{"id":1580,"date":"2020-03-24T16:13:59","date_gmt":"2020-03-24T15:13:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/forscher-reln-massenhaftes-seehundesterben\/"},"modified":"2020-03-24T16:13:59","modified_gmt":"2020-03-24T15:13:59","slug":"forscher-reln-massenhaftes-seehundesterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/forscher-reln-massenhaftes-seehundesterben\/","title":{"rendered":"Forscher r\u00e4tseln \u00fcber massenhaftes Seehundesterben"},"content":{"rendered":"<p>Eine ungew&ouml;hnliche Sterbewelle hat Seehunde an der Nordseek&uuml;ste erfasst: Offenbar ist ein Gro&szlig;teil der 2009 geborenen Tiere letztes Jahr verendet. Noch r&auml;tseln die Experten, warum die Babys gestorben sind. Im Verdacht haben sie einen Parasiten, der Lungenentz&uuml;ndungen hervorruft.<\/p>\n<p>Kiel &#8211; Ist es ein Trend oder handelt es sich um eine Ausnahme? Derzeit beobachten Wissenschaftler eine ungew&ouml;hnliche Sterbewelle: Offenbar mehr als 900 Seehunde sind an der schleswig-holsteinischen Nordseek&uuml;ste im letzten Jahr verendet &#8211; die meisten davon Jungtiere.<\/p>\n<p>Am Montag hat das Umweltministerium die Ergebnisse einer Untersuchung bekannt gegeben. Demnach ist offenbar ein Gro&szlig;teil der im vergangenen Jahr geborenen Seehundbabys gestorben. &#8220;Eine gewisse Anzahl von Totfunden ist normal, doch im letzten Herbst und Winter waren es dreimal mehr Tiere als &uuml;blich&#8221;, sagte der Biologe Kai Abt von Wildlife Consulting aus Kiel. Abt erfasst den Seehundbestand im Auftrag des Landes.<\/p>\n<p>Jetzt versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, warum die Seehunde gestorben sind &#8211; noch sind die genauen Hintergr&uuml;nde umstritten. Doch in vielen F&auml;llen, glauben die Forscher, k&ouml;nnten die Tiere von f&uuml;r sie gef&auml;hrlichen Parasiten befallen gewesen sein. Bei Obduktionen fanden Forscher h&auml;ufig den sogenannten Lungenwurm.<\/p>\n<p>Dieser geh&ouml;rt zum Stamm der Nematoden, das sind winzige Fadenw&uuml;rmer, die mitunter auch als Parasiten leben. Solche Lungenw&uuml;rmer kommen in vielen S&auml;ugetieren vor, etwa bei Ratten, Rinder oder Katzen. Meist leben sie in den Atemwegen und Blutgef&auml;&szlig;en ihrer Wirte und verursachen h&auml;ufig sekund&auml;re bakterielle Infektionen und Lungenentz&uuml;ndungen. Diese sind vor allem bei jungen Seehunden eine h&auml;ufige Todesursache.<\/p>\n<p>Keine Hinweise auf Virenerkrankungen<\/p>\n<p>1988 und 2002 war bei zwei verheerenden Seehund-Seuchen ein gro&szlig;er Teil des Seehunde-Bestands im Nordseeraum verendet. 2002 kamen allein im deutschen, niederl&auml;ndischen und d&auml;nischen Wattenmeer mindestens 10. 000 Tiere und damit mehr als die H&auml;lfte aller dort lebenden Exemplare um. Schuld an dem Massensterben war damals das sogenannte Staupe-Virus, das eine Epidemie ausl&ouml;ste. Bei den jetzt verendeten Tieren fanden die Wissenschaftler allerdings keinen Hinweis auf ein erneutes Aufflammen der Virenseuche.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren hatte sich der Bestand wieder erholt und war jedes Jahr um ein Zehntel bis ein F&uuml;nftel gewachsen. Im Sommer 2009 waren bei den j&auml;hrlichen Z&auml;hlfl&uuml;gen im schleswig-holsteinischen Teil der Nordsee 8415 Seehunde gesehen worden &#8211; so viele wie noch nie seit Beginn der Z&auml;hlungen 1975. 2263 davon waren Jungtiere.<\/p>\n<p>ANZEIGE<br \/>Nach Angaben der Umweltbeh&ouml;rde ist derzeit auch unklar, ob es sich bei dem Jungtiersterben von 2009 um den Beginn eines Trends oder eine Ausnahme handelt. Auch von der nieders&auml;chsischen K&uuml;ste und aus den Niederlanden werde zurzeit aber ein &#8220;hochgradiger Lungenwurmbefall&#8221; gemeldet, berichtete das Amt.<\/p>\n<p>Kai Abt vermutet sogar einen Zusammenhang zwischen der Todeswelle und dem Klimawandel. &#8220;Gro&szlig;klimatische Schwankungen&#8221; h&auml;tten den N&auml;hrstoffeintrag aus dem Atlantik in die Nordsee ver&auml;ndert, was die Fischbest&auml;nde schrumpfen lie&szlig; und zu einem Nahrungsengpass bei den Seehunden gef&uuml;hrt habe. Vor allem Jungtiere, die noch keine so guten J&auml;ger seien, seien in den vergangenen Monaten daher weniger widerstandsf&auml;hig und anf&auml;lliger f&uuml;r Krankheiten gewesen.<\/p>\n<p>Andere Wissenschaftler zweifeln an dieser These. Es gebe keine Beleg daf&uuml;r, dass die Nahrungsbest&auml;nde junger Seehunde zur&uuml;ckgegangen seien. Die Tiere ern&auml;hren sich von Grundeln, Krabben, kleinen Schollen und anderen Fischen. Die Experten stimmen allerdings darin &uuml;berein, dass das &Ouml;kosystem weiter untersucht werden m&uuml;sse, um die Ursachen des Jungtiersterbens aufzukl&auml;ren. In den Niederlanden ist ein entsprechendes Forschungsprogramm bereits angelaufen.<\/p>\n<p>cib\/AFP\/apn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/0,1518,688472,00.html<br \/>12.04.2010 <\/p>\n<p>Aufrufe: 61<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine ungew&ouml;hnliche Sterbewelle hat Seehunde an der Nordseek&uuml;ste erfasst: Offenbar ist ein Gro&szlig;teil der 2009 geborenen Tiere letztes Jahr verendet. Noch r&auml;tseln die Experten, warum die Babys gestorben sind. Im Verdacht haben sie einen Parasiten, der Lungenentz&uuml;ndungen hervorruft. 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