{"id":1582,"date":"2020-03-24T16:14:11","date_gmt":"2020-03-24T15:14:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/wenn-schwule-tiere-moralische-werte-bedrohen\/"},"modified":"2020-03-24T16:14:11","modified_gmt":"2020-03-24T15:14:11","slug":"wenn-schwule-tiere-moralische-werte-bedrohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/wenn-schwule-tiere-moralische-werte-bedrohen\/","title":{"rendered":"Wenn schwule Tiere moralische Werte bedrohen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp; Von Jon Mooallem&nbsp; 19. April 2010, 12:03 Uhr<\/p>\n<p>Forscher berichten von weiblichen Koalas, die andere Weibchen besteigen. Von m&auml;nnlichen Flussdelfinen ist bekannt, dass sie sich durchs Atemloch penetrieren. Die Frage ist blo&szlig;, ob das nat&uuml;rlich ist oder nicht? Wie Biologen, Moralisten und Aktivisten das Sexleben der Tiere f&uuml;r ihr Weltbild nutzen.<\/p>\n<p>Der Laysanalbatros ist ein flaumiger Seevogel mit zwei Meter Spannbreite und einem gekerbten, blassgelben Schnabel. Jedes Jahr im November versammelt sich eine Kolonie dieser V&ouml;gel an einem Ort namens Kaena Point, zu F&uuml;&szlig;en einer Gebirgskette &uuml;ber dem Pazifik am nordwestlichen Zipfel Oahus, der Hauptinsel Hawaiis. Die vergangenen sechs Monate haben die V&ouml;gel in Einsamkeit verbracht. Zu ihrer Brutst&auml;tte zur&uuml;ckgekehrt sind sie, um sich erneut mit ihrem Partner zu vereinen.<\/p>\n<p>Albatrosse werden bis zu 70 Jahre alt und paaren sich ein Leben lang mit demselben Vogel. Ihre &bdquo;Scheidungsrate&ldquo;, wie Biologen sagen, z&auml;hlt zur niedrigsten in der Vogelwelt. Haben sie einander gefunden, paaren sie sich und br&uuml;ten 65 Tage lang ein Ei aus.<\/p>\n<p>Als die ehemalige First Lady Laura Bush vor ein paar Jahren &uuml;ber Oahu sprach, r&uuml;hmte sie die Treue der Laysanalbatross-Paare. Die Biologin Lindsay C. Young, die die Kaena-Point-Kolonie erforscht, sagt: &bdquo;Die V&ouml;gel galten als Ikonen der Monogamie: ein M&auml;nnchen und ein Weibchen. Fragt sich nur, ob Frau Bush &uuml;berhaupt M&auml;nnchen und Weibchen gesehen hat.&ldquo;<\/p>\n<p>Young beobachtet die Albatrosse von Oahu seit 2003. Bei Forschungen zu ihrer Doktorarbeit haben Young und ein Kollege zuf&auml;llig entdeckt, dass ein Drittel der Paare von Kaena Point tats&auml;chlich aus zwei weiblichen V&ouml;geln besteht. Der Laysanalbatross ist eine von zahllosen Arten, bei denen die Geschlechter kaum zu unterscheiden sind.<\/p>\n<p>Wie sich herausgestellt hat, sind viele der Weibchen-Weibchen-Paare von Kaena Point seit acht oder gar seit 19 Jahren zusammen &ndash; manchmal so lange, wie die Daten der Biologen zur&uuml;ckreichen. Die Weibchen-Weibchen-Paare haben gemeinsam gebr&uuml;tet, die Jungtiere gro&szlig;gezogen und sind vor jedermanns Nase als das durchgegangen, was man ein Hetero-P&auml;rchen nennen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Young w&uuml;rde das nie so sagen. Sie lehnt es auch rigoros ab, von &bdquo;Lesben&ldquo; zu sprechen. Zum einen scheinen die gleichgeschlechtlichen Paare alles genauso zu machen wie die M&auml;nnchen-Weibchen-Paare, vom Sex einmal abgesehen.