{"id":1598,"date":"2020-03-24T16:15:40","date_gmt":"2020-03-24T15:15:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/betroffenheit-adlertod\/"},"modified":"2020-03-24T16:15:40","modified_gmt":"2020-03-24T15:15:40","slug":"betroffenheit-adlertod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/betroffenheit-adlertod\/","title":{"rendered":"Betroffenheit \u00fcber Adlertod"},"content":{"rendered":"<p>GOLDGEBEN \/ Zwei Kaiseradler wurden vergiftet aufgefunden. Tiersch&uuml;tzer &uuml;ber Tod der gesch&uuml;tzten Tiere schockiert. T&auml;ter bisher unbekannt, J&auml;ger weisen Verdacht von sich.<\/p>\n<p>VON MICHAELA H&Ouml;BERTH<\/p>\n<p>Es war ein gro&szlig;er Schock f&uuml;r die J&auml;gerschaft und die heimischen Tierschutzorganisationen: Am 20. August wurden zwei Kaiseradler in der N&auml;he von Goldgeben tot aufgefunden. Ein Bauer entdeckte die Kadaver der &auml;u&szlig;erst seltenen und streng gesch&uuml;tzten Tiere bei einem Hochstand. Sofort wurden der zust&auml;ndige Jagdleiter und die Polizei verst&auml;ndigt. Nach einer Untersuchung des Forschungsinstituts f&uuml;r Wildtierkunde stand fest: Die Tiere wurden mit dem illegalen Gift Carbofuran vergiftet.<br \/><strong><br \/>Tiersch&uuml;tzer: Tat richtet sich gegen Schutzbem&uuml;hungen<\/strong><br \/>Das Pestizid Carbofuran wurde fr&uuml;her in der Landwirtschaft zur Vernichtung von Sch&auml;dlingen eingesetzt, konnte jedoch oftmals auch in Giftk&ouml;dern nachgewiesen werden. Daher wurde die Substanz als illegal erkl&auml;rt. &bdquo;Obwohl das Nervengift seit 2008 verboten ist, horten Giftleger offenbar noch gen&uuml;gend Lagerbest&auml;nde, um weiterhin illegale Anschl&auml;ge auf seltene Wildtiere zu ver&uuml;ben&ldquo;, ist sich Christian Pichler von der Tierschutzorganisation WWF sicher. Auch in den Kr&ouml;pfen der get&ouml;teten Adler konnten noch Reste von Giftk&ouml;dern gefunden werden. Der Verlust der beiden Tiere wiegt schwer, denn der Kaiseradler ist nicht nur die seltenste heimische Adlerart, sondern auch in seinem Weltbestand gef&auml;hrdet.<br \/>&nbsp;<br \/>In ganz &Ouml;sterreich leben nur noch sechs Paare und einige herumstreifende Individuen. &bdquo;Es &uuml;berleben ohnehin nur drei von zehn Jungadlern ihre ersten Jahre, die &uuml;brigen sterben, bevor sie das erste Mal br&uuml;ten k&ouml;nnen&ldquo;, erkl&auml;rt Gabor Wichmann von der Organisation BirdLife &Ouml;sterreich, die an dem internationalen Schutzprogramm f&uuml;r seltene V&ouml;gel beteiligt ist. Daher ist das rasche Auffinden der T&auml;ter umso wichtiger. &bdquo;Wir d&uuml;rfen nicht zulassen, dass unverantwortliche Einzelpersonen internationale Schutzbem&uuml;hungen zunichte machen&ldquo;, so Wichmann.<br \/><strong><br \/>Hausleitens J&auml;gerschaft ist von Vorfall schwer betroffen<\/strong><br \/>Auch die J&auml;gerschaft ist &uuml;ber den Vorfall entsetzt. Man hofft, den T&auml;ter bald ausfindig machen zu k&ouml;nnen. &bdquo;Wir verurteilen die illegale Tat scharf und sind an einer raschen und vollst&auml;ndigen Aufkl&auml;rung interessiert&ldquo;, versichert Peter Lebersorger von der Zentralstelle &Ouml;sterreichischer Landesjagdverb&auml;nde. Besonders betroffen zeigt sich die J&auml;gerschaft in Hausleiten. Sie trauert nicht nur um den Tod der Kaiseradler, sondern f&uuml;rchtet auch um ihren Ruf.<\/p>\n<p>&bdquo;F&uuml;r mich ist diese Tat nicht nur v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, sondern richtiggehend verabscheuungsw&uuml;rdig&ldquo;, so Gerhard Malafa, der Jagdleiter in Goldgeben. &bdquo;Wir waren sehr stolz darauf, dass sich Adler bei uns einnisten. Das ist keine Selbstverst&auml;ndlichkeit&ldquo;, so Malafa. Dass es sich bei dem T&auml;ter um einen J&auml;ger handelt, kann er mit Sicherheit ausschlie&szlig;en. &bdquo;Ein Giftanschlag geht gegen alles, was die Jagd auszeichnet. Ich lege meine Hand daf&uuml;r ins Feuer, dass die Leute aus meinem Revier unschuldig sind. Auch einen J&auml;ger aus der Umgebung kann ich mir nicht als T&auml;ter vorstellen. Au&szlig;erdem ist anzunehmen, dass ein J&auml;ger die Tiere wohl kaum in der N&auml;he eines Hochstandes auslegen w&uuml;rde&ldquo;, ist der Jagdleiter &uuml;berzeugt.<br \/>Von dem T&auml;ter fehlt bisher jede Spur. Die heimische J&auml;gerschaft ist derzeit damit besch&auml;ftigt, alte Vergiftungsf&auml;lle in der Umgebung auf der Suche nach Hinweisen wieder aufzurollen. Die Kadaver wurden dem Naturhistorischen Museum Wien zu Verf&uuml;gung gestellt.<\/p>\n<p>http:\/\/www.noen.at\/redaktion\/n-kor\/article.asp?Text=346321&#038;cat=341<br \/>09.09.2010<\/p>\n<p>Aufrufe: 109<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GOLDGEBEN \/ Zwei Kaiseradler wurden vergiftet aufgefunden. Tiersch&uuml;tzer &uuml;ber Tod der gesch&uuml;tzten Tiere schockiert. T&auml;ter bisher unbekannt, J&auml;ger weisen Verdacht von sich. VON MICHAELA H&Ouml;BERTH Es war ein gro&szlig;er Schock f&uuml;r die J&auml;gerschaft und die heimischen Tierschutzorganisationen: Am 20. August wurden zwei <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/betroffenheit-adlertod\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[21,15],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1598"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1598"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1598\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}