Ticketnummer, ansonsten KEINE REAKTION.

Klub der FPÖ und die Sprecher für Wissenschaft und Tierschutz der FPÖ: eine positive Stellungnahme zu unseren Anliegen.

Klub der GRÜNEN und die Sprecher für Wissenschaft und Tierschutz der GRÜNEN: eine Standard-Nachricht, dass unser Schreiben an die zuständigen Stellen weitergeleitet wird.

Klub der NEOS und die Sprecher für Wissenschaft und Tierschutz der NEOS: eine offensichtlich automatische Antwort des Mail-Roboters mit der Info, dass die NEOS sich um jedes Anliegen bemühen.


Nun – wir waren nicht davon ausgegangen, dass sich aus unserem Schreiben an die Politik ein reger Gedankenaustausch ergibt. Das wäre bei unseren Themen nicht üblich, und dies wäre auch generell nicht an der Tagesordnung.

Dennoch zeigt es wiederum, dass in der Politik überwiegend nicht einmal die geringsten Regeln der Kommunikation gepflegt werden, wenn sich daraus nicht in irgendeiner Form Kapital oder Nutzen ziehen lässt. Es ist somit weiterhin Usus, dass die Diskussionen und Anfragen an die Politik ein einseitiges “Vergnügen” darstellen. Ausnahmen bilden da nur Wahlzeiten – aber diese Stellungnahmen (welche in diesen Zeiten aufgrund von aufgestocktem Personal durch das Wahlkampfbudget einlangen) haben mit der Realität dann meist wenig zu tun.

 

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24. April – der Tag zur Abschaffung ALLER TIERVERSUCHE!

Heute ist – wie jedes Jahr am 24. April – der Tag zur Abschaffung ALLER TIERVERSUCHE! Wie jedes Jahr ein trauriger Anlass … wie jedes Jahr hat sich in den vergangenen 365 Tagen NICHTS geändert. Und auch die aktuelle Krise zeigt es überdeutlich – der Tierversuch ist in Wahrheit keine sinnvolle Unterstützung in der medizinischen und pharmakologischen Forschung! Ganz abgesehen von anderen involvierten Industriezweigen wie Kosmetik, Haushalts- und Industriemittel, Kunststoffe … und vieles mehr.
Angesichts unserer übermächtigen Gegner bleibt uns weiterhin nur der Kampf und Protest – laut und leise – mit allen verfügbaren Mitteln.

Der 24. April sollte kein Tag wie jeder andere sein …

 

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ECEAE-Erklärung Coronavirus: Schneller als Tierversuche

Der IBT ist Mitglied der internationalen, europäischen Vereinigung ECEAE – wo wir gemeinsam für das Ende ALLER Tierversuche eintreten!

Frau Dr. Tamara Zietek, leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin von “Ärzte gegen Tierversuche e.V.” hat aus aktuellem Anlass für ECEAE eine Erklärung / Stellungnahme verfasst – diese folgt hier in einer deutschen Übersetzung und im englischen Originaltext.

Wir werden unsere deutsche Übersetzung mit der Forderung um entsprechende Maßnahmen und Einleitung von zielführenden Schritten an die österreichische Bundesregierung und an die im Parlament vertretenen Gremien und Parteien senden und dieses Statement mitsamt unseren Forderungen auch via APA-OTS Aussendung veröffentlichen.


Das Corona-Virus SARS-CoV-2 wurde innerhalb weniger Wochen zu einer Pandemie. Wir alle hoffen auf eine schnelle Entwicklung von Impfungen und antiviralen Medikamenten. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass Tierversuche nicht das richtige Modell sind, um dieses Ziel zu erreichen, aber es ist die menschliche Natur, Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Hunderttausende Menschen werden an COVID-19 sterben, bevor effiziente Medikamente zur Verfügung stehen. Wann wird die Welt endlich erkennen, dass menschenrelevante Modellsysteme gefördert und angemessen finanziert werden müssen, wenn wir wollen, dass die medizinische Forschung effektiv und schnell ist?

Es ist ein bekannter und großer Nachteil von Tierversuchen: Sie sind langsam – zu langsam in Zeiten einer Pandemie wie SARS-CoV-2, mit der wir derzeit konfrontiert sind. Wissenschaftler und NGOs kritisieren seit langem, dass medizinische Forschung auf der Grundlage von Tierversuchen ineffizient ist – insbesondere wenn es um die Modellierung von Krankheiten und die Arzneimittelentwicklung geht. Darüber hinaus wird seit Jahren mit zahlreichen Stakeholdern diskutiert, dass menschenrelevante Modellsysteme etabliert, optimiert und validiert werden müssen. Viele fortschrittliche Forschungsmodelle wurden bereits entwickelt, wie z. B. dreidimensionale Zellmodelle der menschlichen Lunge und des Immunsystems oder fortgeschrittene Organ-on-a-Chip-Ansätze.

