{"id":1581,"date":"2020-03-24T16:14:04","date_gmt":"2020-03-24T15:14:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/im-tierschutzhaus-wird-es-immer-enger\/"},"modified":"2020-03-24T16:14:04","modified_gmt":"2020-03-24T15:14:04","slug":"im-tierschutzhaus-wird-es-immer-enger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/im-tierschutzhaus-wird-es-immer-enger\/","title":{"rendered":"Im Tierschutzhaus wird es immer enger"},"content":{"rendered":"<p>In V&ouml;sendorf werden vermehrt &#8220;Kampfhunde&#8221; abgegeben. Sie zu vermitteln, ist beinahe unm&ouml;glich.<\/p>\n<p>Eine vergleichbare Panik hat es nur bei der Vogelgrippe gegeben&#8221;, sagt Alexander Willer vom Wiener Tierschutzverein. Die Diskussionen um den Hundef&uuml;hrschein in Wien und ein strengeres Hundehaltegesetz in Nieder&ouml;sterreich haben zur Folge, dass seit Jahresbeginn extrem viele sogenannte Listenhunde (&#8220;Kampfhunde&#8221;, f&uuml;r die der Hundef&uuml;hrschein n&ouml;tig sein wird; Anm.) ausgesetzt wurden &#8211; zu einem Gutteil Welpen. Das Tierschutzhaus in V&ouml;sendorf platzt aus allen N&auml;hten. Hunde werden bereits in den B&uuml;ros untergebracht.<\/p>\n<p>Kapazit&auml;tsprobleme sind in V&ouml;sendorf nichts Neues. Doch durch die beiden neuen Gesetze stehe man nun vor noch nie da gewesenen Schwierigkeiten, sagt Willer. &#8220;Die aktuellen politischen Debatten haben dazu gef&uuml;hrt, dass einzelne Hunderassen angefeindet werden. Viele Besitzer sind massiv verunsichert. In dieser aufgeschaukelten Stimmung ist es nat&uuml;rlich immens schwer, solche Listenhunde zu vermitteln. Die werden l&auml;nger bei uns bleiben.&#8221; 168 Tiere sind es zurzeit.<\/p>\n<p>Die wenigsten davon wurden pers&ouml;nlich im Tierschutzhaus abgegeben. &#8220;Die &uuml;berwiegende Mehrheit wird ausgesetzt, weil die Besitzer nicht als ,Kampfhundehalter&#8217; angep&ouml;belt werden wollen.&#8221; (Willer)<br \/>Regressforderungen<\/p>\n<p>Um die Versorgung der Hunde &#8211; insbesondere der nicht vermittelbaren &#8211; zu optimieren, will man den Leistungsvertrag mit der Stadt Wien, derzeit 800.000 Euro, nachverhandeln. Die Pr&auml;sidentin des Tierschutzvereins, Madeleine Petrovic, l&auml;sst zudem derzeit die M&ouml;glichkeiten von Regressforderungen an die L&auml;nder Wien und N&Ouml; pr&uuml;fen. Davon abgesehen steht ein neuer Standort f&uuml;r das Tierschutzhaus an oberster Stelle ihrer Wunschliste.<\/p>\n<p>Wiens Tierschutz-Stadtr&auml;tin Sandra Frauenberger (SP) sieht allerdings keine Notwendigkeit, nachzuverhandeln. &#8220;Der Leistungsvertrag ist ja kein Fixum, sondern richtet sich nach der Anzahl der aufgenommenen Tiere und ist insofern ein flexibles Instrumentarium.&#8221; Dazu k&auml;me, &#8220;dass eine &uuml;berwiegende Mehrheit der abgegebenen Hunde aus Nieder&ouml;sterreich&#8221; stamme.<\/p>\n<p>Eine Einsch&auml;tzung, der man im Tierschutzhaus widerspricht. &#8220;Seit Anfang des Jahres haben wir 67 Listenhunde aufgenommen &#8211; davon waren acht aus Nieder&ouml;sterreich. Der Rest sind herrenlose Hunde oder Fundtiere aus Wien sowie Abnahmen des Veterin&auml;ramtes.&#8221;<\/p>\n<p>Recht deutliche Worte findet auch Petrovic: &#8220;Das ist l&auml;cherlich. &Uuml;ber 85 Prozent unserer Hunde kommen aus Wien. Etliche werden einfach bei uns am Zaun angebunden &#8211; da kann man auch davon ausgehen, dass die aus Wien sind. Einen Pass haben ja die wenigsten dabei.&#8221;<\/p>\n<p>Der Leistungsvertrag in seiner derzeitigen Form, sagt Petrovic, sei &#8220;von der Kostenwahrheit weit entfernt. Diese 800.000 Euro entsprechen gerade einmal 17 Prozent unserer Gesamtkosten. Wobei wir nur sechs Prozent Verwaltungskosten haben. Wir verlangen ja gar keine Vollkostenabdeckung, aber der Leistungsvertrag sollte gesplittet werden.&#8221;<\/p>\n<p>Gemeint ist: Derzeit zahlt die Stadt Wien dem Tierschutzhaus 30 Tage lang 11,80 Euro f&uuml;r einen Hund und 8,40 Euro f&uuml;r eine Katze &#8211; mit dem Ziel, die Tiere in dieser Zeit zu vermitteln. &#8220;Da f&uuml;r Listenhunde aber kaum neue Besitzer zu finden sind, sollte man sich hier ein l&auml;ngerfristiges Finanzierungsinstrumentarium &uuml;berlegen.&#8221;<\/p>\n<p>Kein Geld<\/p>\n<p>Luna &#038; Lilly , Shi-Tzu Zu vergeben: Luna &#038; Lilly, Shi-Tzu, 2 und 6 JahreF&uuml;r ein weiteres Problem ist nach wie vor keine L&ouml;sung in Sicht. Denn, wie berichtet, ziehen die Altlasten der Raffinerie V&ouml;sendorf das Tierschutzhaus in Mitleidenschaft. &#8220;Chemikalien zerfressen St&uuml;tzpfeiler, Mauern senken sich, Risse durchziehen die W&auml;nde, Rohre bersten und im Sommer quillt massenhaft Teer aus dem Erdreich&#8221;, schildert Petrovic die Problematik. &#8220;Wir brauchen raschestens einen neuen Standort.&#8221;<\/p>\n<p>Den d&uuml;rfte es aber nicht so bald geben. &#8220;Daf&uuml;r ist derzeit kein Geld da&#8221;, stellt Frauenberger klar. Das Tierschutzhaus sei &#8220;zwar nicht das Nonplusultra, aber es funktioniert&#8221;. Sie verweist zudem auf ein Gutachten, wonach massive Planungs- und Ausf&uuml;hrungsfehler Grund f&uuml;r den Zustand des Geb&auml;udes sind. Und der Auftraggeber sei der Tierschutzverein selbst gewesen.<br \/>Seitens des Magistrats ist man aber um eine effiziente L&ouml;sung bem&uuml;ht. <\/p>\n<p>http:\/\/kurier.at\/nachrichten\/niederoesterreich\/1994493.php<br \/>16.04.2010<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufrufe: 73<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In V&ouml;sendorf werden vermehrt &#8220;Kampfhunde&#8221; abgegeben. Sie zu vermitteln, ist beinahe unm&ouml;glich. Eine vergleichbare Panik hat es nur bei der Vogelgrippe gegeben&#8221;, sagt Alexander Willer vom Wiener Tierschutzverein. 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