{"id":1137,"date":"2014-05-08T11:19:00","date_gmt":"2014-05-08T09:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2014\/05\/08\/ergebnisse-aus-tierversuchen-sind-nicht-tragbar\/"},"modified":"2014-05-08T11:19:00","modified_gmt":"2014-05-08T09:19:00","slug":"ergebnisse-aus-tierversuchen-sind-nicht-tragbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2014\/05\/08\/ergebnisse-aus-tierversuchen-sind-nicht-tragbar\/","title":{"rendered":"Ergebnisse aus Tierversuchen sind nicht \u00fcbertragbar"},"content":{"rendered":"<p>Wie den Medien im M\u00e4rz dieses Jahres zu entnehmen war, kam es bei einem Medikamententest an Menschen in einem Londoner Krankenhaus zu lebensgef\u00e4hrlichen Zwischenf\u00e4llen. <br \/>Obwohl der neue Wirkstoff TGN1412 (gegen Blutkrebs, Rheuma und Multiple Sklerose) der Firma TeGenero intensiv in Tierversuchen (pr\u00e4klinischen Tests) getestet worden ist, kam es bei den klinischen Tests \u2013 bei allen sechs Testpersonen &#8211; zu lebensbedrohlichen Sch\u00e4den an mehreren Organen.<\/p>\n<p>Mittlerweile gilt als gesichert, dass es weder bei der Arzneimittelproduktion noch bei der Durchf\u00fchrung der Menschenversuche M\u00e4ngel gegeben hat. Als Ursache der schweren Nebenwirkungen wird eine &#8220;unvorhergesehene biologische Wirkung der Arznei bei Menschen&#8221; angef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Trotz jahrelanger Experimente an M\u00e4usen, Ratten, Kaninchen und Affen, die den Wirkstoff in extrem hoher \u00dcberdosierung \u2013 einer um den Faktor 500 h\u00f6heren Dosis \u2013 verabreicht bekamen, wurde der gef\u00e4hrliche Wirkungsmechanismus f\u00fcr den Menschen nicht erkannt.<\/p>\n<p>Dies beweist erneut, dass sich Ergebnisse aus Tierexperimenten nicht auf den Menschen \u00fcbertragen lassen, da sich der Mensch mit seinem anders gearteten Stoffwechsel und Organaufbau wesentlich vom Tier unterscheidet. Dar\u00fcber hinaus sind bei der Entstehung von menschlichen Krankheiten viele Faktoren &#8211; etwa Ern\u00e4hrung, Bewegung, Umwelteinfl\u00fcsse, sozialer Status, seelische und geistige Befindlichkeit \u2013 beteiligt, die im Tierexperiment v\u00f6llig ignoriert werden. Au\u00dferdem verstreichen bis zum Krankheitsausbruch oft Jahre.<\/p>\n<p>Dagegen werden bei den vorerst gesunden Versuchstieren, die in sterilen Labors in K\u00e4figen artwidrig und isoliert gehalten werden, menschen\u00e4hnliche Krankheiten durch massive Eingriffe k\u00fcnstlich erzeugt und dann mit dem Testmedikament behandelt. So \u00fcberrascht es wenig, dass es trotz millionenfacher Tierversuche immer wieder zu Arzneimittelkatastrophen kommt und es weiterhin nicht den von den Pharmafirmen st\u00e4ndig angek\u00fcndigten Impfstoff gegen Krebs, Aids, Alzheimer etc. gibt.<\/p>\n<p><strong>Tierversuche sind die falsche Testmethode <\/strong><\/p>\n<p>TGN1412 ist kein Einzelfall: Immer wieder m\u00fcssen Menschenversuche abgebrochen werden. Etwa die in den USA durchgef\u00fchrte Studie an 16.000 gesunden Frauen, weil die Hormongaben gegen Wechselbeschwerden Brustkrebs ausgel\u00f6st haben.<br \/>Beim Test mit einem Alzheimer-Impfstoff der irischen Firma Elan Corporation starben 15 Patienten, obwohl auch diese Arznei ausgiebig im Tierversuch getestet wurde.<\/p>\n<p>Doch selbst Medikamente, die schon auf den Markt sind, mussten nachtr\u00e4glich verboten werden, da es zu schweren sch\u00e4digenden Wirkungen, Nebenwirkungen und Todesf\u00e4llen gekommen ist: Das Arthrose- und Schmerzmittel Vioxx von Merck, das Schmerz- und Rheumamittel Bextra von Pfizer, der Cholesterinsenker Lipobay der Firma Bayer (mindestens 52 Tote), das Tierantibiotikum Baytril von Bayer, etc.