Dennoch werden Forschungsmittel weitgehend für Projekte im Zusammenhang mit Tierversuchen bereitgestellt, während sehr wenig in die Optimierung und Etablierung menschlicher Technologien investiert wird. Eine Verlagerung unseres wissenschaftlichen Paradigmas hin zu einer tierfreien Forschung wäre klug, um humanrelevante Forschungsmodelle für künftige Pandemien zur Verfügung zu haben, die sicherlich kommen werden. Solche In-vitro-Modelle sind schneller und effizienter als die Tierforschung, da sie nicht mit den Problemen artenspezifischer Unterschiede konfrontiert sind. Unzählige Tiere leiden derzeit in Tierversuchen im Zusammenhang mit COVID-19, um “das richtige Tiermodell” für die Untersuchung des Virus und seiner infektiösen Eigenschaften zu finden. Frettchen gelten nun als ausgezeichnetes “Modell”, weil sie sich mit SARS-CoV-2 anstecken. Frettchen entwickeln jedoch keine Symptome der Krankheit, wie sie beim Menschen beobachtet werden, was den Ansatz zu einer Sackgasse macht.

Dieses Phänomen ist eine alteingesessene Strategie: Ergebnisse aus Tierversuchen, die höchstwahrscheinlich nie für den Menschen gelten werden, werden der Öffentlichkeit als große Erfolgsgeschichten präsentiert. Andere Tierarten werden für die COVID-19-Forschung verwendet, obwohl sie sich nicht einmal anstecken, zum Beispiel Mäuse. Genetisch veränderte Mäuse, die zuvor entwickelt wurden, um andere Corona-Viren zu untersuchen, werden jetzt als spezielle “Werkzeugkästen” verkauft, um auszuprobieren, ob sie für die SARS-CoV-2-Forschung nützlich sein könnten. Weitere Ansätze sind die Erzeugung von humanisierten Mäusen, um sie anfällig für Virusinfektionen zu machen, wenn menschliche Gene in das Mausgenom eingefügt werden. Abgesehen von einer sehr geringen Erfolgsaussicht sind solche Versuche unethisch und extrem zeitaufwändig. Die Erzeugung und Zucht gentechnisch veränderter Tiere dauert Monate, die In-vivo-Experimente erstrecken sich über mehrere Monate oder Jahre und die Chance, endlich menschenrelevante Versuchsergebnisse zu erzielen, ist sehr gering.

Die Geschichte hat uns oft gelehrt, dass Tierversuche nicht für die erfolgreiche Entwicklung von Impfstoffen geeignet sind. Der regelmäßige Prozess der Impfstoffentwicklung erstreckt sich über viele Jahre mit Kosten in Höhe von Hunderten von Millionen Euro oder sogar mehr. Für zahlreiche Viruserkrankungen wie HIV, MERS oder andere SARS-Viren konnten wir bisher keine wirksamen Impfstoffe entwickeln – trotz jahrelanger umfangreicher Forschung. Der erste Ebola-Impfstoff kam im November 2019 auf den Markt, fünf Jahre nach dem Ausbruch der Krankheit im Jahr 2014 – und es bleibt abzuwarten, wie effektiv dieser Impfstoff bei der Anwendung auf die Zielgruppen wirkt.

Jede Pandemie wie jene, der wir jetzt ausgesetzt sind, ist eine Chance für Politiker und Entscheidungsträger, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Die nächste Pandemie wird eines Tages kommen, und wir sollten mit menschenrelevanten Forschungsmodellen vorbereitet werden, die einen schnellen und zuverlässigen Arzneimittelentwicklungsprozess ermöglichen. Um der menschlichen Sicherheit und so vieler Tiere willen, die für eine Forschung leiden, die ihr Versprechen nicht einhält.


ECEAE statement

Coronavirus: Faster than animal experiments

Coronavirus SARS-CoV-2 became a pandemic within a few weeks. We all hope for a fast development of vaccination and antiviral drugs. History has taught us that animal experiments are not the right model to achieve this goal but it is human nature to repeat past mistakes. Hundreds of thousands people will die from COVID-19 before efficient medication will be available. When will the world finally realize that human-relevant model systems need to be promoted and adequately funded if we want medical research to be effective and fast?

It is a well-known and major drawback of animal experiments: They are slow – too slow in times of a pandemic such as SARS-CoV-2 that we are currently facing. It has long been criticized by scientists and NGOs that medical research based on animal experimentation is inefficient – in particular when it comes to disease modelling and drug development. Also, it has been discussed for years with numerous stakeholders that human-relevant model systems have to be established, optimized and validated. Many advanced research models have already been developed such as 3-dimensional cell models of the human lung and of the immune system or advanced organ-on-a-chip approaches.

Still, research funding is largely assigned to projects involving animal experiments whereas very little is invested in the optimization and establishment of human-based technologies. Shifting our scientific paradigm towards animal-free research would be wise in order to have human-relevant research models available for future pandemics which will certainly come. Such in vitro models are faster and more efficient compared to animal research because they do not face the problem of species-specific differences. Countless animals are currently suffering in animal experiments related to COVID-19 in order to find “the right animal model” for studying the virus and its infectious properties. Ferrets are now claimed to be an excellent “model”, because they get infected by SARS-CoV-2. However, ferrets do not develop any symptoms of the disease as observed in humans making the approach a dead end road.

This phenomenon is a long-established strategy: Results from animal experiments which will most probably never apply to humans are presented to the public as great success stories. Other animal species are used for COVID-19 research although they do not even get infected, for example mice. Genetically modified mice that have previously been developed to study other corona viruses are now sold as special “tool boxes” to try out if they might be useful for SARS-CoV-2- research. Further approaches include the generation of humanized mice in order to make them susceptible to viral infection upon insertion of human genes into the mouse genome. Apart from a very low chance to succeed, such attempts are unethical and extremely time-consuming. Simply the generation and breeding of genetically modified animals take months, the in vivo experiments span several months or years and the chance to finally obtain human-relevant experimental outcomes is very low.

