{"id":419,"date":"2020-03-19T18:45:50","date_gmt":"2020-03-19T17:45:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/?p=419"},"modified":"2020-03-19T19:05:35","modified_gmt":"2020-03-19T18:05:35","slug":"auch-haustiere-kennen-die-eifersucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/19\/auch-haustiere-kennen-die-eifersucht\/","title":{"rendered":"Auch Haustiere kennen die Eifersucht"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<p>Dr\u00e4ngelt sich der Hund bei allem dazwischen oder wird die Katze pl\u00f6tzlich unsauber, k\u00f6nnten sie schlicht eifers\u00fcchtig sein. Auch Wellensichtige sind vor den \u00fcberbordenden Gef\u00fchlen nicht gefeit. Das beste Gegenmittel ist da Zuwendung. Ansonsten gilt: Unerw\u00fcnschtes Verhalten wird ignoriert, gew\u00fcnschtes gelobt.<\/p>\n<p>Der eine f\u00fchlt sich hintergangen, der andere ungerecht behandelt. Eifersucht kann die Beziehung zwischen zwei Menschen bis zum \u00c4u\u00dfersten belasten. \u00abGut, dass ich mit meinem Hund solche Probleme nicht habe\u00bb, denken dann manche &#8211; und liegen voll daneben. Denn auch Tiere k\u00f6nnen negativ reagieren, wenn ihre Besitzer anderen mehr Aufmerksamkeit schenken. Doch lassen sich tierische Eifers\u00fcchteleien mit den menschlichen vergleichen?<\/p>\n<p>Experten sind sich sicher, dass auch Haustiere eifers\u00fcchtig sein k\u00f6nnen. \u00abAber nicht so wie wir Menschen\u00bb, sagt Henriette Mackensen von der Akademie f\u00fcr Tierschutz in Neubiberg einschr\u00e4nkend. \u00abIhnen geht es darum, ihre Ressourcen zu sichern &#8211; das Futter oder den angestammten Rang in der Familie.\u00bb<\/p>\n<p>Zwar neigen vor allem Hunde dazu, aber auch andere Tiere zeigen entsprechendes Verhalten: \u00abDas betrifft alle, die in Sozialverb\u00e4nden leben wie zum Beispiel Wellensittiche, Papageien und Kaninchen\u00bb, sagt Mackensen. Ausgel\u00f6st werde die Eifersucht durch Verlust\u00e4ngste, wie Magdalena Scherk von der Tierrechtsorganisation in Gerlingen bei Stuttgart erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>\u00abDie entstehen bei Hunden oft durch eine dritte Partei &#8211; Mensch oder Tier\u00bb, sagt die Expertin. So werde ein Hund gern als Ersatzkind geh\u00e4tschelt. Kommt dann ein Rudelrivale daher &#8211; etwa ein neuer Hund oder ein Baby &#8211; sieht der Hund seine hochrangige Position gef\u00e4hrdet und will sie verteidigen.<\/p>\n<p>\u00abSind Hunde eifers\u00fcchtig, \u00e4u\u00dfern sie das beispielsweise in Form von offensichtlichem Dazwischendr\u00e4ngeln.\u00bb Viele Halter sehen sich in Situationen der Zweisamkeit mit dem oder der Liebsten damit konfrontiert, dass der tierische Weggef\u00e4hrte absichtlich st\u00f6rt. \u00abEr f\u00fchlt sich dann vernachl\u00e4ssigt\u00bb, sagt Magdalena Scherk.<\/p>\n<p>Dabei sind das noch gar nicht die schlimmsten Ausbr\u00fcche tierischer Eifersucht, wei\u00df Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund. \u00abIm ung\u00fcnstigsten Fall passiert das durch Aggressivit\u00e4t &#8211; indem sie etwas zerst\u00f6ren oder den vermeintlichen Nebenbuhler attackieren\u00bb, sagt die Tier\u00e4rztin. Aber auch Bellen oder Z\u00e4rtlichkeitsbekundungen k\u00f6nnen darauf hinweisen. \u00abKatzen reagieren gern mit Unsauberkeit.\u00bb<\/p>\n<p>Oft wissen Tierbesitzer nicht, wie sie in solchen F\u00e4llen reagieren sollen. \u00abWichtig ist, diesem Verhalten auf den Grund zu gehen\u00bb, r\u00e4t Henriette Mackensen. \u00abHat sich irgendwas im Lebensstil ge\u00e4ndert, kann das der Schl\u00fcssel zum Problem sein.\u00bb Manchmal sind Halter pl\u00f6tzlich im Beruf sehr eingespannt und k\u00f6nnen dem Tier weniger Aufmerksamkeit widmen. Die Spazierg\u00e4nge werden k\u00fcrzer, die Streicheleinheiten immer sp\u00e4rlicher.<\/p>\n<p>Das registrieren die Sch\u00fctzlinge erstaunlich schnell. Mackensen r\u00e4t, dem Tier in solchen F\u00e4llen mehr Zuwendung zu g\u00f6nnen. \u00abWenn es wieder \u00f6fter im Mittelpunkt steht, legen sich die Eifers\u00fcchteleien schnell.\u00bb Kommt ein neuer Vierbeiner in die Familie, muss der andere weiterhin zuerst sein Fressen bekommen. \u00abSo bleibt die Rangordnung bestehen.\u00bb<\/p>\n<p>Bei Hunden gilt eine grunds\u00e4tzliche Faustregel erst einmal auch im Fall von Eifers\u00fcchteleien: Unerw\u00fcnschtes Verhalten wird ignoriert, gew\u00fcnschtes gelobt. Wer das beachtet, kann gewisse Verhaltensmuster ins Positive korrigieren. \u00abIst die Eifersucht des Hundes allerdings \u00fcberm\u00e4\u00dfig auff\u00e4llig, sollte professioneller Rat hinzugezogen werden. Das gilt ganz besonders, wenn sich die Eifers\u00fcchteleien gegen Familienmitglieder richten\u00bb, r\u00e4t Magdalena Scherk.<\/p>\n<p>Meistens w\u00fcssten Halter vorher, wenn sich innerhalb der Familie etwas \u00e4ndert, und k\u00f6nnen entsprechend reagieren, ist sich Henriette Mackensen sicher. \u00abWenn ein Kind kommt, kann man so fr\u00fch wie m\u00f6glich \u00fcber die erste Begegnung nachdenken.\u00bb<\/p>\n<p>So l\u00e4sst sich verhindern, dass das Kinderbettchen da steht, wo der Hund seinen Schlafplatz hatte. \u00abSo lassen sich Eifersuchtsmomente schon im Vorfeld vermeiden\u00bb, sagt Magdalena Scherk. Schlie\u00dflich sei Eifersucht keinem Tier angeboren &#8211; sie werde von den Haltern provoziert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/tierwelt\/article5931264\/Auch-Haustiere-kennen-die-Eifersucht.html\">http:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/tierwelt\/article5931264\/Auch-Haustiere-kennen-die-Eifersucht.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Views: 160<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Views: 160<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-haustierinformationen-tiervergabe"],"modified_by":"ibtadmin","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=419"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":435,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/419\/revisions\/435"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}