{"id":1568,"date":"2020-03-24T16:12:50","date_gmt":"2020-03-24T15:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/elefantenschutz-in-kritischer-phase\/"},"modified":"2020-03-24T16:12:50","modified_gmt":"2020-03-24T15:12:50","slug":"elefantenschutz-in-kritischer-phase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/elefantenschutz-in-kritischer-phase\/","title":{"rendered":"Elefantenschutz in kritischer Phase"},"content":{"rendered":"<p><strong>Handelsverbot f&uuml;r Elfenbein k&ouml;nnte gelockert werden<\/strong><\/p>\n<p>Br&uuml;ssel\/M&uuml;nchen (pte\/28.01.2010\/11:45) &#8211; Das Schicksal des Elfenbeinhandels und damit auch der Elefanten kommt demn&auml;chst in eine entscheidende Runde. Die Europ&auml;ische Union legt am kommenden Dienstag ihre Position f&uuml;r das Washingtoner Artenschutz&uuml;bereinkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) <a href=\"http:\/\/www.cites.org\/\">http:\/\/www.cites.org<\/a> fest. Diese Konferenz findet im M&auml;rz statt. <\/p>\n<p>Zentrales Thema ist dabei der Antrag Tansanias und Sambias, 110 Tonnen Elfenbein aus ihren Best&auml;nden zu verkaufen. 17 afrikanische Staaten haben bisher die EU zur Beibehaltung eines strengen Elefantenschutzes ermahnt, daneben appellieren auch zehn Tier- und Artenschutzorganisationen speziell an &Ouml;sterreich, von seiner liberalen Haltung abzukommen. <\/p>\n<p>Lockerung mit Folgewirkung <\/p>\n<p>Gilt auch seit 20 Jahren weltweit ein Verbot f&uuml;r Elfenbeinhandel, so wurde dies seither systematisch gelockert. &#8220;Es gibt in Afrika noch gro&szlig;e Lagerbest&auml;nde, die seit 2007 vier L&auml;nder verkauft haben&#8221;, erkl&auml;rt Daniela Freyer, Biologin bei der Tierschutzorganisation Pro Wildlife e.V. <a href=\"http:\/\/www.prowildlife.de\/\">http:\/\/www.prowildlife.de<\/a> gegen&uuml;ber pressetext. Derzeit dr&auml;ngen Tansania und Sambia darauf, auch ihre Best&auml;nde lockern zu d&uuml;rfen. &#8220;Das w&auml;re allerdings ein fatales Signal an die Wilderei, die dadurch in mehreren Staaten weiter steigen und gesellschaftsf&auml;hig werden w&uuml;rde&#8221;, so die Expertin. Der afrikanische Elefant ist als &#8220;gef&auml;hrdet&#8221; eingestuft und verschwand etwa in Sierra Leone im Vormonat durch Wilderer v&ouml;llig. <\/p>\n<p>Wie verbreitet die Elefanten-Wilderei bereits derzeit in den beiden L&auml;ndern ist, zeigen DNA-Analysen der University of Washington. 11,6 Tonnen des illegalen Elfenbeins, das in den vergangenen zwei Jahren in verschiedenen L&auml;ndern beschlagnahmt wurde, stammt demnach aus Tansania. Das l&auml;sst auf 30.000 get&ouml;tete Elefanten allein aus diesem Land schlie&szlig;en. &#8220;Da die Gewinne dieses Handels und auch die Korruption in diesen L&auml;ndern sehr hoch sind, beteiligen sich oft sogar Wildh&uuml;ter an diesen Jagden&#8221;, berichtet Freyer. <\/p>\n<p>Gemeinsame Stimme der EU entscheidend <\/p>\n<p>Um ihren Elfenbeinverkauf zu legalisieren wird, ben&ouml;tigen Tansania und Sambia eine Herabstufung des Schutzstatus ihrer Best&auml;nde im CITES-Abkommen. Bei der Verhandlung &uuml;ber die entsprechenden Antr&auml;ge Ende M&auml;rz in Doha spielt die EU eine wichtige Rolle. &#8220;Die EU tritt bei CITES als gemeinsame Stimme auf, muss ihre Position jedoch noch festlegen, was am 2. Februar im Europaparlament geschehen soll&#8221;, berichtet Freyer. EU-Parlamentarier gehen davon aus, dass sich Europa im Falle der ausbleibenden einheitlichen Position der Stimme enthalten wird. <\/p>\n<p>Bisher trat Europa als wichtiger Elefantensch&uuml;tzer auf, so trat erst 2008 ein Moratorium in Kraft, das den Elfenbeinverkauf f&uuml;r neun Jahre verbietet. Diese Vereinbarung steht jedoch auf dem Spiel, so die Tiersch&uuml;tzerin. &#8220;W&auml;hrend Deutschland, Polen, Ungarn und Rum&auml;nien signalisiert haben, hinter dem Handelsverbot zu stehen, wackelt die Position von England und &Ouml;sterreich. &Ouml;sterreich wird zwar den Abverkauf ablehnen, beurteilt die Herunterstufung jedoch grunds&auml;tzlich positiv.&#8221; Begr&uuml;ndet sei diese Haltung durch den hohen Einfluss der Jagdtroph&auml;en-Lobby im zust&auml;ndigen Ministerium, klagt Freyer. (Ende) <\/p>\n<p>Aussender: pressetext.austria<br \/>Redakteur: Johannes Pernsteiner <br \/>email: <a href=\"mailto:pernsteiner@pressetext.com\">pernsteiner@pressetext.com<\/a> <br \/>Tel. +43-1-81140-316&nbsp; <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressetext.at\/news\/100128026\/elefantenschutz-in-kritischer-phase\/\">http:\/\/www.pressetext.at\/news\/100128026\/elefantenschutz-in-kritischer-phase\/<\/a><br \/>28.1.2010<\/p>\n<p>Aufrufe: 58<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Handelsverbot f&uuml;r Elfenbein k&ouml;nnte gelockert werden Br&uuml;ssel\/M&uuml;nchen (pte\/28.01.2010\/11:45) &#8211; Das Schicksal des Elfenbeinhandels und damit auch der Elefanten kommt demn&auml;chst in eine entscheidende Runde. Die Europ&auml;ische Union legt am kommenden Dienstag ihre Position f&uuml;r das Washingtoner Artenschutz&uuml;bereinkommen CITES (Convention on International Trade <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/elefantenschutz-in-kritischer-phase\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[21,15],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1568"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1568\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}