History taught us many times that animal experiments are not suitable for successful development of vaccines. The regular process of vaccine development spans many years with costs amounting to hundreds of millions of euros or even more. For numerous viral diseases such as HIV, MERS or other SARS viruses, we failed to develop effective vaccines to date – despite years of extensive research. The first Ebola vaccine entered the market in November 2019, 5 years after the disease outbreak in 2014 – and it remains to be seen how effective this vaccine turns out to be when applied to target populations.

Each pandemic like the one we are exposed to now, is a chance for politicians and decision makers to learn from past mistakes. The next pandemic will come one day and we should be prepared with human-relevant research models that enable a fast and reliable drug development process. For the sake of human safety and for the sake of so many animals which suffer for a research that does not live up to its promise.

 

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Coronavirus: Schneller als der Tierversuch

Ein detailliertes Statement von  Dr. rer. nat. Tamara Zietek – Ärzte gegen Tierversuche e.V. (18.3.2020)

Das Coronavirus SARS-CoV-2 hält die Welt in Atem. Die Einschränkungen für das öffentliche Leben auf der ganzen Welt sind massiv. In Deutschland hat es eine vergleichbare Situation für die Bevölkerung noch nie gegeben. Klar ist: Eine Ausbreitung des Virus kann nicht verhindert werden und wer an Covid-19 erkrankt, hat im schlimmsten Fall mit einer schweren und nicht optimal behandelbaren Lungenentzündung zu rechnen. Deshalb liegen die Hoffnungen nun auf der schnellen Entwicklung von Impfstoffen und wirksamen Medikamenten, die erkrankten Personen zuverlässig helfen. Dies wird mit Tierversuchen jedoch nicht möglich sein.

Ein großer und unstrittiger Nachteil von Tierversuchen, den auch unser Verein immer wieder kritisiert, wird in der aktuellen Corona-Krise zum Verhängnis. Testungen am Tier sind langwierig – viel zu langwierig, um in einer Situation wie dieser mit der
rasanten Verbreitung des Virus mitzuhalten. Hätte man schon längst mehr Geld in die Entwicklung humanrelevanter In-vitro-Methoden investiert, dann hätte man jetzt vermutlich bessere Testmethoden an der Hand, um Infizierten schnellstmöglich zu
helfen und wirksame Impfstoffe zu entwickeln. Dieser Sachverhalt zeigt einmal mehr, dass die archaische Testmethode Tierversuch keineswegs essenziell für den medizinischen Fortschritt ist, sondern diesen behindert. Das krampfhafte Festhalten
an der tierversuchsbasierten Forschung, sowie die massive Verschwendung von Forschungsgeldern – getrieben von befangenen Interessensgruppen – sind nicht eine Notwendigkeit, sondern ein Risiko für die menschliche Gesundheit.

Die aktuelle Reaktion vom NIH (National Institutes of Health), einer Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, ist der beste Beweis, dass wir Tierversuche innerhalb der Medikamentenentwicklung und Diagnostik nicht zwingend brauchen. Kurzerhand wurde nämlich entschieden, dass der Tierversuch umgangen und neue Impfstoffe nach einer ausführlichen In-vitro-Testung direkt an menschlichen Probanden getestet werden sollen. Auf einmal ist das möglich, wogegen sich die Tierversuchslobby seit Jahrzehnten sperrt und wofür sich unser Verein vehement einsetzt.

„Tiermodelle“ nicht zielführend

Auch das Problem der mangelnden Übertragbarkeit von Testergebnissen aus Tierversuchen auf den Menschen wird in solch einer Krise zum Verhängnis. Aufgrund der vielen Fehlversuche wird die Entwicklung wirksamer Impfstoffe oder Medikamente gegen die Erkrankung Covid-19 verlangsamt und behindert. Auch wenn viele Forscher eilig darauf hinarbeiten, das Coronavirus in – teilweise genmanipulierten „Tiermodellen“ zu erforschen, stehen sie vor einem altbekannten Problem: Es müsse erst die „richtige“ Tierspezies gefunden werden, die für die Forschungen geeignet sei. Eine solche Aussage zeigt ganz klar auf, wie ineffizient die Testung an Tieren ist und dass es einem Zufallstreffer gleicht, ob man irgendwann eine Tierart gefunden hat, bei
der die Infektion mit dem Erreger klappt. Letztlich werden dann selektiv nur die Tierversuche der Öffentlichkeit präsentiert, die zum Erfolg geführt haben und die zahllosen zuvor gescheiterten verschwiegen.

Das Coronavirus verbreitet sich so rasant auf der ganzen Welt, weil es hochspezialisiert seinen Wirt, den Menschen, befällt. Es verursacht nach aktuellem Wissensstand keine Pandemie bei anderen Spezies, sondern ausschließlich beim Menschen. Was liegt also näher, als die Forschung basierend auf menschlichen Test-Systemen durchzuführen?

Trotz allem werden Tierversuche durchgeführt, beispielsweise an Mäusen, die allerdings nicht mit SARS-CoV-2 infiziert werden können. Aus diesem Grund sollen transgene Mäuse generiert werden, was an sich schon Monate dauern wird. Die reguläre Entwicklung von Impfstoffen dauert ein Jahrzehnt oder mehr und kostet hunderte Millionen Euro. Ein Hauptgrund dafür ist, dass etliche Impfstoffe in Tierversuchen bestens wirken, im Menschen dann aber nicht.

