{"id":1272,"date":"2020-03-24T15:45:01","date_gmt":"2020-03-24T14:45:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/wildunfe-abschuss-mit-folgen\/"},"modified":"2020-03-24T15:45:01","modified_gmt":"2020-03-24T14:45:01","slug":"wildunfe-abschuss-mit-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/wildunfe-abschuss-mit-folgen\/","title":{"rendered":"Wildunf\u00e4lle: Abschuss mit Folgen"},"content":{"rendered":"<p>Bei Autofahrten au&szlig;erhalb verbauten Gebietes muss stets damit gerechnet werden, dass pl&ouml;tzlich Wild &uuml;ber die Stra&szlig;e wechselt. Was soll nun der Autofahrer tun, der zu einer Schadensgutmachung durch seine Versicherung kommen will? <br \/>Eine grunds&auml;tzliche Verhaltensrichtlinie wird Autofahrern durch j&uuml;ngste OGH-Entscheidungen nicht geboten. Es sind Einzelfallentscheidungen, die nur eine Orientierungshilfe f&uuml;r &auml;hnliche Sachverhalte darstellen.<\/p>\n<p><strong>Rettungskosten bei einem Wildunfall : OGH vom 14.3.2001, 7 Ob 307\/00y<br \/><\/strong><br \/>Der OGH gab einem Kraftfahrzeugversicherer, der von einem Kraftfahrzeughalter geklagt wurde, mit einer geradezu fabelhaften &#8220;Vorsicht, Meister Lampe und Reineke&#8221;-Begr&uuml;ndung Recht: &#8220;Ein Ausweichman&ouml;ver vor einem die Strasse wechselnden Tier ist bei gr&ouml;sseren Tieren objektiv erforderlich, bei kleineren Tieren wie Hasen, Madern oder F&uuml;chsen in der Regel nicht. Die Verkehrssicherheit erfordert es unter gewissen Umst&auml;nden, das &Uuml;berfahren eines Kleintieres in Kauf zu nehmen, und sieht Abwehrma&szlig;nahmen nur dann als gerechtfertigt an, wenn sie durch die Gr&ouml;&szlig;e des Tieres indiziert sind. In diesem Fall konnte der Kl&auml;ger jedoch nicht beweisen, dass er einem Tier auswich, dass tats&auml;chlich eine Gef&auml;hrdung des Fahrzeugs hervorgerufen h&auml;tte. Die m&ouml;gliche Bandbreite von Hirsch bis Eichh&ouml;rnchen sei zu wenig konkret, um den Nachweis des drohenden Versicherungsfalls zu erbringen&#8221;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vom &#8220;Reh aufw&auml;rts&#8221; ist Tierschutz statthaft : OGH vom 1.9.1999, 7 Ob 20\/99p<br \/><\/strong><br \/>In einem &auml;hnlich gelagerten Fall, bei dem aber klar war, dass ein Reh die Strasse gewechselt hatte, entschied der OGH gegen die Versicherung : &#8220;Der Kl&auml;ger hat zwar durch das Verrei&szlig;en des PKW ein Schadensrisiko in Kauf genommen. Andererseits stand ihm aber eine m&ouml;gliche Frontalkollision mit einem Reh bevor. Eine solche stellte bei der zu erwartenden Kollisionsgeschwindigkeit ein unmittelbar drohendes Unfallrisiko mit nicht unbetr&auml;chtlichen Schadensfolgen dar, dem er glaubte, durch Rechtsauslenken entgehen zu k&ouml;nnen. Dass dieses Man&ouml;ver zu einem &Uuml;berschlagen des PKW und zu einem relativ umfangreichen Fahrzeugschaden f&uuml;hren werde, war f&uuml;r ihn im Augenblick der anstehenden Entscheidung nicht in dieser Deutlichkeit vorhersehbar&#8221;.<\/p>\n<p>Aus Tierschutzgr&uuml;nden ist die Judikatur des OGH nicht befriedigend. Bei kleineren Tieren soll der beherzte Tierfreund also ein Ausweichman&ouml;ver besser unterlassen, diese &uuml;berfahren, sonst tr&auml;gt er die Kosten seiner Tierliebe selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufrufe: 270<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Autofahrten au&szlig;erhalb verbauten Gebietes muss stets damit gerechnet werden, dass pl&ouml;tzlich Wild &uuml;ber die Stra&szlig;e wechselt. Was soll nun der Autofahrer tun, der zu einer Schadensgutmachung durch seine Versicherung kommen will? Eine grunds&auml;tzliche Verhaltensrichtlinie wird Autofahrern durch j&uuml;ngste OGH-Entscheidungen nicht geboten. <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/wildunfe-abschuss-mit-folgen\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[16,15,18],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1272"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1272\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}