{"id":1606,"date":"2020-03-24T16:16:25","date_gmt":"2020-03-24T15:16:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/sonar-geraeusche-treiben-meerestiere-in-den-wahnsinn\/"},"modified":"2020-03-24T16:16:25","modified_gmt":"2020-03-24T15:16:25","slug":"sonar-geraeusche-treiben-meerestiere-in-den-wahnsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/24\/sonar-geraeusche-treiben-meerestiere-in-den-wahnsinn\/","title":{"rendered":"Sonar-Ger\u00e4usche treiben Meerestiere in den Wahnsinn"},"content":{"rendered":"<p>Meerestiere allgemein und Wale und Delfine im Besonderen leben in einer akustisch orientierten Welt. Mittels eines hochentwickelten Echoortungssystems orientieren sich die Tiere im Meer und finden so auch ihre Beute. Sie reagieren daher extrem empfindlich auf Schallwellen. Doch die zunehmende L\u00e4rmbelastung im Meer durch Sonarwellen von U-Booten und den L\u00e4rm von Schiffen und Industrie wird der eigene Lebensraum f\u00fcr die Tiere zur Belastung. Forscher sehen darin auch einen der Hauptgr\u00fcnde, das immer gr\u00f6\u00dfere Gruppen der intelligenten und sensiblen Meeress\u00e4uger stranden.<\/p>\n<\/p>\n<p><p>Unsere Ozeane entwickeln sich zur L\u00e4rm- und Schmutzh\u00f6lle. Es gibt L\u00e4rmquellen, die die Meere mit mehr als 260 Dezibel beschallen, zum Beispiel milit\u00e4rische Sonare. Durch die Sonar-Signale der U-Boote, der Schifffahrt und der Industrie sowie seismische Untersuchungen, bei denen Schallwellen eingesetzt werden, um den Meeresgrund nach Erd\u00f6l- und Erdgasvorkommen abzusuchen, nimmt der L\u00e4rmpegel in Meer stetig zu. F\u00fcr sensible Meerestiere, die in einer auf Akustik basierten Welt leben, wird das zum massiven Problem.<\/p>\n<p>Der Schalldruck, der durch Sonarger\u00e4te in U-Booten erzeugt wird, ist mehr als 10.000 Mal so gro\u00df wie der eines Presslufthammers in einem Meter Abstand. Die enthaltene Schallintensit\u00e4t ist sogar \u00fcber 100 Millionen Mal gr\u00f6\u00dfer. Noch dazu unter Wasser, wo sich Schall viel effizienter ausbreitet als in der Luft und noch in 1.000 Kilometern Entfernung eine Unterhaltung unm\u00f6glich machen kann. F\u00fcr Meeresbewohner ist dies zu laut, viel zu laut &#8211; sie fliehen, \u00e4ndern ihr Verhalten, tauchen zu schnell auf oder stranden und verenden kl\u00e4glich.<\/p>\n<p><strong>Zusammenhang zwischen Sonar und Strandungen<\/strong><\/p>\n<p>Bereits seit den 1960er-Jahren kommt es immer wieder zu Strandungen von Walen und Delfinen nach milit\u00e4rischen \u00dcbungen. Da U-Boote allerdings in den letzten Jahren immer mehr aktives Sonar verwendet haben, hat die L\u00e4rmbel\u00e4stigung f\u00fcr die Meeress\u00e4uger massiv zugenommen. Erst im Februar 2009 verendeten \u00fcber 200 Breitschnabeldelfine nach Marine\u00fcbungen auf den Philippinen. Sie waren voller Panik in seichte Gew\u00e4sser geschwommen und dann gestrandet.<\/p>\n<p>Wissenschaftler sehen mittlerweile einen Zusammenhang zwischen dem L\u00e4rm im Meer und den Strandungen von Delfinen und Walen. Die Tiere reagieren extrem gestresst auf die Ger\u00e4uschkulisse, ihre empfindlichen H\u00f6rorgane werden besch\u00e4digt und sie verlieren die Orientierung. Au\u00dferdem tr\u00fcbt der permanente L\u00e4rm ihre Umgebungswahrnehmung und beeintr\u00e4chtigt die Kommunikation zwischen den sozialen Tieren. Zus\u00e4tzlich wird ihnen die Nahrungssuche erschwert, da sie ihre Beute nicht mehr orten k\u00f6nnen. Ein Umstand, der durch die massive \u00dcberfischung der Meere zus\u00e4tzlich gef\u00e4hrlich wird.<\/p>\n<p><strong>Stress f\u00fcr die empfindlichen Tiere<\/strong><\/p>\n<p>Der dauerhafte Stress f\u00fchrt auch zu Verhaltens\u00e4nderungen. Immer wieder wurde beobachtet, dass Wale und Delfine versuchen, dem L\u00e4rm zu entfliehen, und dabei oft zu schnell auftauchen. Man entdeckte bei ihnen in Folge dessen \u00e4hnliche Symptome wie bei der Taucherkrankheit. Geschw\u00e4chte Tiere werden dann eine leichte Beute f\u00fcr Haie und andere Fressfeinde.<\/p>\n<p>Ihre akustische Sensibilit\u00e4t macht auch das Leben in Delfinarien und Aquarien f\u00fcr die Tiere zur Belastung. Eingesperrt in Betonbecken wird der Schall, den die Tiere zur Orientierung aussenden, immer wieder von den W\u00e4nden zur\u00fcck geworfen.<\/p>\n<p><strong>Kampagne gegen L\u00e4rmbel\u00e4stigung im Meer<\/strong><\/p>\n<p>Die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS startete im Herbst 2010 ihre Kampagne &#8220;Sonar Sucks&#8221; (auf Deutsch: Sonar nervt). Auf der Website kann man mit einem Foto von sich gegen die L\u00e4rmbel\u00e4stigung demonstrieren. Die Kampagne hat bereits einige prominente Unterst\u00fctzer gefunden. Auch &#8220;Krone&#8221;-Tierlady Maggie Entenfellner setzt sich f\u00fcr die Stille im Meer ein: &#8220;Der L\u00e4rm in den Ozeanen ist vergleichbar mit einem Rockkonzert. Nur wir k\u00f6nnen uns danach in die eigene vier W\u00e4nde zur\u00fcckziehen &#8211; Wale nicht!&#8221; Den Link zur Website findest du in der Infobox.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.krone.at\/Nachrichten\/Sonar-Geraeusche_treiben_Meerestiere_in_den_Wahnsinn-Hoellenlaerm_im_Ozean-Story-232174\">http:\/\/www.krone.at\/Nachrichten\/Sonar-Geraeusche_treiben_Meerestiere_in_den_Wahnsinn-Hoellenlaerm_im_Ozean-Story-232174<\/a><\/p><\/p>\n<p>Aufrufe: 119<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meerestiere allgemein und Wale und Delfine im Besonderen leben in einer akustisch orientierten Welt. Mittels eines hochentwickelten Echoortungssystems orientieren sich die Tiere im Meer und finden so auch ihre Beute. Sie reagieren daher extrem empfindlich auf Schallwellen. 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