Ganz vorne mit dabei, wenn es um Tierversuche zu SARS-CoV-2 geht, ist das Friedrich-Loeffler-Institut Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) auf der Ostsee-Insel Riems bei Greifswald. Hier wird gleich an mehreren Tierarten geforscht: 20 Hühner, 12 Schweine, 12 Flughunde und 8 Frettchen werden für die ersten Infektionsversuche eingesetzt. Es handelt sich hierbei größtenteils nicht um Versuche mit dem direkten Ziel der Entwicklung von Impfstoffen oder Medikamenten. Ein Hauptanliegen sei es laut Aussage des FLI-Direktors, ein Modell zu etablieren, an dem man das Virus gut
erforschen könne. Bei den Frettchen werden die Versuche damit gerechtfertigt, dass diese ein „bewährtes“ Modell für menschliche Lungeninfektionskrankheiten seien. Schaut man sich die Durchfallquoten bei der Medikamentenentwicklung im Bereich von Atemwegserkrankungen an, ist das schwer zu glauben: Sie liegt bei stolzen 87%.

Humanbasierten In-vitro-Modelle: Schnell und zuverlässig

Es ist absurd und erschreckend, dass selbst in einer dramatischen Krisensituation wie dieser die ungeeignete Methode Tierversuch eingesetzt wird – obwohl man aus Erfahrung genau weiß, dass die Übertragbarkeit der Versuchsergebnisse auf den
Menschen mehr als fragwürdig ist und die Versuche viel zu lange dauern, um in dieser Krisensituation hilfreich zu sein. Selbst jetzt werden massenhaft Fördergelder verschwendet, um diese nicht zielführende Forschung zu finanzieren.

Viel sinnvoller wäre es, diejenigen Forscher zu unterstützen, die verlässliche humanbasierte In vitro-Methoden entwickeln, um die Mechanismen der Virusinfektion zu erforschen und wirksame Medikamente zu identifizieren. 3-dimensionale menschliche
Lungenmodelle, die sogar in hohem Durchsatz mittels 3D-Druck hergestellt werden können, sind ideal geeignet, um Infektionsforschung mit diversen grippeartigen Viren einschließlich SARS-CoV zu betreiben. Diese innovativen Systeme haben sich schon lange in diesem Forschungsbereich etabliert und könnten leicht für die Coronavirus-Forschung eingesetzt werden. Auch Multi-Organ-Chips, auf denen humane Zellmodelle der Lunge und anderer Organe z.B. des Immunsystems zusammengeschaltet sind, wären optimal geeignet, um schnell und effektiv zu wertvollen Ergebnissen zu kommen.

Fazit

Die Corona-Krise ist eine Chance für Forschung und Politik, zu erkennen, dass Tierversuche aufgrund ihrer nicht zu leugnenden Ineffektivität die menschliche Sicherheit gefährden und den medizinischen Fortschritt aufhalten. Der Staat muss endlich einsehen, dass im 21. Jahrhundert moderne humanbasierte Methoden, die sich schon vielfach bewährt haben, unbedingt rapide weiterentwickelt und vor allem finanziell gefördert werden müssen. Pandemien wie diese werden in Zukunft vermutlich kein Einzelfall bleiben – und beim nächsten Mal sollten wir in der Lage sein, mit innovativen und zuverlässigen Forschungsmodellen schneller zu sein als das Virus.

 

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Zur aktuellen Lage – COVID19

Liebe Tierfreunde!

Aus gegebenem Anlass möchten wir hier darauf hinweisen, dass Tiere und somit auch Haustiere KEINE Überträger des Virus in der aktuellen Krise sind!

Bitte nehmen Sie unbedingt davon Abstand, Ihr Haustier in ein Tierheim zu bringen. An ein achtloses Aussetzen Ihres Familienmitglieds möchten wir hier gar nicht denken …

 

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Unser Versehrten- & Altenwohnsitz

Ein Plan, den wir seit vielen Jahren haben, wurde nun Anfang des Jahres 2019 in die Realität umgesetzt!

 

WIR HABEN NUN ENDLICH EIN HAUS FÜR UNSERE ÄLTEREN UND VERSEHRTEN DAUERPFLEGLINGE!

 

Dies ist nun durch die dankenswerte Unterstützung eines Gross-Spenders, der uns ein geeignetes Objekt zur Nutzung durch den IBT zur Verfügung stellt, möglich. Das Haus mit Nebengebäuden ist gross und weitläufig und wird somit genügend Platz bieten.

Natürlich sind Adaptierungsarbeiten nötig – die Substanz ist allerdings für ein bereits längere Zeit leer stehendes Gehöft sehr gut. Zum Objekt gehört auch ein ziemlich grosses Grundstück mit Waldanteil, wodurch auch die Möglichkeit zur Anlage von Freiläufen möglich ist.

Unsere Anlage ist inmitten einer der schönsten Gegenden in Niederösterreich gelegen.

Wir werden natürlich in naher Zukunft – sobald wir mit den ersten Planungen fertig sind, und nach dem vor Ort noch vorherrschenden winterlichen Verhältnissen, mit Detailinformationen und Bildmaterial präsent werden und im Zuge dessen dann um Ihre Unterstützung für unser neues Gross-Projekt ersuchen.

