{"id":1584,"date":"2020-03-24T16:14:22","date_gmt":"2020-03-24T15:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/tier-sex-videos-verletzen-privatsph\/"},"modified":"2020-03-24T16:14:22","modified_gmt":"2020-03-24T15:14:22","slug":"tier-sex-videos-verletzen-privatsph","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/tier-sex-videos-verletzen-privatsph\/","title":{"rendered":"Tier-Sex-Videos verletzen Privatsph\u00e4re"},"content":{"rendered":"<p>Ein britischer Filmexperte fordert nun mehr Tierrechte in Natur-Reportagen, nachdem er eine Natur-Filmreihe der BBC analysiert hat. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Naturfilmer verletzen h&auml;ufig das Recht von Tieren auf Privatsph&auml;re, besonders wenn private und intime Momente gezeigt werden. Das behauptet ein englischer Filmexperte im &#8220;Journal of Media and Cultural Studies&#8221;. Er analysierte eine Naturfilmreihe, die im Vorjahr von der BBC ausgesendet wurde. Besonders bei Szenen von geb&auml;renden Tieren in deren H&ouml;hlen oder von Paarungen w&uuml;rden die Filmemachern ethische Grenzen &uuml;berschreiten, so Brett Mills von der School of Film and Television Studies der Universit&auml;t East Anglia. <\/p>\n<p>Grunds&auml;tzlich gesteht Mills Tierfilmen durchaus hohen Wert zu. &#8220;Durch ihre Aufkl&auml;rungsarbeit haben eine entscheidende Rolle f&uuml;r die Mobilisierung von B&uuml;rgern in Umweltdebatten&#8221;, so der Experte. Aus dem Spiel bleiben d&uuml;rfe dabei jedoch nicht die Ethik, f&uuml;r die laut Mills neben Menschenrechten auch die Rechte der Tiere und deren Wohlergehen entscheiden w&uuml;rden. &#8220;Klingt es auch verr&uuml;ckt, auf ein &#8220;Tierrecht auf Privatsph&auml;re&#8221; zu pochen, so k&ouml;nnen wir nie wirklich wissen, ob Tiere ihr Einverst&auml;ndnis geben. Vielmehr geben sie oft zum Ausdruck, dass sie im Moment lieber nicht beobachtet werden wollen.&#8221;<br \/>Szenen<\/p>\n<p>Als Beispiel f&uuml;hrt der Filmanalyst die auf BBC laufende Szene eines unter der arktischen Eisschicht gefilmten Narwals an, der vor der Kamera ganz offensichtlich zur&uuml;ckweicht. &#8220;Statt ihn alleine zu lassen berichteten die Filmemacher, ihre neue Kameratechnik erlaube es, das Tier weiter zu verfolgen. Man fragt sich stets, wie Tiere gefilmt werden sollen &#8211; nicht jedoch, ob es &uuml;berhaupt angebracht ist&#8221;, so Mills. So wie Menschen sollte man auch der Tierwelt ein Recht auf Intimit&auml;t zugestehen, besonders etwa bei der Paarung oder beim Geb&auml;ren &#8211; Momente, in denen auch die meisten Menschen keine st&auml;ndige Beobachtung w&uuml;nschen.<\/p>\n<p>Es gehe hier nicht um den klassischen Tierschutz, erkl&auml;rt der Z&uuml;richer Tieranwalt Antoine F. Goetschel. &#8220;Dem Tier wird durch das Filmen der Intimit&auml;t kein messbares Leid zugef&uuml;gt. Allerdings ist es eine Frage des Umgangs mit dem Tier, da es durch solche Aufnahmen sehr wohl verdinglicht und ein St&uuml;ck auch erniedrigt wird.&#8221; Grunds&auml;tzlich sieht der Experte Tierfilme als &#8220;eindeutig bessere Alternative&#8221; zur Tierbeobachtung im Zoo oder im Zirkus, zudem h&auml;tten sie Gro&szlig;es f&uuml;r das Verst&auml;ndnis der Menschen &uuml;ber Tiere geleistet.<\/p>\n<p><strong>Richtiger Umgang<\/strong><\/p>\n<p>Empfehlungen zum richtigen Umgang gibt es schon l&auml;nger. Bereits 1994 ver&ouml;ffentlichte das Europaparlament eine &#8220;Entschlie&szlig;ung zum Wohlergehen und dem Status von Tieren in der Gemeinschaft&#8221;. Dabei wird an die Filmwirtschaft appelliert, nicht unkritisch Szenen zu &uuml;bertragen, die die W&uuml;rde des Tieres verletzen. In der Schweiz ist die W&uuml;rde des Tieres in der Bundesverfassung verankert. &#8220;Man sollte nicht alles technisch machbare auch durchf&uuml;hren. Vielmehr geht es hier darum, Mut zur L&uuml;cke zu zeigen anstatt alles bedenkenlos aufzunehmen, was vor die Kamera ger&auml;t&#8221;, empfiehlt Goetschel.<\/p>\n<p>Die Naturfilm-Abteilung der BBC rechtfertigt in einer Stellungnahme ihr Vorgehen. &#8220;Die Filmtechnik ist mittlerweile so fortgeschritten, dass Naturfilmer Tierverhalten mit der geringsten m&ouml;glichen St&ouml;rung des Tieres filmen k&ouml;nnen. Die Filmer arbeiten eng mit den Wissenschaftlern zusammen, die die Komplexit&auml;t des Tierlebens untersuchen.&#8221; F&uuml;r Goetschel noch keine befriedigende Antwort, zumal die Frage der Tierw&uuml;rde nicht behandelt wurde. &#8220;Die BBC hat sich bisher einen hervorragenden Namen mit Tierfilmen gemacht. Es w&auml;re gut, wenn sie auch in diesem Gesichtspunkt eine Vorreiterrolle einnimmt.&#8221;<\/p>\n<p>Artikel vom 02.05.2010 08:23 | KURIER <\/p>\n<p>http:\/\/kurier.at\/techno\/1998236.php<\/p>\n<p>Aufrufe: 87<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein britischer Filmexperte fordert nun mehr Tierrechte in Natur-Reportagen, nachdem er eine Natur-Filmreihe der BBC analysiert hat. &nbsp; Naturfilmer verletzen h&auml;ufig das Recht von Tieren auf Privatsph&auml;re, besonders wenn private und intime Momente gezeigt werden. 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