Grausame Botox-Tests an Mäusen gehen weiter, obwohl tierfreie Tests seit 10 Jahren verfügbar sind – Aktionswoche in ganz Europa

Aktuell läuft europaweit eine Protestaktion zu den anhaltenden Problemen rund um das Thema BOTOX:
Koordiniert wird die Aktion durch ECEAE – https://www.eceae.org

Zehn Jahre sind vergangen, seit der erste Hersteller von Botulinumtoxin-Produkten (allgemein als Botox bekannt) die zulassungsfreie Zulassung für einen tierfreien Test erhalten hat. Nach Allergan wechselten 2015 und 2018 zwei weitere globale Unternehmen, Merz und Ipsen, zu tierfreien Tests. Trotz dieser Siege für Tierrechtskampagnen gehen die extrem grausamen Botox-Tests an Mäusen weiter. Der Int. Bund der Tierversuchsgegner (IBT), Mitglied der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE), fordert die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) auf, den LD50-Test an Mäusen aus den europäischen Vorschriften zu streichen. Die ECEAE wird vom 21. bis 26. Juni eine Aktionswoche in ganz Europa abhalten, um gegen den fortgesetzten Einsatz von Mäusen bei diesem grausamen Vergiftungstest zu protestieren.

Zwar gelegentlich für medizinische Zwecke verwendet, ist das bakterielle Gift hauptsächlich für seine kosmetische Verwendung zur vorübergehenden Reduzierung von Gesichtslinien und Falten. Jede Charge Botox wird durch den umstrittenen LD50 (Lethal Dose) Vergiftungstest mit verschiedenen Dosierungen von Botulinumtoxin getestet, die in den Bauch von Mäusen injiziert werden, um die Dosis zu eruieren, welche die Hälfte der Versuchstiere tötet. Dies beinhaltet entsetzliches Leiden für die Tiere, die langsam durch Muskellähmung bei vollem Bewusstsein ersticken. In Europa werden schätzungsweise 400.000 Mäuse pro Jahr für diese grausamen Praktiken getötet.

Kontinuierliche Proteste der ECEAE und anderer Organisationen haben die Hersteller Allergan, Merz und Ipsen dazu gebracht, zellbasierte Assays zu verwenden und damit die meisten ihrer Tierversuche zu ersetzen. Einige Tests auch dieser Unternehmen werden jedoch immer noch an Mäusen durchgeführt.

Ein Hersteller, der den grausamen LD50-Test ebenfalls noch verwendet, ist Sloan Pharma. 2019 erhielt das Unternehmen die Lizenz zur Durchführung von LD50-Tests an 46.800 Mäusen in Deutschland.

Das Europäische Arzneibuch, welches die Chargenprüfung von Botox-Produkten regelt, erlaubt zwar eine Reihe von tierfreien Testmethoden, aber es erlaubt auch weiterhin den LD50-Test an Mäusen. Die ECEAE fordert die Regulierungsbehörde EMA auf, die grausamen Tests an Mäusen aus dem Arzneibuch zu streichen.

Gerda Matias, Präsidentin des Int. Bund der Tierversuchsgegner dazu: “Es ist nicht hinnehmbar, dass fühlende Tiere immer noch einen qualvollen Tod erleiden, um ein Produkt, das häufig für kosmetische Zwecke verwendet wird, zu testen, obwohl alternative, nicht-tierische Technologien verfügbar sind.”

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