Für’s Erste freuen wir uns aber sehr – natürlich auch im Sinne unserer Pfleglinge die bald vor Ort leben werden – dass unser langgehegtes Vorhaben nun zur Realität wird.

 

 

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Grausame Hirnforschung an Affen am Max-Planck-Institut (MPI) in Tübingen mit versteckter Kamera aufgedeckt. Nun stehen drei Mitarbeiter vor Gericht.

 

Die letzte aktuelle Info zu diesem Thema – vom 19.12.2018 – finden Sie am Ende des Artikels:
Der für den 7. Jänner 2019 angekündigte Prozess gegen drei Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Tiermisshandlung bei der Durchführung der Versuche an Affen wurde plötzlich wegen einem Geheimgutachten abgesagt.

Der SOKO Tierschutz e.V. hat im Jahre 2014 den grausamen Umgang mit Affen am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in einer Undercover-Recherche aufgezeichnet. Ein halbes Jahr lang hat ein Tierpfleger mit versteckter Kamera festgehalten, was sich hinter den für die Öffentlichkeit verschlossenen Türen des Tierversuchslabors verbirgt.

 

 

Wir warnen: Es handelt sich um schreckliche Bilder, um Bilder des immensen Leidens der Tiere in den Tierversuchslabors, die im Namen der Wissenschaft und des medizinischen Fortschrittes, gesetzlich gedeckt und unter dem Aspekt der Nützlichkeit für den Menschen auch ethisch abgesegnet sind.

Am Tübinger Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik wurden seit Jahren Rhesusaffen im Rahmen der Grundlagenforschung für die Hirnforschung eingesetzt. Den Affen wird dabei ein Loch in den Schädel gebohrt und Elektroden in das Hirn implantiert. Die Experimentatoren behaupten, dass das Gehirn selbst schmerzunempfindlich sei, so dass derartige Eingriffe lediglich als „mittlere“ und nicht etwa als “schwere“ Belastungsstufe, für die strengere Genehmigungsverfahren gelten würden, bewertet werden. Doch die Aufnahmen zeigen, dass dem nicht so ist. So versucht ein Affe etwa, sich das Implantat vom Kopf zu reißen; ein Affe ist aufgrund einer Infektion des Implantats halbseitig gelähmt; auch sind Verhaltensstörungen zu beobachten.

 

Dann werden manche Affen an den Primatenstuhl gewöhnt: Sie werden, wie nun die Aufnahmen belegen, mit Gewalt aus dem Käfig gezerrt und im Primatenstuhl völlig bewegungslos gemacht. Der Kopf, auf den ein Bolzen zementiert ist, wird eigens fixiert. Entgegen der Behauptung von Experimentatoren, dass die Tiere „gut kooperieren“, dass sie etwa zur Fixierung am Primatenstuhl nicht betäubt werden müssen, ist nun dokumentiert, dass dies sehr wohl getan wird und ein vorher betäubter Affe beim Aufwachen – nun fixiert im Primatenstuhl – in volle Panik gerät.

Die Tiere werden allmählich daran gewöhnt, fünf Mal in der Woche, je fünf Stunden lang mit den Experimentatoren im Primatenstuhl vor Bildschirmen zu „arbeiten“. Entgegen der Behauptung der Experimentatoren, dass die Tiere freiwillig mitarbeiten, ist nun dokumentiert, dass die Affen tagelang nichts zum Trinken bekommen, also über den Flüssigkeitsentzug fügig gemacht werden. Sie werden bei der Lösung diverser Aufgaben mit der tropfenweisen Verabreichung von Flüssigkeit belohnt.
Im Film sieht man wie die Affen nach der Reinigung der Käfige die Gitterstäbe nach Wassertropfen absuchen. Auch sollen sie vor lauter Durst ihren eigenen Urin trinken.
Am Ende der Versuchsreihe werden die Tiere schließlich getötet und weitere Untersuchungen an ihnen vorgenommen.

Derartige Versuchsreihen werden mit der Begründung vorgenommen und behördlich auch genehmigt, dass damit diverse noch offene Fragen über die Funktionsweise des Gehirns (wie etwa die der Wahrnehmung und des Gedächtnisses) beantwortet werden können, was vielleicht – irgendwann – gar für die medizinische Behandlung des Menschen etwa – nutzvoll sein kann. Diese vage Zielformulierung reicht offensichtlich aus, die Schaden-Nutzen-Analyse zu Ungunsten der Tiere vorzunehmen und darüber hinaus die Experimente ethisch zu rechtfertigen.

Forschungen wie diese sind eine ungeheure Sackgasse, in die unsere Wissenschaft, unser Rechtssystem und unsere Ethik geraten sind. Denn welcher vernünftige Mensch mit nur etwas Verstand, Herz und Moralempfinden kann nachvollziehen, dass diese Experimente, bei denen Affen unter völlig artwidrigen Laborbedingungen und brutalem, künstlichem Versuchsdesign, erzwungener Weise, unter unvorstellbarem Leidensdruck, psychisch gebrochen bestimmte Aufgaben zu lösen haben, einen wissenschaftlichen Aussagewert haben können, der darüber hinaus ihre unsagbaren Leiden und ihren Tod ethisch rechtfertigen?

