{"id":1256,"date":"2017-10-03T15:05:00","date_gmt":"2017-10-03T13:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/10\/03\/die-leiden-der-bn-weltweit\/"},"modified":"2017-10-03T15:05:00","modified_gmt":"2017-10-03T13:05:00","slug":"die-leiden-der-bn-weltweit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/10\/03\/die-leiden-der-bn-weltweit\/","title":{"rendered":"Die Leiden der B\u00e4ren &#8211; weltweit"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><strong>Die B\u00e4ren sind vom Aussterben bedroht<\/strong><\/p>\n<p>Der dramatische R\u00fcckgang des fast alle Arten umfassenden B\u00e4renbestandes ist einerseits auf die Bejagung dieser Tiere und andererseits auf die Zerst\u00f6rung ihres Lebensraumes, haupts\u00e4chlich durch Rodungen, zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dies gilt mittlerweile f\u00fcr die asiatischen ebenso wie auch f\u00fcr die nord- und s\u00fcdamerikanischen B\u00e4ren, als auch f\u00fcr die paar an der Hand abzuz\u00e4hlenden in Europa lebenden Exemplaren. Von acht B\u00e4renarten stehen f\u00fcnf im Anhang I des Artenschutzabkommens, in dem die vom Aussterben bedrohten Tiere erfasst sind und mit denen der internationale Handel untersagt ist.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Die B\u00e4ren werden gejagt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>&#8230; zur lediglichen Befriedigung des grausamen Jagdinstinktes. In den USA und in Kanada ist etwa die Hetzjagd mit Hunden gang und g\u00e4be.\n<\/li>\n<li>&#8230; und geschlachtet und ihre Teile, verwertet f\u00fcr medizinische Produkte oder angepreist als Delikatesse, gehandelt.\n<\/li>\n<li>&#8230; und als Touristenattraktion zu Tanzb\u00e4ren abgerichtet, indem ihnen ein gl\u00fchender Nagel durch das Nasenbein gerammt wird, durch das dann ein Seil oder eine Kette durchgef\u00fchrt wird, was den B\u00e4ren stetig Schmerzen verursacht und zum &#8220;Tanzen&#8221; bringt.\n<\/li>\n<li>&#8230; und landen zur Belustigung in Zirkusse, wo sie durch tierqu\u00e4lerische Methoden &#8211; etwa mit Stiften und Ketten in ihrer empfindlichen Schnauze &#8211; gef\u00fcgig gemacht werden.\n<\/li>\n<li>&#8230; und an Zoos zur Schaustellung verkauft, wo sie oft in Betonbunkern dahinvegetieren.\n<\/li>\n<li>&#8230; und f\u00fcr illegale B\u00e4renk\u00e4mpfe, die noch in einigen Regionen Pakistans stattfinden, &#8220;vorbereitet&#8221;: Den B\u00e4ren werden die Eckz\u00e4hne und Krallen gezogen, dann werden sie mit einem kurzen Strick an einem Baumstumpf gebunden und Bullterrier und Pitbulls auf sie gehetzt. Ein aussichtsloser Kampf &#8211; der B\u00e4r kann sich nicht wehren und schreit vor Angst und Schmerz.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>DIE QUALEN DER B\u00c4REN IN DEN CHINESISCHEN B\u00c4RENFARMEN<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Die H\u00f6llenqualen der batteriegehaltenen Kragenb\u00e4ren<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Meistens zweimal, manchmal jedoch auch bis zu viermal t\u00e4glich &#8211; je nach Nachfrage des Marktes -, wird den B\u00e4ren Gallenfl\u00fcssigkeit abgezapft &#8211; eine sehr schmerzhafte Prozedur. Aber nicht nur w\u00e4hrend dieses Eingriffes schreien die Tiere vor Schmerzen und schlagen mit ihren Tatzen wild um sich. Allein durch die Haltung in Gitterk\u00e4figen in der Gr\u00f6\u00dfe von 60 cm x 120 cm &#8211; gleich den H\u00fchnerbatterien -, in denen sie sich nicht einmal aufrichten oder aufsetzen, geschweige denn bewegen k\u00f6nnen, erleiden sie uns\u00e4gliche Qualen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ziehen sie sich durch die st\u00e4ndige Reibung an den Gitterst\u00e4ben Verletzungen zu, die nicht behandelt werden. Ebenso unbehandelt bleiben die Folgesch\u00e4den, die durch den Entzug der Gallenfl\u00fcssigkeit entstehen, wie z.B. Koliken und eitrige Entz\u00fcndungen.<\/p>\n<p>Die operative Einbringung der Kan\u00fcle durch meist nicht qualifiziertes Personal, mit der die Gallenblase angezapft wird, \u00fcberlebt nur jeder zweite B\u00e4r!!!<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Wof\u00fcr diese Qualen?