Die Umsetzung des derzeitigen Kommissions-Entwurfes der EU-Chemikalienverordnung wird in den nächsten 15 Jahren für die Prüfung von Alt- und Neustoffen 45 Millionen Versuchstieren das Leben kosten.
Dies hat eine Berechnung des deutschen Bundesinstitutes für Risikobewertung ergeben. Selbst wenn alle vorhandenen tierversuchfreien Methoden und noch neu zu entwickelnde tierversuchsfreie Methoden angewendet werden, werden im selben Zeitraum noch immer 7,5 Millionen Tiere vergiftet werden. Eine allein aus ethischer Sicht unhaltbare Situation.
Seit 2001 wird an einer Neuordnung des Chemikalienrechts gearbeitet und Ende 2003 hat die Kommission einen neues Konzept vorgestellt, das kurz REACH genannt wird (Registration = Meldung; Evaluation = Bewertung; Authorisation = Zulassung; CH = Chemikalien) und zu begrüßen ist, da der Schutz der Umwelt und der Gesundheit des Menschen das Ziel ist. Dabei sollen alle etwa 30.000 Altstoffe, über die es angeblich kaum Daten geben soll, neu bewertet werden. Doch keinesfalls hinzunehmen ist, dass hierfür Tiere leiden und sterben sollen, zumal es genügend tierversuchsfreie Methoden gibt.
Siehe dazu auch Tierversuche für Chemikalien – das REACH-Programm [1]
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