{"id":1179,"date":"2007-04-04T12:54:00","date_gmt":"2007-04-04T10:54:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/04\/04\/wann-handelt-es-sich-um-einen-tierversuch\/"},"modified":"2007-04-04T12:54:00","modified_gmt":"2007-04-04T10:54:00","slug":"wann-handelt-es-sich-um-einen-tierversuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/04\/04\/wann-handelt-es-sich-um-einen-tierversuch\/","title":{"rendered":"Wann handelt es sich um einen Tierversuch?"},"content":{"rendered":"<p>Laut &sect; 2 Tierversuchsgesetz 1988 (Bundesgesetz vom 27. September 1989 &uuml;ber Versuche an lebenden Tieren, BGBl. Nr. 501\/1989 i.d.F. Nr. 169\/1999) handelt es sich bei Eingriffen an und Behandlungen von Tieren nur dann um einen Tierversuch, wenn die Eingriffe an lebenden Wirbeltieren vorgenommen werden und f&uuml;r das Tier belastend , insbesondere mit Angst, Schmerzen, Leiden oder dauerhaften Sch&auml;den verbunden sind.<\/p>\n<p>Daraus folgt:<br \/>Werden Experimente in einem Versuchslabor an <\/p>\n<ul>\n<li>Wirbellosen (Krebse, Garnelen, Krabben, Schnecken, Spinnentiere wie Skorpione, Weberknechte u.a., Muscheln, Insekten wie K&auml;fer, Schmetterlinge, Fliegen, Bienen, Wespen u.a., Rundw&uuml;rmer etc.) denen man Schmerzempfinden abspricht, <\/li>\n<li>an Tierf&ouml;ten und -embryonen <\/li>\n<li>an eigens f&uuml;r Experimente get&ouml;teten Wirbeltieren (zum Zwecke der Gewinnung von Gewebe, Zellen, Organen etwa oder zu Lehrzwecken) durchgef&uuml;hrt, <\/li>\n<li>oder nimmt der Experimentator an, dass der Eingriff f&uuml;r das lebende Wirbeltier mit keinen &Auml;ngsten, Schmerzen, Leiden oder dauerhaften Sch&auml;den verbunden ist,<\/li>\n<\/ul>\n<p>so stellen derartige Experimente nach dieser Gesetzesdefinition gar keine Tierversuche dar. <\/p>\n<p>Sie m&uuml;ssen weder gemeldet, geschweige denn genehmigt werden! Sie unterliegen keinerlei gesetzlichen und somit &ouml;ffentlichen Kontrolle! Sehr problematisch ist weiters, dass der Versuchsleiter, der Experimentator selber den Grad der Belastbarkeit festlegt. Es obliegt seinem pers&ouml;nlichen Ermessen, seinem subjektiven Empfinden und seiner alleinigen Interpretation, festzustellen bzw. vorauszusagen, ob es sich bei einem Eingriff um einen Tierversuch handelt oder nicht und ob er diesen anzuzeigen bzw. zu genehmigen hat oder nicht. <\/p>\n<p>Wir TierversuchsgegnerInnen fordern gerade bei der Genehmigungspraxis mehr Transparenz und &ouml;ffentliche Kontrolle und verlangen eine &Auml;nderung der Definition des Tierversuchsbegriffes: Unabh&auml;ngig von der Belastbarkeit, die kaum mit objektiven wissenschaftlichen Kriterien festzustellen bzw. vorauszusagen ist, soll die T&ouml;tung, der Eingriff und die Behandlung eines&nbsp; j e d e n&nbsp; Tieres, die &uuml;ber die landwirtschaftliche Nutzung und veterin&auml;rmedizinische Betreuung hinausgehen, als Tierversuch gelten und zun&auml;chst gemeldet werden. Inwieweit ein Tierversuch einer Genehmigungspflicht bedarf, hat die Beh&ouml;rde zu entscheiden und nicht der Experimentator alleinig. <\/p>\n<p>Aufrufe: 123<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut &sect; 2 Tierversuchsgesetz 1988 (Bundesgesetz vom 27. September 1989 &uuml;ber Versuche an lebenden Tieren, BGBl. Nr. 501\/1989 i.d.F. Nr. 169\/1999) handelt es sich bei Eingriffen an und Behandlungen von Tieren nur dann um einen Tierversuch, wenn die Eingriffe an lebenden Wirbeltieren <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/04\/04\/wann-handelt-es-sich-um-einen-tierversuch\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[8,4],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1179"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1179"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1179\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}