Deutsche TierschützerInnen und TierversuchsgegnerInnen fordern eine sofortige Änderung des deutschen Tierschutzgesetzes. „Diese schockierenden Versuche sind möglich, weil das deutsche Tierversuchsrecht bei der Feststellung der Unerlässlichkeit und der ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchen versagt. Um diesen skandalösen und tierschutzwidrigen Zustand zu beseitigen, muss die Regierung unverzüglich das eigenständige Prüfrecht der Behörden für Versuchsanträge im Tierschutzgesetz festschreiben, wie dies die EU-Tierversuchsrichtlinie 2010/63 /EU in Artikel 38 von allen Mitgliedstaaten verlangt“, so Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Unser Partnerverein, „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“, der sich schon jahrelang gegen die Affenhirnforschung einsetzt, betont, dass es überhaupt auch ganz anders geht:
„Wie sinnvolle Hirnforschung aussehen kann, zeigen Forschergruppen der Universität Gießen. Am dortigen Zentrum für Psychiatrie werden zur Erforschung verschiedener Erkrankungen im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Neurowissenschaft das Denken und Erleben des Menschen und dessen neuronale Grundlagen bei Patienten und gesunden Menschen erforscht. „Dabei konnten bereits viele klinisch wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, die kranken Menschen zu Gute kommen“, erläutert Ärztin Katharina Kühner, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ärzte gegen Tierversuche, die in einer der Gießener Forschungsgruppen ihre Dissertation absolvierte.

„Eine auf reiner Neugier basierende Tierversuchsforschung ist ethisch nicht zu rechtfertigen, blockiert den medizinischen Fortschritt und ist eine immense Verschwendung an Steuergeldern“, so Kühner weiter. Der Verein fordert von der grün-roten Landesregierung, sich nicht weiter aus der Verantwortung zu ziehen, sondern endlich den Ausstieg aus der nachweislich höchst leidvollen und medizinisch irrelevanten Primatenhirnforschung zu erklären. Stattdessen solle in tierversuchfreie Forschungsmethoden investiert werden. Im Gegensatz zu Tierversuchen können mittels bildgebender Verfahren, Patientenstudien und Computersimulationen Krankheiten und Funktionen des menschlichen Gehirns sinnvoll untersucht werden, so der Ärzteverein abschließend.“

 

 

Danksagung
Wir bedanken uns bei der SOKO, CFI (vormals BUAV), bei dem Sender stern TV (der exquisit über das Leid der Versuchstiere am MPI berichtet hat und weiterhin diesen Fall thematisiert und diskutiert), und insbesondere bei dem Tierpfleger, der den Mut, die Ausdauer und psychische Stärke aufgebracht hat, diese erschütternden Vorgänge im Affenlabor zu dokumentieren.

 

Siehe auch unter:

 

17.02.2015:
Aber wie ist es nun weitergegangen?
Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik hat alle Vorwürfe zurückgewiesen, obwohl eindeutig die verdeckt gemachten Videoaufnahmen das Leid der Tiere dokumentieren.
Die verantwortliche Behörde – das ist das Tübinger Regierungspräsidium, das für die Genehmigung und auch für die Kontrolle der Versuche zuständig ist – hat einen Bericht zur Untersuchung der Vorwürfe angefordert. Mitte Jänner teilte dann das Regierungspräsidium Tübingen als „Zwischenstand“ mit, dass die Affenexperimente ohne irgendwelche Auflagen fortgesetzt werden können, weil keine Verfehlungen feststellbar seien.

Doch Ende Jänner 2015 kam es unerwarteterweise zu einer Hausdurchsuchung des Institutes durch die Tübinger Staatsanwaltschaft. Als Auslöser werden mehrere nach dem stern TV-Beitrag eingegangene Strafanzeigen genannt, wonach der Verdacht des wiederholten Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz besteht. Bei der Hausdurchsuchung wurden zahlreiche Unterlagen und Aufzeichnungen sichergestellt, die nun ausgewertet werden.

Etwa 20 Anzeigen sind beim Polizeipräsidium Reutlingen von MitarbeiterInnen des MPI eingegangen, da sie wegen den erschütterten Bilder aus dem Versuchslabor telefonisch oder schriftlich beleidigt und bedroht worden sein sollen.

30.04.2015:
Die Max-Planck-Gesellschaft informierte, dass Prof. Dr. Nikos Logothetis, tätig in der Abteilung „Physiologie kognitiver Prozesse“ am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, „nach Abschluss der laufenden und bereits genehmigten Experimente an Primaten zukünftig ausschließlich an Nagetieren forschen wird“. Dies wird nach Aussage des Oberbürgermeisters von Tübingen Boris Palme noch zwei, drei Jahre dauern. Logothetis hat seine Entscheidung selber nicht begründet.
Inwieweit sich Logothetis persönliche Entscheidung auf die Primatenforschung am MPI insgesamt auswirken wird, bleibt offen.
Die Landesbeauftragte für Tierschutz, Frau Dr. Cornelie Jäger, sieht jetzt die Chance gegeben, aus den invasiven Experimenten an Rhesusaffen überhaupt auszusteigen. Auch stellt sie zu Recht die Unerlässlichkeit derartiger Eingriffe in Frage: „Wenn ein auf seinem Gebiet so renommierter Forscher wie Nikos Logothetis die chronisch-invasiven Neurokognitionsexperimente an Rhesusaffen künftig für entbehrlich hält, dann stellt sich die Frage, ob nicht auch für andere vergleichbare Versuche die zwingende Notwendigkeit – also die Unerlässlichkeit, so zu forschen – überhaupt noch besteht“, versucht Jäger die weiteren Auswirkungen der aktuellen Entscheidung abzuschätzen. Die Unerlässlichkeit eines Tierversuchs für die Beantwortung einer Fragestellung ist nach dem Tierschutzrecht eine der wichtigsten Genehmigungsvoraussetzungen.

