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38.000 Hasen sterben im Straßenverkehr

Der Straßenverkehr hinterlässt im Tierreich eine wahre Blutspur. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wies darauf hin, dass im Vorjahr 38.199 Feldhasen und Wildkaninchen Opfer von Lkws und Pkws wurden.
Hohe Dunkelziffer
Das sind nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer ist daher weit höher.
Gegenüber dem Vorjahr ist die Opferzahl zwar um rund sieben Prozent zurückgegangen, im Vergleich zum Jahr 2007 gab es aber eine Zunahme um zwölf Prozent.
Mehr als die Hälfte starb in Niederösterreich.
Niederösterreichs Straßen am gefährlichsten
Der VCÖ weist darauf hin, dass mehr als die Hälfte der Hasen – 21.338 – in Niederösterreich unter die Räder kamen. In Oberösterreich wurden 7.587 Hasen Opfer des Straßenverkehrs, im Burgenland 4.912, in der Steiermark 3.150, in Salzburg 692 und in Kärnten 512.
Österreich: 38.199 (2008: 41.035)
Niederösterreich: 21.338 (2008: 21.781)
Oberösterreich: 7.587 (2008: 8.591)
Burgenland: 4.912 (2008: 5.695)
Steiermark: 3.150 (2008: 3.597)
Salzburg: 692 (2008: 814 )
Kärnten: 512 (2008: 473)
Vorarlberg: 7 (2008: 10)
Wien: 1 (2008: 92)
Tirol: 0 (2008: 2)
Die meisten Opfer unter den Wildtieren sind Hasen und Rehe.
100.000 Wildtiere getötet
Die VCÖ-Analyse zeigt, dass im Vorjahr Lkws und Pkws das Leben von rund 100.000 Wildtiere auslöschten. Nach den Hasen leben Rehe am gefährlichsten. Insgesamt wurden 36.943 Rehe niedergefahren, rund 40 Prozent davon in Niederösterreich. Zudem wurden mehr als 12.500 Fasane durch den Straßenverkehr getötet. 
Hasen: 38.199
Rehe: 36.943
Fasane: 12.586
Füchse: 2.782
Marder: 1.826
Dachse: 1.272
Rebhühner: 565
Rotwild: 549
Schwarzwild: 523
Iltisse: 488
Wiesel: 478
 
 
Lebensraum immer mehr eingeengt
 
Rund um Ostern sind Hasen besonders umtriebig. “Die Paarungszeit wird für Hasen zunehmend gefährlicher. Immer mehr Straßen zerschneiden ihren Lebensraum. Das Risiko, unter die Räder zu kommen ist in den vergangenen Jahren gestiegen”, macht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer aufmerksam.
Der VCÖ forderte deshalb einen Straßenbaustopp in schützenswerten Naturgebieten. “Österreich hat bereits ein sehr dichtes Straßennetz. Viele Straßen, die in der Vergangenheit geplant wurden, werden in Zukunft aus Verkehrssicht nicht gebraucht. Jede neue Autobahn zerstört den Lebensraum vieler Tiere”, sagte Gratzer. 
 
http://oesterreich.orf.at/stories/432822/ [1]
30.3.2010 

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