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EU-Chemikalienpolitik kostet insgesamt 12,8 Mill. Tieren das Leben

Eine vom britischen Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie bestätigt die Befürchtungen der Tierversuchsgegner: Wenn, wie von der Europäischen Kommission geplant, sämtliche Alt-Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt nach den herkömmlichen Prüfmethoden – d.h. durch Tierversuche – bewertet werden, kostet das insgesamt 12,8 Millionen Tieren das Leben.
Gerda Matias, Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens und Präsidentin des “Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner” (IBT): “Mäuse, Ratten, Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde und Affen sterben unter unvorstellbaren Qualen und Schmerzen einen grausamen, langsamen Vergiftungstod”.

Romana Rathmanner, Mitglied der im Wissenschaftsministerium angesiedelten Kommission gemäß § 13 Tierversuchsgesetz: “Ich hoffe, dass die EU-Kommission aufgrund der erschütternden Zahlen, welche die Studie ans Tageslicht bringt, nun einlenkt und die Bedenken der Tierschützer ernst nimmt.
Der IBT hat die EU-Kommission aufgefordert, bei der Testung der Alt-Chemikalien völlig auf Tierversuche zu verzichten. Schließlich lassen sich Tierversuchsergebnisse nicht auf den Menschen übertragen, wie etwa der Asbest-Fall gezeigt hat.

Im jüngst erschienenen Weissbuch hat die EU-Kommission ihre “Strategie für eine zukünftige Chemikalienpolitik” vorgelegt. In ihr nimmt der Plan, sämtliche Alt-Chemikalien – das waren zum Stichdatum 1981 exakt 100.106 Stoffe – zu überprüfen, eine zentrale Rolle ein.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Romana Rathmanner
Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)
Tel.: +43/1/713 08 23-10, Fax: +43/1/713 08 24,
E-Mail: tierversuchsgegner@chello.at [1]

 

Siehe dazu auch Tierversuche für Chemikalien – das REACH-Programm [2]

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