{"id":1221,"date":"2018-07-02T05:12:00","date_gmt":"2018-07-02T03:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2018\/07\/02\/tierversuche-an-nachtigallen-verhindern\/"},"modified":"2018-07-02T05:12:00","modified_gmt":"2018-07-02T03:12:00","slug":"tierversuche-an-nachtigallen-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2018\/07\/02\/tierversuche-an-nachtigallen-verhindern\/","title":{"rendered":"Mach mit: Tierversuche an Nachtigallen verhindern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">Hier geht es zur Petition <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/nein-zu-tierversuchen-an-nachtigallen-tagderartenvielfalt\">\u201eNein zu Tierversuchen an Nachtigallen\u201c<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Biologin Dr. Daniela Vallentin, t\u00e4tig am Institut f\u00fcr Biologie der Freien Universit\u00e4t Berlin, beabsichtigt, an Nachtigallen Tierversuche durchzuf\u00fchren. Um die neuronalen Vorg\u00e4nge von Kommunikation zu verstehen, soll den Tieren ein Loch in das Gehirn gebohrt werden, in das dann Elektroden eingef\u00fchrt werden, sodass die Aktivit\u00e4t einzelner Nervenzellen gemessen werden k\u00f6nnen, wenn die Nachtigallen abwechselnd singen. Angeblich sollen sich aus diesen Forschungsergebnissen Erkenntnisse zu den Kommunikationsproblemen bei autistischen Menschen ableiten lassen. (1)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon im Jahr 2017 stellte Vallentin beim zust\u00e4ndigen Berliner Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Soziales den Antrag zur Durchf\u00fchrung der Experimente und zur Entnahme von 50 Nachtigallen-K\u00fcken aus der freien Wildbahn. Die Tierversuche wurden am 25.07.2017 genehmigt \u2013 jedoch mit Einschr\u00e4nkungen: es d\u00fcrfen nur 35 Tiere verwendet werden, die dar\u00fcber hinaus nicht aus der freien Wildbahn entnommen werden d\u00fcrfen, sondern aus Nachzuchten stammen sollen. Denn Tierversuche mit Wildtieren unterliegen besonders strengen Regeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Auflage ignorierend, stellte Vallentin bei der Berliner Umweltverwaltung den Antrag auf die Entnahme von 50 Nachtigallen aus der freien Wildbahn. Die Umweltverwaltung lehnte den Antrag ab und beanstandete unter vielem anderen, den Fang und die Haltung der Tiere und stellte den Versuch und die Ergebnisse an sich in Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offensichtlich beschloss dann Vallentin, selber Nachtigallen zu z\u00fcchten, um diese Nachzuchten dann f\u00fcr ihre Experimente einzusetzen. Sie erwarb legal weibliche Nachzuchten. Da sie jedoch keine m\u00e4nnlichen Nachzuchten erwerben konnte, stellte sie im M\u00e4rz 2018 an die Beh\u00f6rden in Berlin und Brandenburg den Antrag auf Entnahme von drei m\u00e4nnlichen Nachtigallen aus der freien Natur, um f\u00fcr die geplanten Versuche selber Nachtigallen zu z\u00fcchten. Das Land Brandenburg genehmigte dies und Vallentin soll die Tiere auch schon eingefangen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun hat der Tierschutzverein Berlin eine Petition gestartet, die sich an den Brandenburger Umweltminister mit dem Appell wendet, die Genehmigung f\u00fcr den Wildfang der drei Nachtigall-M\u00e4nnchen zur\u00fcckzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier geht es zur Petition<a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/nein-zu-tierversuchen-an-nachtigallen-tagderartenvielfalt\"> \u201eNein zu Tierversuchen an Nachtigallen\u201c <\/a><br \/>____________________________<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(1) \u201eUngeachtet der Tatsache, dass \u201eTiermodelle\u201c generell nicht auf den Menschen \u00fcbertragbar sind, handelt es sich hier vor dem Hintergrund, dass die Forscherin neue Therapiemethoden f\u00fcr autistische Kinder entwickeln m\u00f6chte, um ein besonders schlechtes Modell. Gehirne von Menschen und V\u00f6geln weisen gravierende Unterschiede auf. Beispielsweise besitzen Vogelgehirne keinen Cortex (Gro\u00dfhirnrinde). Diese Region ist bei V\u00f6geln in Zellhaufen organisiert. Singv\u00f6gel besitzen dagegen Hirnregionen, die es beim Menschen nicht gibt, insbesondere die HVC genannte Hirnregion, die f\u00fcr das Gesangslernen und den Gesang dieser Tiere zust\u00e4ndig ist.<br \/>Diese und weitere Gr\u00fcnde sprechen daf\u00fcr, dass Autismus nur durch humanbasierte Forschungsmethoden erforscht werden kann. Insbesondere die menschliche Mimik und Gestik spielen beim Autismus eine zentrale Rolle. Hier kann eine Forschung an Nachtigallen zu keinen Erkenntnissen f\u00fchren. Autisten haben Schwierigkeiten, Gef\u00fchle wie Freude, Trauer oder Angst zu zeigen bzw. diese Gef\u00fchle in Gesichtern anderer Menschen zu lesen. Die Gef\u00fchle anderer Menschen einzuordnen, ist somit ein zentrales Problem von Autisten. Versuche an Nachtigallen k\u00f6nnen all dies nicht leisten.\u201c<br \/>(Zitat aus einer Stellungnahme von \u00c4rzte gegen Tierversuche e.V. zur Autismus-Forschung an Nachtigallen. <a href=\"https:\/\/www.aerzte-gegen-tierversuche.de\/de\/projekte\/stellungnahmen\/2629-stellungnahme-zu-autismus-forschung-an-nachtigallen\">https:\/\/www.aerzte-gegen-tierversuche.de\/de\/projekte\/stellungnahmen\/2629-stellungnahme-zu-autismus-forschung-an-nachtigallen<\/a>)<\/p>\n<p>Aufrufe: 228<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier geht es zur Petition \u201eNein zu Tierversuchen an Nachtigallen\u201c Die Biologin Dr. Daniela Vallentin, t\u00e4tig am Institut f\u00fcr Biologie der Freien Universit\u00e4t Berlin, beabsichtigt, an Nachtigallen Tierversuche durchzuf\u00fchren. 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