09.08.2016:
Wie einer Pressemitteilung von SOKO Tierschutz e.V. zu entnehmen ist, soll der Institutsleiter Prof. Dr. Nikos Logothetis – noch vor der im Jänner 2015 von der Staatsanwaltschaft angeordneten Hausdurchsuchung – die Vernichtung des gesamten Bildmaterials der Tierversuche angeordnet haben. Diesen Sachverhalt sollen Mails belegen, welche SOKO Tierschutz anonym erhalten hat. SOKO Tierschutz hat nun Anzeige gegen Logothetis erstattet und der Staatsanwaltschaft empfohlen, die beschlagnahmten Festplatten auch nach gelöschten Daten zu durchforsten.
(Quelle: http://www.presseportal.de/pm/110736/3398996)

13.12.2016:
Das Regierungspräsidium, das für die Genehmigung von Tierversuchen in Tübingen zuständig ist, teilte stern TV mit (jenem Sender, welcher 2014 erstmals über die Primatenversuche berichtet hat), dass bereits ein neuer Primatenversuch beantragt und zwei weitere verlängert worden seien. (Quelle: www.stern.de vom 13.12.2016) Dies widerspricht völlig der am 30.04.2015 getätigten Aussage der Max-Planck-Gesellschaft, dass Prof. Dr. Nikos Logothetis „nach Abschluss der laufenden und bereits genehmigten Experimente an Primaten zukünftig ausschließlich an Nagetieren forschen wird“.

19.04.2017:
Medienberichten zufolge (siehe etwa “Tübinger Max-Planck-Institut beendet Affenversuche” in  Zeit Online vom 19. April 2017) hat nun das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik endlich – wie am 30.04.2015 angekündigt – die Affenversuche auslaufen lassen bzw. eingestellt. Es sollen sich keine Affen mehr am Institut befinden. Die Öffentlichkeit wurde aber weder vom MPI noch von den Behörden davon unterrichtet, wohin die noch überlebenden – vermutlich zehn – Affen gebracht wurden. Es wird angenommen, dass diese Tiere an andere Tierversuchseinrichtungen weitergegeben wurden.
Nun hat sich die berühmte Primatenforscherin Dr. Jane Goodall eingeschaltet und an das MPI appelliert, die Affen umgehend in einer Auffangstation unterzubringen.

Nachtrag vom 21.11.2017
Aus einer Antwort des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz geht hervor, dass von den insgesamt 50 Affen, die sich laut Ministerium zwischen September 2014 und April 2017 am Institut für biologische Kybernetik befanden, 41 getötet wurden und die verbleibenden lebenden neun Affen an ausländische Forschungseinrichtungen vergeben worden sind. (Quelle: Augsburger Allgemeine- online,  Panorama, 21.11.2017)

Nachtrag vom 20.02.2018:
Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat gegen drei hauptverantwortliche Mitarbeiter, den 67jährigen Bereichsleiter des Max-Planck-Instituts Prof. Dr. Nikos Logothetis, den 49jährigen Versuchsleiter und den 55jährigen stellvertretenden Tierhalter, einen Strafbefehl (= Geldbuße) beantragt.
“Die Männer sollen von 2013 bis 2015 bei drei Affen Versuche zu spät beendet und dadurch den Tieren länger andauernde Leiden zugefügt zu haben, teilte die Behörde mit. Sie beantragte demnach bereits im Januar beim Amtsgericht Tübingen den Erlass von Strafbefehlen. Inzwischen haben die Beschuldigten dem Gericht zufolge Einspruch eingelegt. Sollten sie den Einspruch auch nach ihrer Akteneinsicht aufrechterhalten, komme es zu einer Gerichtsverhandlung, hieß es.” (Zitat: SpiegelOnline, 20.02.2018, 13:41)
Gegen weitere Personen, die an dem Hirnforschungsprojekt beteiligt waren, hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt, da diese ihrer Meinung nach nicht befugt waren, die Versuche abzubrechen.

Nachtrag vom 19.12.2018:
Da die drei angeklagten Mitarbeiter die Zahlung von Geldstrafen abgelehnt haben, hätte nun dieser Fall am 7. Jänner 2019 – wegen mutmaßlicher Tiermisshandlung bei den Affenversuchen – vor Gericht kommen sollen. Doch dieser Termin wurde, wie von SOKO Tierschutz mitgeteilt – völlig überraschend abgesagt. Als Begründung wird ein kürzlich eingereichtes Gutachten angeführt. Von wem – mit welchem Inhalt – dieses so plötzlich eingereicht worden ist, wurde nicht mitgeteilt, da es geheim ist. 

