Mehr als die Hälfte der EU-ParlamentarierInnen, nämlich 416, hat die Schriftliche Erklärung zur Verwendung von Primaten in wissenschaftlichen Versuchen [1] (0040/2007) unterzeichnet.
Damit werden die EU-Kommission und der EU-Ministerrat aufgefordert, im Zuge der zur Zeit stattfindenden Überarbeitung der EU-Tierversuchsrichtlinie (RL 86/609/EG)
- einem Verbot von Experimenten an Menschenaffen,
- einem Verbot von Experimenten an Affen, die aus der freien Wildbahn entnommen wurden
- und einer zeitplanmäßigen Ersetzung sämtlicher Primaten in wissenschaftlichen Versuchen durch Alternativen
“höchste Priorität einzuräumen”.
Danke an allen TierfreundInnen, die unseren Online-Aufruf genutzt haben und die österreichischen Abgeordneten ersucht haben, diese Schriftliche Erklärung zu unterzeichnen.
In ihrer ersten Reaktion, die als Abwehrreaktion zu werten ist, zog sich die EU-Kommission auf den Standpunkt der lediglichen Reduzierung von Affenversuchen zurück, indem sie mitteilte, dass alle Forschungsvorhaben mit Primaten (innerhalb des Siebten Rahmenprogrammes) immer einer ethischen Prüfung durch die Kommission unterzogen werden. So handelte es sich bei dem einzigen Projekt, das im Sechsten Rahmenprogramm aus ethischen Gründen abgelehnt wurde, um eines mit Primaten. Auch beteuerte die Kommission, dass der Einsatz von vorhandenen Alternativen “immer verpflichtend” sei.
Nun ist es sehr wichtig, den zuständigen EU-Kommissar zu ersuchen, ein Verbot der Experimente an Affen umzusetzen.
Beteiligen Sie sich bitte an der Online-Aktion [2] der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen. Danke schön.
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