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem ist sich Young nicht sicher, ob das die V&ouml;gel technisch nun zu Lesben macht oder nicht. Vor allem aber h&auml;lt sie die Frage f&uuml;r bedeutungslos; mit ihren Forschungen hat sie nichts zu tun. &bdquo;Lesbisch&ldquo;, sagt sie, &bdquo;ist ein menschlicher Begriff.&ldquo;<\/p>\n<p><strong>Entdeckungen wie die von Young k&ouml;nnen einen Wildbiologen in Verwirrung st&uuml;rzen<br \/><\/strong><br \/>Formen gleichgeschlechtlicher Sexualit&auml;t sind bisher bei &uuml;ber 450 unterschiedlichen Arten beobachtet worden, von Flamingos &uuml;ber Bisons bis zu K&auml;fern und Guppys. Weibliche Koalas besteigen andere Weibchen und geben &bdquo;r&uuml;lpsende Laute&ldquo; von sich, wie ein Forscher schrieb. Von m&auml;nnlichen Flussdelfinen wei&szlig; man, dass sie sich durchs Atemloch penetrieren.<\/p>\n<p>&Uuml;ber 100 Jahre lang sind solche Beobachtungen als Kuriosit&auml;ten behandelt worden. Biologen versuchten wegzuerkl&auml;ren, was sie sahen, oder haben es als belanglos abgetan &ndash; als Panne im ansonsten eleganten Universum Darwins, in dem jede Facette tierischen Verhaltens auf Reproduktion ausgerichtet ist. Ein Primatologe vermutete gar, dass der Antrieb f&uuml;r Fellatio unter Orang-Utan-M&auml;nnchen im Bereich der Ern&auml;hrung liege. <\/p>\n<p>Vor zwei Jahren entschied sich Young, einen kurzen Artikel &uuml;ber die weiblichen Albatross-Paare zu schreiben. &bdquo;Ich war dabei sehr vorsichtig, ich beschrieb nur, was wir sahen&ldquo;, sagt sie. Aber &bdquo;Biology Papers&ldquo;, die Zeitschrift, die den Artikel publizierte, schickte eine Presseerkl&auml;rung raus, nur wenige Tage nachdem der Oberste Gerichtshof von Kalifornien die Homo-Ehe legalisiert hatte. Um sechs Uhr in der Fr&uuml;h wurde Young von einem Reporter von &bdquo;Fox News&ldquo; angerufen.<\/p>\n<p>Die Zeitungen druckten eine Geschichte nach der anderen, und im Internet wurde Young wahlweise als K&auml;mpferin f&uuml;r Schwulenrechte gefeiert oder ihre Arbeit als &bdquo;Propaganda und d&uuml;mmste Auspr&auml;gung tendenzi&ouml;ser Wissenschaft&ldquo; gegei&szlig;elt. Viele Kommentatoren wiesen darauf hin, dass es Tiere gibt, die vergewaltigen und ihre Jungen essen; solle man das auch tolerieren, nur weil es &bdquo;nat&uuml;rlich&ldquo; sei?<\/p>\n<p>Eine Zeitschrift f&uuml;r homosexuelle Eltern hie&szlig; alle neuen Leser von der &bdquo;gro&szlig;en lesbischen Albatross-Elterngemeinschaft&ldquo; willkommen. Tom Coburn, ein republikanischer Senator aus Oklahoma, wies auf seiner Website auf Youngs Arbeit hin und titelte: &bdquo;Bezahlt von Ihren Steuergeldern&ldquo; &ndash; dabei wurde Youngs Forschung gar nicht durch Steuern finanziert.&nbsp; <\/p>\n<p>Der Komiker Stephen Colbert warnte auf Comedy Central davor, dass Albatross-Lesben amerikanische Werte bedrohten. Und ein K&auml;mpfer f&uuml;r Homosexuellenrechte bat Young darum, neben jedem Nest eines weiblichen Albatross-Paares die Regenbogenflagge zu hissen, um auf diese Weise Solidarit&auml;t zu zeigen. Selbst heute wollen alle nur eine Frage von Young beantwortet haben: Was sagen lesbische Albatrosse &uuml;ber uns aus? Young sagt: &bdquo;Diese Frage beantworte ich nicht.