{"id":1247,"date":"2014-10-22T14:15:00","date_gmt":"2014-10-22T12:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2014\/10\/22\/das-leiden-der-ge\/"},"modified":"2014-10-22T14:15:00","modified_gmt":"2014-10-22T12:15:00","slug":"das-leiden-der-ge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2014\/10\/22\/das-leiden-der-ge\/","title":{"rendered":"Das Leiden der G\u00e4nse"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"artikel_titel\">Von Daunenjacken und Martinig\u00e4nsen<\/span><\/p>\n<p><strong class=\"artikel_titel\">Warum keine Daunenjacke?<\/strong><\/p>\n<p>Der Winter steht vor der T\u00fcre und viele Leute stehen vor der Besorgung einer geeigneten warmen Winterjacke.<br \/>Doch der Einkauf dieses St\u00fcckes ist f\u00fcr Tiersch\u00fctzerInnen oft schwieriger als man glaubt.<\/p>\n<p>Wenn man endlich eine Jacke ohne Pelzkragen und Ledereins\u00e4tze gefunden hat, bemerkt man, dass das auserkorene St\u00fcck mit Daunen gef\u00fcttert ist, und die m\u00fchsame Suche beginnt von vorne.<\/p>\n<p>Ein Verk\u00e4ufer fragte mich neulich, was denn so schlimm an Daunen sein soll.<br \/>Das Bewusstsein \u00fcber das Pelzleid scheint schon etwas weiter vorgedrungen zu sein.<br \/>Doch \u00fcber die grausame Daunengewinnung ist noch wenig bis gar nichts in der \u00d6ffentlichkeit bekannt.<\/p>\n<p><strong class=\"artikel_titel\">Die Daune<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Daunenprodukte, insbesondere die Daunenbekleidung sind schlecht bis gar nicht deklariert. Man erh\u00e4lt weder Angaben \u00fcber die Herkunft und Gefl\u00fcgelart, noch \u00fcber die \u201eErzeugung\u201c.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil der weltweit verwendeten Daunen kommt aus Asien. <br \/>China ist Hauptlieferant von Rohmaterial (Federn und Daunen) und Endprodukten (z.B Schlafs\u00e4cke, Jacken, Decken, Handschuhe,etc.).<br \/>Daunenprodukte ohne Herkunftsangabe sind fast immer mit billigen Daunen aus China und Tawain gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Der Rest der Daunen stammt aus Europa, Nord- und S\u00fcdamerika.<br \/>Vor allem die Osteurop\u00e4ische Daune hat einen besonders guten Ruf, denn je k\u00e4lter die Herkunftsregion der Tiere ist, desto gr\u00f6\u00dfer und dichter ist die Daune.<\/p>\n<p><strong class=\"artikel_titel\">Lebendrupf<\/strong><\/p>\n<p>Was die meisten Leute beim Kauf der besonders guten Qualit\u00e4t, der Osteurop\u00e4ischen Daune nicht wissen, ist, dass in diesen L\u00e4ndern Praktiken wie Lebendrupfen und Stopfen (brutale Zwangsern\u00e4hrung) erlaubt sind.<\/p>\n<p>G\u00e4nse werden unter grausamen Bedingungen in Massentierhaltungsbetrieben gem\u00e4stet,<br \/>um im Alter von ca. 10 Wochen zum ersten Mal gerupft zu werden.<\/p>\n<p>Hierzu werden ihnen die Beine zusammengebunden und der Kopf zwischen den Knien eingeklemmt.<br \/>Die &#8220;RupferInnen&#8221; werden per Akkord bezahlt, bis zu 100 G\u00e4nse kann eine ge\u00fcbte G\u00e4nserupferIn am Tag schaffen.<br \/>Auf die Tiere wird da keine R\u00fccksicht genommen.<\/p>\n<p>Die G\u00e4nse schreien beim Ausrei\u00dfen ihrer Federn ganz f\u00fcrchterlich vor Schmerzen. <br \/>Bei ihren verzweifelten Versuchen sich zu befreien, sind gebrochene oder abgerissene Fl\u00fcgel keine Seltenheit. Gr\u00f6\u00dfere Verletzungen werden schnell mit einem Nadel und Faden zusammengen\u00e4ht. Viele G\u00e4nse \u00fcberleben den Lebendrupf nicht, sie sterben an ihren Verletzungen oder aufgrund des erlittenen Schocks.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"small\">Das Lebendrufpen verursacht den G\u00e4nsen unfassbare Schmerzen. Alle Federn werden ihnen bei vollem Bewusstsein ausgerissen, lediglich die festen Schwanz- und R\u00fcckenfedern, sowie die Federn an den Fl\u00fcgeln werden ihnen gelassen.<\/p>\n<p>Bis zu dreimal im Abstand von ca. 7 Wochen m\u00fcssen die G\u00e4nse diese entsetzliche Tortur \u00fcber sich ergehen lassen.<br \/>Dann endet ihr leidvolles Leben im Schlachthof, dort werden sie dann zum letzen Mal gerupft.<\/p>\n<p><strong class=\"artikel_titel\">Martinigans<\/strong><\/p>\n<p>Ihre toten K\u00f6rper werden verkauft und landen p\u00fcnktlich am 11. November, am Martinstag, auf dem Tisch. Nur ca. 15% der in \u00d6sterreich verspeisten G\u00e4nse stammen aus \u00d6sterreich, der Rest wird aus Ungarn, Polen und Frankreich importiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/images\/stories\/tierschutz\/themen\/gaense\/martini.jpg\" border=\"0\" alt=\" \" hspace=\"5\" width=\"300\" height=\"225\" align=\"left\" \/><\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<p><span class=\"small\">Foto: <\/span><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bild:Afood_z01.jpg\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bild:Afood_z01.jpg<\/a><br \/><span class=\"small\">Martinigansl mit Rotkraut und Serviettenkn\u00f6del.<br \/>Das Martinsgans-Essen zum Gedenken an den Heiligen Martin von Tours ist ein weit verbreitetes Brauchtum in Mitteleuropa.<\/span><\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Videos:<\/strong><br \/><a href=\"http:\/\/www.tierrechtsfilme.at\/kurzfilme\/gaenserupfen\/gaenserupfen.htm\">http:\/\/www.tierrechtsfilme.at\/kurzfilme\/gaenserupfen\/gaenserupfen.htm<\/a><\/p><\/p>\n<p>Aufrufe: 214<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Daunenjacken und Martinig\u00e4nsen Warum keine Daunenjacke? Der Winter steht vor der T\u00fcre und viele Leute stehen vor der Besorgung einer geeigneten warmen Winterjacke.Doch der Einkauf dieses St\u00fcckes ist f\u00fcr Tiersch\u00fctzerInnen oft schwieriger als man glaubt. 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