<\/p>\n<p>Und wegen vermuteter schwerer Nebenwirkungen kommen immer wieder Medikamente in die Schlagzeilen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ritalin, das hyperaktiven Kindern verabreicht wird, steht unter Verdacht, Krebs auszul\u00f6sen. <\/li>\n<li>Hepatits-B-Impfungen l\u00f6sen m\u00f6glicherweise Multiple Sklerose aus. <\/li>\n<li>Pockenimpfung f\u00fchrt vermutlich zu Herzmuskelentz\u00fcndungen, etc. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Dass sich die Tierversuchsergebnisse nicht wirklich auf den Menschen \u00fcbertragen lassen, sie keine verbindliche Aussage \u00fcber die Wirkung beim Menschen zulassen und somit \u00fcberhaupt keine Sicherheit darstellen, ist aber nicht nur empirisch nachpr\u00fcfbar, sondern mittlerweile auch schon durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt worden.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Paul-Ehrlich-Institut kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass der ATT-Tierversuchstest &#8211; eine im Arzneibuch vorgeschriebene Pr\u00fcfung f\u00fcr Impfstoffe an M\u00e4usen und Meerschweinchen &#8211; keine Aussage \u00fcber die Wirksamkeit beim Menschen zul\u00e4\u00dft (1). <\/li>\n<li>Eine im &#8220;British Medical Journal&#8221; publizierte englische Untersuchung kam ebenfalls zu dem Resultat, dass die Tierversuchsergebnisse wenig bis gar keine Aussagekraft hinsichtlich der \u00dcbertragung auf den Menschen haben (2). <\/li>\n<li>Eine Studie der Food and Drug Administration brachte ans Licht, dass knapp \u00fcber 50% der an Tieren getesteten und danach f\u00fcr die klinische Erprobung freigegebenen Arzneimittel schwere Sch\u00e4den \u2013 von Organversagen bis hin zum Tod &#8211; bei den menschlichen Probanden verursacht haben (3). <\/li>\n<\/ul>\n<p>Trotzdem wird an der Methode Tierversuch unreflektiert festgehalten. Dies stellt nicht nur ein fahrl\u00e4ssiges Verhalten gegen\u00fcber den PatientInnen dar, sondern schlicht ein Verbrechen gegen\u00fcber all den Tieren, die unter extremen Qualen, Leiden und Schmerzen zu Millionen in den Labors hierf\u00fcr ihr Leben lassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nicht nur aufgrund der wissenschaftlich abgesicherten Datenlage \u00fcber die Nutzlosigkeit von Tierversuchen, sondern auch aus ethischer Verantwortlichkeit gegen\u00fcber dem Mitgesch\u00f6pf Tier, fordern wir TierversuchsgegnerInnen, dass endlich der Tierversuch als unwissenschaftliche, veraltete, unverl\u00e4ssliche, unsichere, ja gef\u00e4hrliche und vor allem brutal-rohe Methode ad acta gelegt wird &#8211; zumal es zahlreiche tierversuchsfreie Methoden gibt.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>(1) Beate Kr\u00e4mer, Margit Nagel, Karin Duchow, Michael Schwanig, Klaus Cu\u00dfler: &#8220;Ist die tierexperimentelle Pr\u00fcfung auf anomale Toxizit\u00e4t f\u00fcr Impfstoffe, Sera und Immunglobuline noch zeitgem\u00e4\u00df? Eine retrospektive Datenanalyse zur \u00dcberpr\u00fcfung der Aussagekraft der Arzneibuchvorschrift V.2.1.5&#8221;, ersch. im ALTEX 13, 1\/96, S. 7-16<\/p>\n<p>(2) Pandora Pound, Shah Ebrahim, Peter Sandercock, Michael B. Bracken, Ian Roberts: &#8220;Where is the evidence that animal research benefits humans?&#8221;, ersch. in BMJ Volume 328, 28.02.2004, S. 514-517<\/p>\n<p>(3) Annual Adverse Drug Experience Report: 1996, U.S. Food and Drug Administration, ersch. 30. Oktober 1997<\/p>\n<p>Aufrufe: 96<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie den Medien im M\u00e4rz dieses Jahres zu entnehmen war, kam es bei einem Medikamententest an Menschen in einem Londoner Krankenhaus zu lebensgef\u00e4hrlichen Zwischenf\u00e4llen. 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