&ldquo;<\/p>\n<p>Es erstaunt nat&uuml;rlich, dass manche Wissenschaftler offenbar nicht in der Lage sind, die Geschlechter der Tiere zu identifizieren, denen sie ihre gesamte Karriere gewidmet haben. Allerdings haben sie es auch nicht leicht. Oft sind sie gezwungen, den Tieren nur auf Grundlage ihres Paarungsverhaltens ein Geschlecht zuzuschreiben. Und wenn dann ein Albatross, ein Wildschwein oder ein K&auml;fer einen Artgenossen besteigt, meint man zu wissen, woran man ist. Au&szlig;er, es ist alles ganz anders.<\/p>\n<p>&bdquo;Die Grundannahme lautet immer noch Heterosexualit&auml;t&ldquo;, sagt der Biologe Bruce Bagemihl. &bdquo;Individuen, Populationen und Arten gelten als komplett heterosexuell, bis das Gegenteil bewiesen wird.&ldquo; Bagemihl hat 1999 ein Buch mit dem Titel &bdquo;Biological Exuberance&ldquo; (Biologischer &Uuml;berschwang) ver&ouml;ffentlicht, in dem er eine Riesenmenge zuvor verstreuter Forschungsergebnisse versammelt hat und zeigt, wie die Vorurteile der Biologen in den vergangenen 150 Jahren zu einer Marginalisierung tierischer Homosexualit&auml;t gef&uuml;hrt haben &ndash; manchmal aus Arglosigkeit, manchmal in einem Ausbruch anthropomorphen Ekels.<br \/><strong><br \/>Schockierende sexuelle Vergehen<\/strong><\/p>\n<p>Das Balzverhalten gleichgeschlechtlicher Tiere wurde in der Literatur als &bdquo;Pseudo&ldquo;-Werbung dargestellt &ndash; oder als &bdquo;Training&ldquo;. Homosexueller Sex unter Strau&szlig;en wurde von einem Wissenschaftler als &bdquo;ein &Auml;rgernis&ldquo; beschrieben, &bdquo;das dauert und dauert&ldquo;. Ein Mann, der 1987 den Rotklee-Bl&auml;uling-Schmetterling untersuchte, bedauerte es, von &bdquo;besorgniserregend sinkenden moralischen Standards und schockierenden sexuellen Vergehen&ldquo; berichten zu m&uuml;ssen.&nbsp; <\/p>\n<p>Und ein Biologe, der sich mit Dickhornschafen besch&auml;ftige, schrieb in seinen Erinnerungen: &bdquo;Ich muss immer noch bei dem Gedanken an die Schafsb&ouml;cke erschaudern, die einander st&auml;ndig bespringen. Von diesen herrlichen Tiere als Schwuchteln zu denken &ndash; du liebe G&uuml;te!&ldquo;<\/p>\n<p>Viele Leute, die Young nach der Ver&ouml;ffentlichung des ersten Albatross-Artikels kontaktierten, nahmen an, dass sie selbst lesbisch sei. Sie ist es aber nicht, sie hat einen Mann. Young war emp&ouml;rt &ndash; dass man ihr automatisch unterstellte, mit ihrer Forschung eine Agenda zu verfolgen. Im R&uuml;ckblick ist das Durcheinander, dass Youngs Beobachtungen ausgel&ouml;st haben, kaum &uuml;berraschend. Wir neigen dazu, Tiere als Spiegelungen, Modelle und Folien von uns selbst zu sehen.<\/p>\n<p>Im Juli vergangenen Jahres machten zwei Pinguine des Zoos von San Francisco weltweit Schlagzeilen. Nachdem die beiden M&auml;nnchen sechs Jahre zusammen waren, in denen sie ein Pinguin-K&uuml;ken namens Chuck Norris gro&szlig;zogen, trennten sie sich, weil eines der M&auml;nnchen mit einem Pinguin-Weibchen namens Linda durchbrannte.&nbsp; <\/p>\n<p>Anthony Brown, der Pinguin-Beauftragte des Zoos, erhielt w&uuml;tende Mails, in denen er beschuldigt wurde, sie aus politischen Gr&uuml;nden getrennt zu haben. Doch Brown versichert: &bdquo;Bei uns im Zoo f&auml;llen Pinguine ihre eigenen Entscheidungen.