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Parlamentarische Bürgerinitiative zum Ausstieg aus dem Tierversuchssystem

Am 27. Juni 2018 hat der parlamentarische Petitionsausschuss unsere Bürgerinitiative (BI) in Behandlung genommen und es wurde beschlossen, vom Gesundheits- und Wissenschaftsministerium Stellungnahmen zu unserem Anliegen einzuholen.
Bis zum Abschluss der Beratungen im Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen ist es möglich, unserer BI elektronisch zuzustimmen, worum wir Sie bitten möchten. “Die elektronische Zustimmung dient der Abbildung der politischen Interessenlage und hat für die Beratungen im Nationalrat informativen Charakter.”

Hier geht es zur elektronischen Zustimmungserklärung

 Alle österreichischen BürgerInnen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, können ihre elektronische Zustimmungserklärung für unsere im Parlament rechtsgültig eingebrachte parlamentarische Bürgerinitiativemit der Nummer 43/BI – betreffend die „Ausarbeitung eines verbindlichen Fahrplans zum Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung, Testung und Ausbildung, der innerhalb konkreter Zeitziele umzusetzen ist“ abgeben.
Die Stimmabgabe ist einfach, bequem und rasch möglich.

Hier geht es zur elektronischen Zustimmungserklärung
(einfach darauf klicken)

Alle Felder ausfüllen – den vorgegebenen 6stelligen Sicherheitscode eingeben – den Button “Zustimmen” klicken.
Abschließend erhalten Sie noch einen Link auf Ihre E-Mail-Adresse zugesandt (was etwas Zeit brauchen kann). Bitte auch diesen bestätigen. Fertig.
Herzlichen Dank! Bitte den Link zur Zustimmung weiter verteilen!

Mit der parlamentarischen Bürgerinitiative ersuchen wir den Nationalrat die Ausarbeitung eines verbindlichen Fahrplans zum Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung, Testung und Ausbildung bzw. eines verbindlichen Fahrplans zum Ausstieg aus der tierexperimentellen Forschung, Testung und Ausbildung zu beschließen. Dieser Plan soll innerhalb konkreter Zeitfristen umgesetzt werden, wobei das im Dezember 2016 vom niederländischen Tierversuchskomitee (Netherlands National Committee for the protection of animals used for scientific purposes/NCad) publizierte Strategiepapier* als Vorbild genommen werden sollte.

Das NCad wurde vom niederländischen Agrarminister Martijn van Dam beauftragt, einen Zeitplan für die etappenweise Abschaffung von Tierversuchen zu erstellen und Möglichkeiten darzulegen, wie Innovationen ohne Tierversuche forciert werden können. Martijn van Dam hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2025 im Bereich der Innovationen ohne Tierversuche weltweit führend zu werden.
Das nun vorliegende Strategiepapier zeigt für unterschiedliche Forschungsbereiche (gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsprüfungen, Grundlagenforschung, angewandte Forschung, Lehre und Ausbildung) konkret auf, bis wann welche Maßnahmen zu setzen sind und realistischer Weise auch gesetzt werden können, um aus dem System Tierversuch auszusteigen und auf tierversuchsfreie Forschung umzusteigen.

Selbst wenn mit den Maßnahmen bis zum Jahre 2025 nicht vollständig der Ausstieg aus dem Tierversuch erreicht werden kann (insbesondere innerhalb der Grundlagenforschung), so wird damit doch eine sehr weitreichende Reduzierung realisiert werden können.
Vor dem Hintergrund, dass die Anzahl der Versuchstiere in Österreich entgegen der Zielvorgabe des TVG 2012, § 1 (3), die Verwendung von Tieren in Tierversuchen zu vermeiden und zu vermindern, seit dem Jahre 2000 kontinuierlich steigt, muss eine neue Strategie eingeschlagen und eine effiziente Maßnahme zur Reduzierung der Tierversuche ergriffen werden.

Wir sind überzeugt, dass ein verbindlicher Fahrplan für den Ausstieg aus dem System Tierversuch – mit konkreten Zeitvorgaben und Maßnahmen für die unterschiedlichen Bereiche – begleitet von der finanziellen und ideellen Förderung, der Finanzierung, Entwicklung und Anwendung von tierversuchsfreien Methoden, das geeignete Instrumentarium ist, mit dem endlich eine Reduzierung der Anzahl der Versuchstiere erreicht werden kann.


   Am 28. Februar 2018 haben wir unsere Bürgerinitiative (BI) zum Ausstieg aus den Tierversuchen
   offiziell – mit allen erforderlichen Unterlagen und schriftlichen Unterstützungserklärungen –
   der Parlamentsdirektion zur weiteren parlamentarischen Behandlung übergeben.

   (Foto links: Gerda Matias, Präsidentin des IBT, bei der Übergabe der BI)

 

Ab 01.03.2018 kann nun unserer rechtsgültig im Nationalrat eingebrachten BI über die Website des Parlaments zusätzlich elektronisch zugestimmt werden.

Am 27.06.2017 wurde die BI im Ausschuss für Petition und Bürgerinitiativen behandelt und beschlossen, vom Gesundheits- und Wissenschaftsministerium Stellungnahmen zu unserem Anliegen einzuholen. Der BI kann weiterhin elektronisch zugestimmt werden. 

* “Transition to non-animal research on opportunities for the phasing out of animal procedures and the stimulation of innovation without laboratory animals”. Publication of the Netherlands National Committee for the protection of animals used for scientific purposes (NCad). Publication date: December 2016. Publication number: 201609EN.
https://www.ncadierproevenbeleid.nl/documenten/rapport/2016/12/15/ncad-opinion-transition-to-non-animal-research

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