<\/strong><\/p>\n<p>B\u00e4ren-Gallensaft enth\u00e4lt u. a. Gallens\u00e4ure, die in verschiedenen Formen wie Pulver, Tabletten, Salben, Tinkturen, Z\u00e4pfchen, Augentropfen, Tee etc. auf den Markt kommt. Es werden Mittel hergestellt zur Behandlung von Fieber, Entz\u00fcndungen, Brandverletzungen, Schwellungen, Prellungen, Gelbsucht, Darminfektionen, Kr\u00e4mpfe, Bluthochdruck und vielem anderen mehr. Vor 1980 war die Nachfrage nach B\u00e4rengalle mit 500 kg pro Jahr im Vergleich zu jetzt mit mehr als 7.000 kg pro Jahr gering, wobei auch immer mehr neue Produkte wie Gallen-Shampoo, -\u00f6l oder -wein erfunden werden. Alle diese \u00e4u\u00dferst tierqu\u00e4lerisch produzierten Arzneien lassen sich durch pflanzliche und synthetische Mittel ersetzen, so dass es bei einem Handelsverbot von Gallensaft auf keinen Fall zu medizinischen Engp\u00e4ssen kommen w\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus gelten B\u00e4rentatzen (erh\u00e4ltlich um 250 bis 500 Euro), aber auch andere Teile, die unter anderem in Suppen verarbeitet werden, als gesundheitsf\u00f6rdernde Delikatesse.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Kann das legal sein?<\/strong><\/p>\n<p>Derzeit gibt es in China 247 Farmen mit insgesamt 7.000 B\u00e4ren. 24 B\u00e4renfarmen halten jeweils mehr als 100 B\u00e4ren, eine Farm sogar mehr als 700 bis 800 B\u00e4ren. Laut chinesischem Naturschutzgesetz d\u00fcrfen B\u00e4renprodukte in China gehandelt werden, aber f\u00fcr die Gallensaftproduktion d\u00fcrften keine B\u00e4ren aus Wildf\u00e4ngen verwendet werden. Aber aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate in den Farmen und der immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Nachfrage nach Gallensaftprodukten erfolgt der Nachschub f\u00fcr die B\u00e4renfarmen aus der Wildnis &#8211; illegal. Die B\u00e4renjungen kommen aus Vietnam, Laos, Indien oder Thailand und werden nach China eingeschmuggelt. Ein B\u00e4renjunges kostet ein durchschnittliches Jahresgehalt. Der illegale Handel mit Produkten von Wildf\u00e4ngen floriert, da diesen eine bessere Qualit\u00e4t und somit Wirksamkeit zugestanden wird, als jenen aus den B\u00e4renfarmen. <\/p>\n<p>Durch das Washingtoner Artenschutzabkommen, dem auch China beigetreten ist, ist der Kragenb\u00e4r international gesch\u00fctzt und auch der Handel mit B\u00e4renprodukten verboten. Aber auch das Washingtoner Artenschutzabkommen wird vielfach umgangen:<br \/>Da die Gallenblase des streng gesch\u00fctzten Kragenb\u00e4rens schwer von einem in Nordamerika erlegten Schwarzb\u00e4ren (der lediglich auf Anhang II der Artenschutzabkommens zu finden ist und somit legal, wenn auch kontrolliert, gehandelt werden darf) zu unterscheiden ist, ist hier dem Betrug T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet. Voriges Jahr beschlagnahmten Justizbeamte in Virginia 300 B\u00e4rengallen, die von illegal get\u00f6teten B\u00e4ren stammten. Gallensaftprodukte werden nach Japan, Korea, Hongkong, Taiwan, Singapur und den Philippinen verkauft. Auch in Australien, Kanada, England und den USA findet man derartige Produkte.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Boykottieren Sie Gallensaftprodukte!<\/strong><\/p>\n<p>Die chinesische Regierung war lange Zeit bestrebt, den lukrativen Handel mit Gallensaftprodukten zu legalisieren und auszuweiten. Aufgrund internationaler Proteste der Tiersch\u00fctzerInnen stoppte sie jedoch die Pl\u00e4ne, die kommerzielle Nutzung auf 40.000 B\u00e4ren auszuweiten. Die Proteste hielten jahrelang an und j\u00fcngst wurde als langfristiges Ziel die Schlie\u00dfung aller B\u00e4renfarmen beschlossen. Im ersten Schritt sollen 500 B\u00e4ren aus allerschlechtester, erb\u00e4rmlichster Haltung &#8220;entlassen&#8221; werden. Zur Unterbringung dieser Tiere soll ein B\u00e4rengehege errichtet werden.<\/p>\n<p>Weitere Informationen (auch Seiten in deutscher Sprache) zur aktuellen Situation finden Sie unter:<br \/><a href=\"http:\/\/www.animalsasia.org\/\">www.animalsasia.org<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 216<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die B\u00e4ren sind vom Aussterben bedroht Der dramatische R\u00fcckgang des fast alle Arten umfassenden B\u00e4renbestandes ist einerseits auf die Bejagung dieser Tiere und andererseits auf die Zerst\u00f6rung ihres Lebensraumes, haupts\u00e4chlich durch Rodungen, zur\u00fcckzuf\u00fchren. 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