{"id":1578,"date":"2020-03-24T16:13:48","date_gmt":"2020-03-24T15:13:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/millionen-von-meeresschildkr-get\/"},"modified":"2020-03-24T16:13:48","modified_gmt":"2020-03-24T15:13:48","slug":"millionen-von-meeresschildkr-get","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/millionen-von-meeresschildkr-get\/","title":{"rendered":"Millionen von Meeresschildkr\u00f6ten get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p>Schutz m&uuml;sse an zwei Stellen ansetzen: An den Eierablage-Pl&auml;tzen und auf hoher See &#8211; Vorbilder im Fischereimanagement gibt es bereits<\/p>\n<p>Durham\/Wien &#8211; Der kommerzielle Fischfang hat in den vergangenen 20 Jahren Millionen von Meeresschildkr&ouml;ten get&ouml;tet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von US-Wissenschaftlern im Fachmagazin &#8220;Conservation Letters&#8221;. Die Forscher um Bryan Wallace von der Duke University haben erstmals eine Untersuchungen &uuml;ber die Beif&auml;nge bei der Langleinen und Netzfischerei zusammengefasst.<\/p>\n<p>&#8220;Direkte Beobachtungen und Interviews mit Fischern haben uns gezeigt, dass zwischen 1990 und 2008 etwa 85.000 Schildkr&ouml;ten gefangen wurden&#8221;, so Wallace. Doch diese Zahlen betreffen nur ein Prozent der weltweiten Fischereiflotte. Informationen &uuml;ber die lokale kleinr&auml;umige Fischerei gebe es keine, so der Forscher, der auch als wissenschaftlicher Berater des Sea Turtle Flagship Program bei der Conservation International ist. &#8220;Wir gehen davon aus, dass die Zahlen um ein Vielfaches h&ouml;her liegen.&#8221;<br \/><strong><br \/>Beifangrate durch Treibnetze in der Adria besonders hoch<\/strong><\/p>\n<p>Die h&ouml;chste Zahl an Schildkr&ouml;ten als Beifang in der Langleinen-Fischerei konnten die Wissenschaftler vor der K&uuml;ste der mexikanischen Halbinsel Baja California ausmachen. Die h&ouml;chsten Beif&auml;nge bei Treibnetzen gab es in der N&ouml;rdlichen Adria, die h&ouml;chsten Beif&auml;nge in der Schleppnetzfischerei vor der K&uuml;ste Uruguays.<\/p>\n<p><strong>Turtle Excluder Device<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Die kommerzielle Fischerei z&auml;hlt zu den gr&ouml;&szlig;ten Problemen f&uuml;r die Meeresschildkr&ouml;ten &uuml;berhaupt&#8221;, meint auch der Meeresbiologe Michael Stachowitsch von der Universit&auml;t Wien. In den USA gebe es bereits Netze, die mit einem sogenannten Turtle Excluder Device TED ausgestattet sind, damit die Schildkr&ouml;ten den Netzen entkommen k&ouml;nnen. &#8220;In Europa sind die Fischer nicht dazu verpflichtet, sie zu verwenden&#8221;, so Stachowitsch.<\/p>\n<p><strong>Schutz schwierig<br \/><\/strong><br \/>&#8220;Der Schildkr&ouml;tenschutz ist deshalb schwierig, da er an zwei Stellen ansetzen muss&#8221;, erkl&auml;rt Stachowitsch. &#8220;Einerseits an den Str&auml;nden, an denen die Tiere ihre Eier ablegen, andererseits auf hoher See. Meeresschildkr&ouml;ten legen tausende Kilometer im Wasser zur&uuml;ck. Daher kann der Schutz dieser Tiere nur auf internationaler Ebene greifen.&#8221; Stachowitsch, der in der T&uuml;rkei ein Schildkr&ouml;tenschutzprogramm f&uuml;r die Unechte Karettschildkr&ouml;te betreut, betont, dass von 1.000 geschl&uuml;pften Jungtieren nur jedes Tausendste das Erwachsenenalter erreicht.<br \/><strong><br \/>C- statt J-Haken<\/strong><\/p>\n<p>Eine andere L&ouml;sung w&auml;re die Verwendung von sogennanten C-Haken in der Langleinen-Fischerei. &#8220;Die bisher verwendeten J-Haken bleiben den Schildkr&ouml;ten im Rachen stecken und f&uuml;hren zum Tod. Die wie der Buchstabe C geformten Haken hingegen nicht.&#8221; Auch Studienautor Wallace argumentiert damit, dass es unbedingt zwingende Richtlinien f&uuml;r die Ausr&uuml;stung in der Hochseefischerei geben m&uuml;sse.<\/p>\n<p><strong>Vorbilder im Fischereimanagement<\/strong><\/p>\n<p>Ein vorbildliches Fischereimanagement gibt es beispielsweise bei der Hawaiianischen Langleinenfischerei und bei der Australischen Shrimpfischerei. &#8220;In beiden Gebieten konnte durch einer engen Zusammenarbeit zwischen den Fischern und Regierungsvertretern die Menge des Beifangs signifikant verringert werden&#8221;, so Wallace. Dabei wurde das Fischereiequipment ver&auml;ndert und innovative Technologien eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>TurtleWatch<br \/><\/strong><br \/>Eine Chance die Meeresschildkr&ouml;ten st&auml;rker zu sch&uuml;tzen, biete auch die Online-Datenbank TurtleWatch, die als real-time-Datenbank auf br&uuml;tende Schildkr&ouml;ten aufmerksam macht. Eine andere M&ouml;glichkeit w&auml;re die Errichtung mariner Schutzzonen. (pte) <\/p>\n<p>http:\/\/derstandard.at\/1269449272237\/Kommerzielle-Fischerei-Millionen-von-Meeresschildkroeten-getoetet<br \/>12:04:2010<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufrufe: 61<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schutz m&uuml;sse an zwei Stellen ansetzen: An den Eierablage-Pl&auml;tzen und auf hoher See &#8211; Vorbilder im Fischereimanagement gibt es bereits Durham\/Wien &#8211; Der kommerzielle Fischfang hat in den vergangenen 20 Jahren Millionen von Meeresschildkr&ouml;ten get&ouml;tet. 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