&ldquo; Ein anderes m&auml;nnliches Pinguin-Paar, das im New Yorker Central Park Zoo ein K&uuml;ken aufzog, wurde 2005 in dem Kinderbuch &bdquo;And Tango Makes Three&ldquo; verewigt. Nach Auskunft des amerikanischen Bibliothekenverbandes gibt es zu keinem anderen Buch mehr Antr&auml;ge, es aus dem Sortiment zu entfernen.<\/p>\n<p>Was Tiere tun &ndash; und was daher als &bdquo;nat&uuml;rlich&ldquo; wahrgenommen wird &ndash;, scheint ein seltsames moralisches Gewicht zu haben; es ist entweder die Best&auml;tigung des eigenen Verhaltens oder ein Angriff darauf. Nachdem sich der Darwinismus im 19. Jahrhundert durchsetzte, wurde homosexuelles Verhaltens von Schw&auml;nen und Insekten als Beweis daf&uuml;r genommen, dass der Mensch zivilisierter sei als die niederen Tiere.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Nicht einmal Stalltiere das tun, was Schwule tun&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p>&Auml;hnlich argumentierten Robert Mugabe, die Nazis und die amerikanische Anti-Schwulen-Aktivistin Anita Bryant, die in den 70ern in einem Interview behauptete, dass &bdquo;nicht einmal Stalltiere das tun, was Schwule tun&ldquo;. Als der Interviewer anmerkte, dass Stalltiere so allerhand Dinge t&auml;ten, h&ouml;rte sie einfach dar&uuml;ber hinweg. Das Problem ist der Begriff des Nat&uuml;rlichen. Was ist schon nat&uuml;rlich? Nach wissenschaftlichen Ma&szlig;st&auml;ben gibt es darauf keine Antwort.<\/p>\n<p>Von der Diskussion v&ouml;llig unbeeindruckt, haben im vergangenen Winter im S&uuml;dosten Neuseelands an einem Ort namens Taiaroa Head zwei weibliche K&ouml;nigsalbatrosse ein Nest gebaut. Wenig sp&auml;ter wurden diese beiden V&ouml;gel zum einzigen bekannten Weibchen-Weibchen-Paar, dem es in 60 Jahren fortw&auml;hrender Beobachtung der Kolonie gelang, ein Jungtier gro&szlig;zuziehen.&nbsp; <\/p>\n<p>Die Tourismusbeh&ouml;rde von Dunedin, einer schwulenfreundlichen Region Neuseelands, lobt einen Wettbewerb aus, um einen Namen f&uuml;r das K&uuml;ken des &bdquo;lesbischen Albatross-Paars&ldquo; zu finden. Zwar ist das Weibchen-Weibchen-Paar als Touristenattraktion ungeeignet, weil sein Nest von keinem &ouml;ffentlichen Aussichtpunkt zu sehen ist.<\/p>\n<p>Aber was sich die Leute &uuml;ber das Vogelpaar denken, ist aufregend genug. Das K&uuml;ken ist am 1. Februar geschl&uuml;pft. Die Tourismusbeh&ouml;rde von Dunedin hat es Lola genannt. Im Rennen waren auch Namen wie Rainbow und Lady Gagabatross.<\/p>\n<p>Jon Mooallem ist Wissenschaftsautor der New York Times&nbsp; <\/p>\n<p>http:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/tierwelt\/article7243977\/Wenn-schwule-Tiere-moralische-Werte-bedrohen.html<br \/>19.04.2010<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufrufe: 91<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Von Jon Mooallem&nbsp; 19. April 2010, 12:03 Uhr Forscher berichten von weiblichen Koalas, die andere Weibchen besteigen. Von m&auml;nnlichen Flussdelfinen ist bekannt, dass sie sich durchs Atemloch penetrieren. Die Frage ist blo&szlig;, ob das nat&uuml;rlich ist oder nicht? 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