{"id":1186,"date":"2017-10-04T18:02:00","date_gmt":"2017-10-04T16:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/10\/04\/fetales-kaelberserum-fuer-millionenfaches-tierleid-verantwortlich\/"},"modified":"2017-10-04T18:02:00","modified_gmt":"2017-10-04T16:02:00","slug":"fetales-kaelberserum-fuer-millionenfaches-tierleid-verantwortlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/10\/04\/fetales-kaelberserum-fuer-millionenfaches-tierleid-verantwortlich\/","title":{"rendered":"Fetales K\u00e4lberserum f\u00fcr millionenfaches Tierleid verantwortlich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Fetales K\u00e4lberserum (FKS) wird als N\u00e4hrl\u00f6sung zur Kultivierung von Zellen genutzt. Seine Gewinnung ist extrem grausam. Dabei gibt es l\u00e4ngst ethisch einwandfreie N\u00e4hrmedien, die etwa aus abgelaufenen Blutspenden hergestellt werden. Der bundesweite Verein \u00c4rzte gegen Tierversuche will auf diesen Missstand aufmerksam machen und Zellkulturforscher zum Umdenken bewegen.<\/p>\n<p>Anstelle von Tierversuchen kommen zunehmend Kulturen und Organchips aus menschlichen Zellen zum Einsatz, die etwa bei Operationen als Abfall anfallen. Sie werden bei Giftigkeitspr\u00fcfungen von Chemikalien oder bei der Medikamentenentwicklung genutzt. Um diese Zellen am Leben zu halten und zum Wachsen zu bringen, ben\u00f6tigen sie ein N\u00e4hrmedium, d.h. eine Fl\u00fcssigkeit in der verschiedene N\u00e4hrstoffe enthalten sind. Als \u201eGoldstandard\u201c wird daf\u00fcr bisher standardm\u00e4\u00dfig Blutserum von ungeborenen K\u00e4lbern genutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch die Gewinnung dieses fetalen K\u00e4lberserums (FKS) ist grausam. Unmittelbar nach der Schlachtung einer schwangeren Kuh wird dieser der F\u00f6tus aus der Geb\u00e4rmutter herausgeschnitten. Dann wird dem noch lebenden Kalb eine dicke Nadel direkt ins schlagende Herz gesto\u00dfen und Blut abgesaugt, bis es blutleer ist und das Kalb stirbt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl laut wissenschaftlicher Studien davon auszugehen ist, dass K\u00e4lberfeten bereits leidensf\u00e4hig sind, geschieht diese Prozedur ohne Bet\u00e4ubung. Weltweit werden etwa 800.000 Liter fetales K\u00e4lberserum verwendet. Pro Kalb wird ca. ein halber Liter Blut gewonnen. Dies bedeutet den qualvollen Tod von j\u00e4hrlich 1-2 Millionen K\u00e4lbern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Herkunft des K\u00e4lberserums bestimmt dabei ebenso den Preis. Serum aus Neuseeland oder Australien ist besonders teuer, da das Blut der Inselk\u00fche frei von Seuchen wie Maul- und Klauenseuche ist. Die Preise pro Liter FKS k\u00f6nnen deshalb von 100 Euro bis zu mehreren Tausend Euro schwanken und machen das Serum zu einem lukrativen Nebenprodukt der Fleischgewinnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tierleidfreie M\u00f6glichkeiten gibt es l\u00e4ngst. Beispielsweise bietet das humane Blutpl\u00e4ttchen-Lysat (hPL), das aus abgelaufenen Blutspenden hergestellt wird, viele Vorteile gegen\u00fcber dem fetalen K\u00e4lberserum. Da es sich um Serum von Menschen handelt, ist es als N\u00e4hrmedium f\u00fcr ebenfalls menschliche Zellen sehr gut geeignet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eFKS-Medien werden zum gro\u00dfen Teil in der In-vitro-Forschung eingesetzt, d.h. von jenen Wissenschaftlern, die ohne Tierversuche forschen und meist auch einen hohen ethischen Anspruch haben. Wir m\u00f6chten Zellkulturforscher zum Umstellen bewegen und haben jetzt Infos einschlie\u00dflich Bezugsquellen unter fks-frei.de bereitgestellt\u201c, so Julia Schulz, Tier\u00e4rztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei \u00c4rzte gegen Tierversuche.<\/p>\n<p>Weitere Informationen und Bezugsquellen f\u00fcr FKS-freie N\u00e4hrmedien finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/www.fks-frei.de\">www.fks-frei.de<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 136<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fetales K\u00e4lberserum (FKS) wird als N\u00e4hrl\u00f6sung zur Kultivierung von Zellen genutzt. Seine Gewinnung ist extrem grausam. Dabei gibt es l\u00e4ngst ethisch einwandfreie N\u00e4hrmedien, die etwa aus abgelaufenen Blutspenden hergestellt werden. 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