{"id":1586,"date":"2020-03-24T16:14:33","date_gmt":"2020-03-24T15:14:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/die-tiere-sterben-die-menschen-weinen\/"},"modified":"2020-03-24T16:14:33","modified_gmt":"2020-03-24T15:14:33","slug":"die-tiere-sterben-die-menschen-weinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/die-tiere-sterben-die-menschen-weinen\/","title":{"rendered":"Die Tiere sterben, die Menschen weinen"},"content":{"rendered":"<p>Fort Jackson (RPO). Seit mehr als zwei Wochen schie&szlig;t jeden Tag tonneweise &Ouml;l aus der gesunkenen BP-Plattform &#8220;Deepwater Horizon&#8221; im Golf von Mexiko. An den K&uuml;sten der USA zeigt sich jetzt das ganze Au&szlig;ma&szlig; der Katastrophe. Verklebte Pelikane verenden elendig. Tote Fische treiben auf der braunen Br&uuml;he. W&auml;hrend Helfer rund um die Uhr gegen die &Ouml;lpest k&auml;mpfen, stehen andere weinend am Strand &ndash; und beten zu Gott f&uuml;r ein Wunder. <\/p>\n<p>Charlie Green bricht in Tr&auml;nen aus. Der junge Mann, der wie ein Surfer aus dem Katalog aussieht, steht mit einer Gruppe Gl&auml;ubiger am Strand von Pensacola (Florida) und betet. Mit der Hand f&auml;hrt er sich verzweifelt durchs Gesicht. Die Augen schlie&szlig;t er. Die Menschen bitten Gott, das gr&ouml;&szlig;te Unheil doch noch abzuwenden. In Florida wurden bereits erste &Ouml;lklumpen an den Strand gesp&uuml;lt. Die Menschen bef&uuml;rchten, dass es bald noch viel, viel schlimmer wird.<\/p>\n<p><strong>Braunpelikane vom &Ouml;l verschmiert<\/strong><\/p>\n<p>Im US-Bundesstaat Louisiana ist die Lage noch dramatischer. Seit Freitag werden tote Braunpelikane am Strand angesp&uuml;lt. Das &Ouml;l hat den bis 1,30 Meter gro&szlig;en V&ouml;geln das Gefieder verschmiert. Ohne Hilfe der Menschen haben die Tiere keine Chance zu &uuml;berleben. F&uuml;r Tiersch&uuml;tzer gleich eine doppelte Katastophe. Bei den Pelikanen ist in diesen Wochen Brutzeit. Die Sch&auml;den f&uuml;r Tier und Natur sind unabsehbar. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;Helfer veruschen verzweifelt, die Tiere von dem &Ouml;lfilm zu befreien. Im Vogel-Rettungszentrum von Fort Jackson am Mississippi-Delta herrscht Hochbetrieb. In den vergangenen Tagen wurden mehr als 200 Tiere eingeliefert. Einen der rund einen Meter gro&szlig;en Braunpelikane vom &Ouml;l zu befreien, dauert etwa eine Stunde. Zuerst wird das meiste &Ouml;l mit einem Handtuch abgerubbelt, erkl&auml;rt eine Tier&auml;rztin.<\/p>\n<p><strong>Viele Tiere sterben vor Schreck und Angst<\/strong><\/p>\n<p>Dann wird das restliche &Ouml;l mit einem Reinigungsmittel und warmen Wasser entfernt. Um festzustellen, ob der Vogel krank ist, wiegen die Helfer ihn und messen seine Temperatur. Zum Abschluss wird ein R&ouml;hrchen mit Wasser in dem gro&szlig;en Schnabel des Pelikans platziert, das ihm in den kommenden zwei Tagen bei der Rehydrierung helfen soll. Bis das Federkleid trocken und wieder wasserabweisend ist, m&uuml;ssen die Braunpelikane noch vier bis sieben Tage im Schutzzentrum bleiben.<\/p>\n<p>Weil das &Ouml;l so klebrig ist, m&uuml;ssen die Helfer stark rubbeln. Immer wieder sterben Pelikane an Angst und Stress. Aber immerhin haben die Tiere in Fort Jackson eine &Uuml;berlebenschance. In freier Wildbahn sterben &ouml;lverschmierte Braunpelikane an Unterk&uuml;hlung oder Vergiftung, andere ertrinken. Braunpelikane sind besonders oft und stark mit einer gef&auml;hrlichen &Ouml;lschicht &uuml;berzogen, weil sie als einzige Pelikanart im Wasser nach Fischen tauchen.<\/p>\n<p><strong>BP erzielt zumindest einen Teilerfolg<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem Wochenende gibt es indes Grund f&uuml;r verhaltenen Optimismus in der Region. Die Bem&uuml;hungen, das &Ouml;l zu stoppen, hatten zumindest einen Teilerfolg.&nbsp; Ein neuer Trichter &uuml;ber dem lecken Bohrloch saugte nach Angaben der US-K&uuml;stenwache innerhalb der ersten 24 Stunden rund eine Million Liter &Ouml;l ab. Wie BP-Chef Tony Hayward berichtete, bef&ouml;rdert der &uuml;ber dem Leck platzierte Trichter t&auml;glich etwa 10.000 Barrel &Ouml;l (1,59 Millionen Liter) an die Meeresoberfl&auml;che.<\/p>\n<p>Bis zum kommenden Wochenende will BP ein weiteres Absaugsystem errichten und die Menge so erh&ouml;hen. Wissenschaftler der US-Regierung sch&auml;tzen, dass pro Tag zwischen 12.000 und 19.000 Barrel ausstr&ouml;men. Insgesamt sind seit dem Untergang der Bohrinsel &#8220;Deepwater Horizon&#8221; am 20. April schon bis zu 182 Millionen Liter &Ouml;l ausgelaufen.<\/p>\n<p>http:\/\/www.rp-online.de\/panorama\/deutschland\/Die-Tiere-sterben-die-Menschen-weinen_aid_866035.html<br \/>7.06.2010<\/p>\n<p>Aufrufe: 61<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fort Jackson (RPO). Seit mehr als zwei Wochen schie&szlig;t jeden Tag tonneweise &Ouml;l aus der gesunkenen BP-Plattform &#8220;Deepwater Horizon&#8221; im Golf von Mexiko. An den K&uuml;sten der USA zeigt sich jetzt das ganze Au&szlig;ma&szlig; der Katastrophe. Verklebte Pelikane verenden elendig. Tote Fische <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/die-tiere-sterben-die-menschen-weinen\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[21,15],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1586"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1586"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1586\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}